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5. Verlieren Sie nicht den Blick aufs Ganze, seien Sie auf schnelle Veränderungen vorbereitet und gehen Sie Schritt für Schritt vor
Was man nicht leugnen kann: Die Cloud beschleunigt alles. Und das ist in der heutigen Geschäftswelt, in der Innovationszyklen immer kürzer werden, unabdingbar. Bevor Unternehmen aber einfach eine Cloud-basierte IT-Umgebung absegnen, sollten Sie sicher gehen, dass ihre Infrastruktur, ihre Mitarbeiter und die Skalierbarkeit so vorbereitet und ausgelegt sind, dass sie mit der schnellen Entwicklung mithalten können. Dabei sollte man über die Basics hinaus denken und auch die Unternehmenskultur, die Kommunikation im Unternehmen sowie Prozesse, Strukturen und Regeln in Betracht ziehen.
Unrealistische, zu hoch gesetzte Ziele sind hier allerdings fehl am Platz. Man sollte Schritt für Schritt vorgehen und heute bereits an morgen denken – beispielsweise, indem man erst einmal nicht so kritische Applikationen in der Public Cloud betreibt, mit Big Data in einer privaten Cloud-Umgebung experimentiert und andere Funktionen in einer hybriden Cloud-Konfiguration analysiert und testet.
6. Erwarten Sie keine ausgereiften Technologien
Wir sind immer noch am Anfang einer breiten Cloud-Akzeptanz durch Unternehmen. Deshalb unterliegen viele Technologien und Services, die jetzt implementiert werden, einer schnellen Weiterentwicklung. Darauf sollten Mitarbeiter und Unternehmen vorbereitet sein und versuchen, auf dem aktuellen Stand der Technologien und Möglichkeiten zu bleiben.
Ziemlich neu ist beispielsweise Docker, eine Technologie, die den nahtlosen Transport von Workloads zwischen Clouds ermöglicht. Docker wird bereits von vielen wichtigen Cloud-Plattformen unterstützt.
Aber auch in Zukunft dürfen wir mit vielen Weiterentwicklungen rechnen: Beispielsweise in den Bereichen Workload-Management in hybriden Cloud-Umgebungen oder bei der Cloud-Sicherheit insbesondere in der Public Cloud, die dann immer mehr eine nahtlose Erweiterung von Unternehmensrechenzentren wird.
7. Stellen Sie sich darauf ein, dass es zu Latenz-Problemen kommen kann
Cloud und Latenzzeiten sind in einem gewissen Umfang vorbedingt und gehen Hand in Hand. Dennoch kann eine wohlüberlegte und gut implementierte hybride Cloud-Architektur unnötige Latenzzeiten vermindern bzw. verhindern.
Denn üblicherweise hängen Latenz-Probleme in Cloud-Architekturen davon ab, wie nah die Daten am Cloud-Rechenzentrum liegen. Können in einer Public-Cloud beispielsweise Daten aufgrund von Sicherheits- und Compliance-Anforderungen nicht beim Provider gespeichert werden, kann ein hybrider Cloud-Ansatz Latenzprobleme mindern.
Hier werden die Daten im Rahmen von Co-Location in der Nähe des Public Cloud-Rechenzentrums vorgehalten mit einer direkten Verbindung dorthin. Dabei bleiben die Daten rechtlich im Besitz, unter der Kontrolle und innerhalb des Managements des Users. Trotzdem kann man von den Vorteilen der Cloud wie on Demand, Skalierbarkeit etc. profitieren und Latenzzeiten gering halten. Im beschriebenen Fall ist es in Bezug auf Latenzzeiten fast so, als wären die Daten in einer Public Cloud.
Fazit und Ausblick

Unternehmen, die weiterhin nur auf Kosteneinsparung und Sicherheit setzen, werden künftig in Bezug auf Cloud-Vorteile, Wachstum und letztendlich Profitabilität empfindliche Einbußen hinnehmen müssen. Wer sich an solche Strategien nicht alleine heranwagt, hat auf jeden Fall die Möglichkeit, auf erfahrene, externe Berater zurückzugreifen oder gute Beispiele anderer Unternehmen als Vorbild zu nehmen.
* Ulrich Müh ist Practice Director Enterprise Services bei Unisys.
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