Data Orchestration as a Service

Sichere Nutzung hybrider Systemlandschaften

| Autor / Redakteur: Dirk Häußermann * / Florian Karlstetter

Mit „Data Orchestration as a Service“ (DOaaS) bieten T-Systems und Informatica eine Plattform, mit der CIOs ihre Daten über verschiedene Anwendungen hinweg integrieren und synchron halten können.
Mit „Data Orchestration as a Service“ (DOaaS) bieten T-Systems und Informatica eine Plattform, mit der CIOs ihre Daten über verschiedene Anwendungen hinweg integrieren und synchron halten können. (Bild: Informatica / T-Systems)

Data Orchestration as a Service verbindet hybride Datenquellen und schafft die Grundlage für vollständige, systemübergreifende Geschäftsprozesse

Viele IT-Organisationen verwenden für ihre Unternehmenssoftware einen Mix aus verschiedenen Betriebsmodellen. Einige Applikationen werden noch on-Premise ausgeführt und um IT-Services aus der Private und der Public Cloud ergänzt. Diese hybride Infrastruktur kann jedoch nur funktionieren, wenn sich die eingesetzten Lösungen nahtlos miteinander kombinieren lassen. Mit dem Angebot für „Data Orchestration as a Service“ (DOaaS) bieten T-Systems und Informatica eine Plattform, mit der CIOs ihre Daten über verschiedene Anwendungen hinweg integrieren und synchron halten.

Schon ein mittelgroßes Unternehmen kann rund 500 unterschiedliche IT-Lösungen im Einsatz haben. Eine solch heterogene IT-Landschaft wird sehr schnell ineffizient, da hier Daten in den verschiedenen Lösungen liegen, nicht synchron sind und somit nicht ihren vollen Wert für das eigene Unternehmen entwickeln können.

Mit der Cloud-Lösung „Data Orchestration as a Service“ (DOaaS) wachsen diese Dateninseln zusammen. IT-Organisationen erreichen hiermit ein reibungsloses Zusammenspiel zwischen Informationen und Anwendungen, die in der Cloud und on-Premise betrieben werden. Außerdem lassen sich Daten automatisiert synchronisieren, was den gesamten Administrationsaufwand für das unternehmensweite Datenmanagement erheblich verringert. In der Cloud laufende Lösungen können beispielsweise CRM- und Social Media-Plattformen sein, die wertvolle Daten zu Kunden und ihrem Einkaufsverhalten generieren. Möchten Unternehmen einen 360-Grad-Blick auf ihre Kunden erhalten, müssen sie diese meist in Echtzeit erfassten Daten mit Informationen aus Backend-Systemen wie ERP-Lösungen verknüpfen können. Eine hohe Datenqualität ist für Unternehmen unerlässlich, weshalb Daten auch als wichtiger Produktionsfaktor gelten.

So funktioniert DOaaS

DOaaS ist ein Cloud-Service, der bestehenden On-Premise-Anwendungen, die im eigenen Rechenzentrum betrieben werden, mit Cloud-Anwendungen bidirektional verbindet. Darüber hinaus stehen Funktionen für die Datenverteilung und Datenveredelung bereit. Hiermit wird es unter anderem möglich, Informationen dezentral, an den lokalen Anforderungen einzelner Standorten ausgerichtet, zu synchronisieren und zu replizieren. Weiterhin lassen sich Daten konvertieren, um so die Weiterverarbeitung durch Anwender oder andere Systeme zu vereinfachen.

Die sehr einfache Nutzung der DOaaS-Funktionen macht es möglich, dass die Bereitstellung neuer Services direkt in den Fachabteilungen erfolgen kann. Dort können geschulte Mitarbeiter eigenständig mithilfe der grafischen Benutzeroberfläche neue Datenverknüpfungen herstellen, indem sie die entsprechende Business-Logik definieren. Über Metadaten legen die Anwender fest, welche Daten zwischen den Anwendungen vor Ort und den Cloud-Diensten ausgetauscht werden sollen und welche Datentransformationen auszuführen sind. Hierfür stehen unter anderem Funktionen wie das Filtern, Bereinigen, Replizieren, Maskieren, Aktualisieren und Verschlüsseln der Daten zur Verfügung. Die damit erreichte Schnelligkeit macht Unternehmen agiler und stärkt somit die Wettbewerbsfähigkeit.

Die nahtlose Verknüpfung von Daten macht es möglich, Geschäftsprozesse über Anwendungsgrenzen und Datensilos hinweg zu realisieren. Technologische Grundlage hierfür sind die mehr als 100 Konnektoren, die eine rasche Anbindung der wichtigsten Systeme und Applikationen über REST APIs ermöglichen. Wo dies nicht ausreicht, ist ein Software Development Kit (SDK) einsetzbar, um eigene Konnektoren zu entwickeln.

So sicher ist DOaaS

Wer Cloud-Technologie in die eigene IT-Infrastruktur integriert, möchte natürlich auf der sicheren Seite sein. Die Partnerschaft mit T-Systems als Cloud-Anbieter hat es Informatica ermöglicht, dass Kunden DOaaS in einem deutschen Rechenzentrum nutzen können. Damit halten Unternehmen die strengen deutschen Sicherheits- und Datenschutzgesetze ein. Mithilfe der Konnektoren findet der Datentransfer direkt zwischen den integrierten Software-Anwendungen statt, muss also nicht über das zentrale DOaaS-Portal laufen. Hier werden lediglich die Metadaten gespeichert.

Anwendungsbeispiele

Für die Nutzung der DOaaS-Dienste gibt es zahlreiche Szenarien. Ganz klassisch können Unternehmen beispielsweise CRM-Lösungen wie Salesforce mit Backend-Anwendungen wie SAP ERP verknüpfen. Ein großer Vorteil ist auch die Möglichkeiten zur Automatisierung, um zum Beispiel Daten zwischen einem Kundenportal und einer mobilen App zu synchronisieren. Darüber hinaus lässt sich eine Schnittstelle zu Social Media-Plattformen realisieren, sodass diese Echtzeit-Informationen dem Vertrieb oder dem Service-Team bereitgestellt werden können. Wer möchte, kann auch komplette Geschäftsabläufe neu aufsetzen und den Datenfluss für den Geschäftsprozess „Order-to-Cash“ vom Online-Shop bis hin zum SAP-Backend-System orchestrieren. Viele weitere Szenarien sind denkbar, wie die Integration von M2M (Machine-to-Machine) Daten aus Industrie 4.0-Umgebungen oder der schnelle Aufbau von Testumgebungen mit maskierten Daten für die Software-Entwicklung.

So gelingt der Start

Schon heute setzen mehr als 2.000 Unternehmen weltweit auf die DOaaS-Leistungen der Informatica Cloud und wickeln mehr als zwei Milliarden Transaktionen täglich ab. Wer DOaaS für den Einsatz in der eigenen Organisation evaluieren möchte, kann hierzu einen 30-tätigen Service von T-Systems nutzen. Die Anmeldung erfolgt über diese Seite: https://doaas.t-systems.com/ma/

Vorteile auf einen Blick

  • Durchgängige Geschäftsprozesse ohne Medienbrüche
  • Keine verteilten und separaten Informations-Silos mehr
  • Höhere Datenqualität durch Integration bestehender Datenquellen
  • Verfügbar als Software-as-a-Service und damit sofort einsatzbereit
  • Kürzere Laufzeiten für Integrationsprojekte

* Dirk Häußermann, Geschäftsführer EMEA Central bei Informatica

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