Definition: ERP (Enterprise Resource Planning)

Was ist Enterprise Resource Planning (ERP)?

| Autor / Redakteur: Ilan_r_r / Florian Karlstetter

ERP steht für Enterprise Resource Planning und bezeichnet betriebswirtschaftliche Software. Zunehmend rücken auch cloud-basierende ERP-Systeme in den Vordergrund.
ERP steht für Enterprise Resource Planning und bezeichnet betriebswirtschaftliche Software. Zunehmend rücken auch cloud-basierende ERP-Systeme in den Vordergrund. (Bild: gemeinfrei (geralt / pixabay) / CC0)

Enterprise Resource Planning, kurz ERP bezeichnet eine Softwarelösung für Unternehmen, die alle wichtigen betriebswirtschaftlichen Prozesse auswertet und steuert. Mithilfe eines ERP-Systems werden alle relevanten betrieblichen Ressourcen wie Kapital, Personal oder auch Warenwirtschaft gestuert und verwaltet.

Auch wenn der Begriff Enterprise Resource Planning (ERP) eng mit der zugehörigen Software verknüpft ist, so umfasst das Enterprise Resource Planning alle grundlegenden Prozesse der Ressourcensteuerung in einem Unternehmen. Die Aufgabe des Managements ist es, die Ressourcen strategisch und taktisch zu steuern, diese einzusetzen und deren Einsatz zu kontrollieren.

Die Ziele des Enterprise Resource Planning sind die Verbesserung der organisatorischen Strukturen und Abläufe innerhalb des Unternehmens, die bessere Anpassungsfähigkeit des Unternehmens an Veränderungen des Marktes oder des Kundenstammes und die Optimierung aller laufenden und zukünftigen Geschäftsprozesse. So kann die passende ERP-Software bei der Strukturierung und Überwachung aller relevanten Prozesse und Strukturen eingesetzt werden und bildet somit das zentrale Verwaltungstool für das gesamte Unternehmen und dessen betriebswirtschaftliche Steuerung.

Unternehmensbereiche, die durch ERP-Systeme erfasst werden

Grundsätzlich soll ERP alle Unternehmensbereiche erfassen und strukturieren. In den meisten Unternehmen werden die Prozesse aus folgenden Bereichen durch das Enterprise Resource Planning strukturiert und überwacht:

  • Vertrieb und Marketing
  • Customer Relationship Management
  • Alle Produktionsprozesse
  • Die Warenwirtschaft und Materialwirtschaft
  • Die Bereiche Forschung und Entwicklung
  • Das Personalwesen
  • Finanz- und Rechnungswesen
  • Lohn- und Gehaltsabrechnungen

Einzelne Abweichungen sind je nach Unternehmen und Unternehmensstruktur selbstverständlich möglich und in vielen Unternehmen sinnvoll. Die zentrale Gestaltung über eine einzelne Unternehmenssoftware erlaubt jedoch die Verzahnung aller relevanten Faktoren und eine schnellere Reaktionsfähigkeit des Managements auf anstehende oder entstehende Probleme.

Enterprise Resource Planning funktioniert nur mit einer guten und sicheren Datenintegration

Die größte Herausforderung beim Enterprise Resource Planning besteht in der Integration enorm großer Datenmengen. Denn diese müssen nicht nur erfasst, sondern auch interpretiert und analysiert werden. Aus diesem Grund spielt die Qualität der Daten eine erhebliche Rolle. Nur, wenn Daten eindeutig und klar zugeordnet im System vorhanden sind, können diese für eine umfassende Analyse und eine entsprechend gute Planung verwendet werden. Vor der Integration eines ERP-Systems müssen alle Unternehmensdaten geprüft und für den Einsatz optimiert werden. So lassen sich Reibungsverluste bei der Integration der Daten in das ERP-System vermeiden.

Moderne Unternehmenssoftware als Cloud-Service

Die Einbindung einer ERP-Software in eine Unternehmensstruktur ist vielfach aufwändig und komplex. Vor allem die Pflege der Software durch das interne IT-Team stellt für viele Unternehmen eine große Herausforderung dar. Nicht nur, dass die eigenen Mitarbeiter umfassend geschult werden müssen, auch eine Erweiterung des Teams und somit eine Erhöhung der Personalkosten können mit der Einführung einer solchen Unternehmenssoftware verbunden sein.

Daher greifen immer mehr Unternehmen beim Enterprise Resource Planning auf eine Software as a Service (SaaS) zurück und bedienen sich eines modernen Cloud-Services. Durch diese Lösungen können Unternehmen nicht nur flexibler auf Veränderungen reagieren, sondern erhalten eine Software as a Service (SaaS) mit allen Vorzügen, ohne die Nachteile einer eigenen Software-Implementierung in Kauf nehmen zu müssen.

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