SAP Cloud for Analytics

Einfache Analysen aus der Cloud erstellen

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Elke Witmer-Goßner

Mit Cloud for Analytics hat SAP eine mächtige Lösung für Reporting, Analyse, Planung und Vorhersage auf Lager.
Mit Cloud for Analytics hat SAP eine mächtige Lösung für Reporting, Analyse, Planung und Vorhersage auf Lager. (Bild: Vectorfusionart, Fotolia)

Mit SAP Cloud for Analytics stellt SAP Software-as-a-Service-Dienste für die Analyse aus der Cloud ihren Kunden als eigenständige Plattform zur Verfügung. Cloud for Analytics basiert auf der SAP HANA und nutzt die entsprechende Cloud-Plattform. Über eine einfach zu bedienende Oberfläche sollen Anwender mit dem SaaS-Dienst effizient Berichte erstellen können.

Mit SAP Cloud for Analytics können Anwender umfassendes Reporting aus Business-Intelligence-(BI)-Umgebungen erstellen, planen und Analysen sowie Prognosen und Simulationen erstellen (Predictive Analytics). Durch die einheitliche Oberfläche soll das Erstellen von Berichten einfacher sein, als bei anderen Werkzeugen. Das Produkt ist direkt auf den Endanwender zugeschnitten, die IT-Abteilung ist für die Verwendung der Umgebung nur sehr eingeschränkt notwendig.

Daraus besteht SAPs Analyse-Cloud

Im Hintergrund lassen sich verschiedene unterschiedliche Datenquellen anbinden, die durch die Berichte aus SAP Cloud for Analytics abgefragt werden können. Der SaaS-Dienst kann dabei nicht nur lokale Datenquellen (On-Premise) im Unternehmen anbinden, sondern auch andere Cloud-Plattformen. Bei dem komplett neu entwickelten Analyse-Tool handelt es sich also um ein End-to-End-Offering auf Basis einer einzigen Plattform, nämlich SAP HANA Cloud. Hier kann Cloud for Analytics umfassend auf die In-Memory-Funktionen von SAP HANA zurückgreifen und bietet daher eine ordentliche Leistung beim Erstellen von Berichten. Das Produkt ist eigenständig, es sind keine anderen Produkte von SAP notwendig.

Die komplette Verwendung von Cloud for Analytics soll im Browser ablaufen. Das bietet den Vorteil, dass der Einsatz sehr flexibel ist. Unternehmen benötigen für die Analyse weder zusätzliche Plattformen, noch Zusatzwerkzeuge. So lassen sich PCs mit allen relevanten Betriebssystemen genauso anbinden, wie Tablets und Smartphones. Für die Analyse benötigen Anwender noch nicht mal ein Tabellenkalkulationsprogramm wie Excel. Alles was notwendig ist, hat SAP bereits im Dashboard integriert.

IT-Abteilung bleibt unbehelligt

Im Unterschied zu vielen anderen Analyse-Werkzeugen, muss mit SAP Cloud for Analytics die IT-Abteilung nicht eingebunden werden. Die Verwendung und Administration erfolgt direkt in der jeweiligen Abteilung, welche die Berichte nutzen soll. Außerdem sollen sich auch die Datenquellen anbinden lassen, deren Daten aktuell noch nicht in ein anderes System synchronisiert werden. Solche Datensilos, die zwar viele Daten enthalten, diese aber nicht weitergeben, gibt es in vielen Unternehmen und Bereichen. SAP will an genau diese Daten rankommen. Nach der Anbindung an die Cloud-Lösung sollen sich Berichte auf Basis dieser Daten auch außerhalb des Silos erstellen lassen.

Die Bedienung der Cloud-Umgebung soll für normale Office-Anwender problemlos möglich sein. Es ist kein tiefergehendes IT-Wissen notwendig. Damit möglichst viele Quellen angebunden werden können, bietet SAP vorgefertigte Konnektoren an. Natürlich bevorzugt der Cloud-Dienst vor allem SAP-Datenquellen, es lassen sich aber nahezu alle Datenquellen anbinden. Wie kompliziert das ist hängt schlussendlich von der jeweiligen Plattform ab, und ob ein vorgefertigter Konnektor verfügbar ist.

Vorhandene Analyse-Systeme weiter nutzen

Bereits verfügbare Analyse-Systeme von SAP werden auch weiterhin fortgeführt. Das gilt aber nicht für alle. Cloud for Planning ist zukünftig Bestandteil von Cloud for Analytics. Es ist zu erwarten, dass auch andere BI-Werkzeuge von SAP mit der Zeit aufgenommen werden. So sollen Funktionen aus SAP Lumira ebenfalls mit Cloud for Analytics zusammengeführt werden.

Die Vorteile beim Einsatz der SAP-Cloud ist die Begrenzung der notwendigen Tools und Analyse-Apps. Es sind keine weiteren Analyse-Tools notwendig, genauso wie Zusatzwerkzeuge. Alle Analysen erfolgen mit SAP HANA Cloud direkt mit Webbrowsern. Tools müssen nicht installiert, gewartet und aktualisiert werden. Das ermöglicht auch mobilen Anwendern schnell und einfach Zugriff auf Analysefunktionen zu nehmen. Werden bereits SAP-Analysetools eingesetzt, lassen sich diese in den meisten Fällen mit Cloud for Analytics verbinden. Da Cloud for Analytics die HANA Cloud Platform (HCP) nutzt, kann sie auch deren Daten, Konnectoren und andere Funktionen voll nutzen, indem sie voll umfassend auf die HANA-Cloudfunktionen zugreift, mit allen Vorteilen und Möglichkeiten. Cloud for Analytics kann zum Beispiel die Geo-Spatial-Komponenten der HCP nutzen. Diese In-Memory-Technologie kann georeferenzierte Informationen verarbeiten.

Die Erstellung der Berichte und Analysen erfolgt über Self-Service-Funktionen. Dazu stehen bereits zahlreiche Dashboards zur Verfügung. Cloud for Analytics enthält dazu auch „Planning & Allocation“. Außerdem lassen sich Unternehmensdaten kombinieren, die bisher noch nicht miteinander referenziert waren. Die Anbindung und Analyse dieser Quellen erfordert zwar Kenntnisse der Daten, aber keine tiefergehenden IT-Kenntnisse. Natürlich lassen sich auch lokale Datenquellen, wie Excel-Tabellen, an das System anbinden. Besonders leicht lassen sich natürlich SAP-Datenquellen mit der Cloud-Lösung verbinden. Excel-Tabellen werden schnell und einfach über den Browser importiert.

Mit einem einfachen Assistenten im Dashboard lassen sich auch die Inhalte von Excel-Tabellen in SAP Cloud for Analytics importieren.
Mit einem einfachen Assistenten im Dashboard lassen sich auch die Inhalte von Excel-Tabellen in SAP Cloud for Analytics importieren. (Bild: SAP)

Nach dem Import stehen die Daten der Excel-Tabelle in einer optimierten Form sofort zur Verfügung. Danach lassen sich die Daten speichern oder mit anderen Datenquellen referenzieren. Wie in Excel steht in der Tabellen-Kalkulation der Plattform alles zur Verfügung, was für die Analyse von Tabellendaten notwendig ist. Sobald die Berichte auf Basis der verschiedenen Datenquellen im Dashboard erstellt sind, lassen sich diese entweder in der Cloud speichern, weiterverarbeiten, exportieren oder mit anderen Anwendern teilen. Die Einstellungen des Dashboards erfolgen ebenfalls im Browser. Neben visualisierten Diagrammen lassen sich auch Tabellen erstellen, oder eine Mischform daraus. Durch die Geo-Spatial-Komponenten der HCP können diese Daten auch mit georeferenzierten Daten angereichert werden. Sobald alle Daten angebunden, und der Bericht erstellt ist, lässt er sich auch visualisieren. Die fertigen Berichte werden in einem eigenen Cloud-Speicher unter der Bezeichnung „Stories“ abgelegt. Diese lassen sich mit wenigen Mausklicks öffnen, teilen und weiter verarbeiten. Die verschiedenen Daten und Datenquellen lassen sich mit Drag & Drop anordnen und anpassen.

Derzeit nur Cloud verfügbar

Datenquellen lassen sich im Webbrowser schnell und einfach einbinden.
Datenquellen lassen sich im Webbrowser schnell und einfach einbinden. (Bild: SAP)

Cloud for Analytics ist ein mächtiges Angebot, dass durchaus seine Daseinsberechtigung hat. Allerdings besteht das große Problem, dass die Plattform derzeit ausschließlich in der Cloud verfügbar ist. Unternehmen, die ihre Daten nicht in die Cloud übertragen wollen, können SAP Cloud for Analytics also nicht effizient nutzen. Zwar lassen sich einzelne Excel-Tabellen importieren oder Daten aus eher unwichtigen Datenquellen. Allerdings spielt Cloud for Analytics seine Stärken erst dann aus, wenn wirklich alle relevanten Datenquellen angebunden sind.

SAP betreibt Cloud for Analytics in eigenen Rechenzentren weltweit. Unternehmen können bei der Buchung des Dienstes aber weitgehend selbst bestimmen, in welchen Rechenzentren die eigenen Daten genutzt werden dürfen. Sind die Daten in SAP HANA in einer On-Premise-Umgebung gespeichert, greift Cloud for Analytics über den Webbrowser auf die Daten im Rechenzentrum zu. Der Datenfluss soll in diesem Fall im eigenen Rechenzentrum stattfinden. Es besteht aber auch die Möglichkeit die Daten in die Cloud zu replizieren. Es lassen sich also auch Hybrid-Cloud-Szenarien aufbauen. Die Lösung wird über eine Subskriptionsgebühr lizenziert. Die generelle Lizenzierung lässt sich auch für einzelne Anwender pro Monat buchen. Bei den Abogebühren sind die Kosten für Infrastruktur, Wartung und Support für SAP HANA enthalten.

Durch die Integration in die Cloud, als Software-as-a-Service, bietet SAP Cloud for Analytics auch vielfältige Teamfunktionen. Erstellte Berichte und Dashboards lassen sich über die Oberfläche schnell und einfach mit anderen Teammitgliedern teilen. Dazu kommen Chat-Funktionen und die Steuerung von Besprechungen und Events. Alles was dazu notwendig ist, hat SAP ebenfalls im Dashboard integriert.

Alles aus einer Hand

SAP Cloud for Analytics bietet umfassende Berichte, die durch Anwender schnell und einfach erstellt werden können. Sobald die Datenquellen einmal angebunden sind, lassen sich über das webbasierte Dashboard alle notwendigen Aktionen durchführen. Die Verarbeitung der Daten erfolgt in Echtzeit, auf Wunsch mit einer sehr tiefgehenden Datenstruktur und mit großen Datenmengen. Unternehmen benötigen bei der Verwendung von SAP Cloud for Analytics keine zahlreichen Tools mehr, sondern erhalten alles aus einer Hand. Insellösungen und Datensilos sind in vielen Unternehmen das Problem bei der Analyse. Anwender müssen häufig zwischen verschiedenen Werkzeugen wechseln, um Daten zu erhalten. Das entfällt mit Cloud for Analytics.

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