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IT-Awards 2020 Die beliebtesten Managed-Cloud-Anbieter 2020

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Elke Witmer-Goßner

Im Zuge der Digitalisierung verlagern immer mehr Unternehmen ihre Ressourcen und Prozesse in die Cloud. Anbieter entsprechender Managed Services sorgen dabei für Entlastung, da sich ihre Kunden nicht selbst um die Verwaltung der Cloud kümmern müssen.

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Die Angebote unter den Managed Clouds sind vielfältig und reichen von Public Clouds über Private Clouds mit dedizierter Infrastruktur bis hin zu Hybrid- und Multi-Cloud-Konzepten.
Die Angebote unter den Managed Clouds sind vielfältig und reichen von Public Clouds über Private Clouds mit dedizierter Infrastruktur bis hin zu Hybrid- und Multi-Cloud-Konzepten.
(Bild: gemeinfrei© Michael Schwarzenberger / Pixabay )

Die Managed Cloud ist ein wichtiger Faktor für viele Digitalstrategien in Unternehmen. Speziell für Firmen ohne das nötige Know-how zum sicheren und leistungsfähigen Betrieb einer Cloud-Plattform sind die Services interessant. Die Provider stellen hierbei nicht nur Speicherplatz und Anwendungen bereit, sondern übernehmen auch Verwaltung, Wartung und Absicherung der Plattform.

Entsprechender Bedarf ist eindeutig gegeben, wie die Studie „Managed Services 2020“ von IDG Research Services belegt. Demnach setzen 80 Prozent der über 800 Befragten auf derartige Managed Services. 20 Prozent vertrauen sogar „sehr stark“ auf solche Cloud-Dienste.

Flexibel und sicher

Die Angebote unter den Managed Clouds sind vielfältig und reichen von Public Clouds über Private Clouds mit dedizierter Infrastruktur bis hin zu Hybrid- und Multi-Cloud-Konzepten. In der Regel stehen die Provider ihren Kunden von Anfang an zur Seite und leisten eine Rundum-Betreuung von der Planung über die Integration der benötigten Dienste und Anwendungen bis hin zu Monitoring, Aktualisierung und Wartung.

Ein derartiges Sorglos-Paket kommt bei den Nutzern an, wie die IDG-Studie belegt: So herrscht allgemein hohe Zufriedenheit bei den befragten Anwendern. Besonders zufrieden sind die Unternehmen mit den individuellen Bezahlmodellen („Pay as you go“, 70 Prozent), den dadurch möglichen Kostenreduktionen (64 Prozent) sowie der flexiblen Ressourcennutzung (64 Prozent) und den gebotenen Collaboration Services (54 Prozent).

Wackelige Readiness

Allerdings zeigt die Studie auch Stolpersteine auf, die das hohe Tempo der Digitalisierung und der nötige Umbau der eigenen IT-Umgebung und deren Prozesse mit sich bringen. So geben 35 Prozent der Unternehmen unausgereifte Prozesse und die mangelnde Integrationsfähigkeit einzelner Cloud-Services in ihre bestehende Infrastruktur als Problem an. Zudem fällt es den Firmen oft schwer, sich von althergebrachten On-Premises-Paradigmen zu lösen und ihre IT-Landschaft entsprechend zu modernisieren.

Hier sind Fortschritte unumgänglich, denn die Cloud ist zunehmend tiefer in den Unternehmen verankert und häufig ein wichtiger Faktor, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und Innovationen zu fördern. Auch sind die in der Vergangenheit klar gezogenen Grenzen zwischen Fachabteilungen und IT zusehends verschwommen. Dennoch sieht die IDG-Studie einen Trend, der die IT-Abteilungen wieder verstärkt in die Pflicht nimmt. Dies liegt unter anderem an den hohen Anforderungen, die beispielsweise strategisches Provider-Management, die Orchestrierung hybrider Cloud-Architekturen und ganz allgemein die Umsetzung von Cloud-Projekten mit sich bringen.

Die Leser von CloudComputing-Insider haben abgestimmt. Beim Klick auf die Bildergalerie sehen Sie die drei Gewinner der Kategorie Managed Cloud 2020:

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Sicherheitsbedenken ausräumen

Noch immer sind Sicherheitsbedenken und manchmal auch Vorurteile bei vielen Unternehmen verbreitet, wenn es um den Einsatz von Cloud-Diensten geht. Ganz unbegründet ist das nicht: Neben der grundsätzlichen Frage, ob Unternehmensdaten bei externen Anbietern wirklich sicher aufgehoben sind, hat auch die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) einige zusätzliche Fallstricke etabliert.

An Managed-Cloud-Angeboten interessierte Kunden sollten daher im Vorfeld einige Eckpunkte abklopfen. Dazu zählt etwa, ob der gewünschte Anbieter sichere und zertifizierte Rechenzentren nutzt, die sich idealerweise im Inland, mindestens aber an einem DSGVO-konformen EU-Standort befinden. Zusätzlich sollten alle Datenschutzanforderungen abgedeckt und auch die durchgehende Verfügbarkeit sichergestellt sein. Dies wird in der Regel über Service Level Agreements (SLAs) mit dem Managed-Cloud-Provider fixiert.

Vorteile im Geschäftsalltag

Ist die Wahl eines Anbieters getroffen, punkten Managed Clouds im Geschäftsalltag mit diversen Vorteilen im Vergleich mit klassischen On-Premises-Systemen. Speziell kleine und mittelständische Unternehmen profitieren von kurzen Bereitstellungszeiten, geringem Verwaltungsaufwand und hoher Skalierbarkeit bei gleichzeitig transparenten Kosten – in aller Regel bezahlen sie nur für Ressourcen, die auch tatsächlich genutzt werden. Fehlendes Know-how im eigenen Unternehmen lässt sich durch die Beratungsleistungen der Provider ausgleichen. Zudem werden Systemausfälle dank Redundanz und Hochverfügbarkeit zur absoluten Ausnahme.

Weitere Vorzüge sind der ortsabhängige Zugriff auf Daten und Anwendungen sowie ein hohes Sicherheitsniveau, das sich auf vergleichbarem Niveau On-Premises nur mit hohem Aufwand erzielen lassen würde. Für Zukunftssicherheit ist ebenfalls gesorgt: Managed-Cloud-Anbieter modernisieren ihre Systeme durchgehend und stellen daher stets die nötige Leistungsfähigkeit sicher.

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