Hosts dynamisch konfigurieren

Monitoring von Cloud-Umgebungen und Containern

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Checkmk ist eine Monitoring-Lösung für hybride IT-Infrastrukturen.
Checkmk ist eine Monitoring-Lösung für hybride IT-Infrastrukturen. (Bild: Tribe29)

Die Münchner Firma Tribe29 hat nach einem Jahr Entwicklungszeit eine neue Version seiner Monitoring-Lösung Checkmk vorgestellt. Checkmk 1.6 biete intelligentes Monitoring von Cloud- und Container-Infrastrukturen sowie einen neuen Dienst zum dynamischen Konfigurieren von Hosts.

Von den neuen Features in Checkmk 1.6 sollen besonders Nutzer der Amazon Web Services und der Microsoft-Cloud Azure profitieren können. Die Monitoring-Daten der Amazon Web Services, so der Hersteller, gelangen über die AWS-HTTP-API direkt zum Spezialagenten, der auf dem Checkmk-Server läuft und die Daten auswertet. Um die Kosten dieser API-Aufrufe gering zu halten, sei der neue Spezialagent so angelegt, dass dieser möglichst wenig API-Calls benötigt. Ein eigener Check würde außerdem die AWS-Kosten überwachen.

Auch für die Microsoft-Cloud seien ein eigener Spezialagent sowie eine Reihe von Check-Plug-ins verfügbar, u.a. zur Überwachung von Storage und Datenbanken. Checkmk kommuniziere über die Azure-API mit der Cloud. Jede Azure-Ressourcengruppe sei in der Monitoring-Software als Host dargestellt. Die Ressourcen innerhalb einer Gruppe würden automatisch in Checkmk integriert, sodass kein gesonderter Konfigurationsaufwand notwendig sei.

Wer Docker, Kubernetes oder OpenShift mit Checkmk überwachen möchte, dürfe sich ebenfalls über Verbesserungen freuen. Checkmk behalte Cluster, Knoten und persistenten Speicher sowie Pods, Deployments und Microservices im Auge. Gerade im Bereich Docker-Monitoring habe sich einiges getan: Der Docker-Check sei komplett überarbeitet worden und funktioniere jetzt auch zusammen mit älteren Docker-Versionen.

Labels und mehr Dynamik

Mit Version 1.6 führt Checkmk sogenannte Labels für Hosts und Services ein. Ein Host könne beliebig viele Labels haben. Sie würden ähnlich wie Tags funktionieren und könnten als flexible Bedingungen in Regeln verwendet werden. Labels seien vor allem in Container- und Cloud-Umgebungen weitverbreitet – Checkmk könne sie automatisch übernehmen, um Regeln, Suchanfragen usw. zu erstellen.

Gerade in Cloud- und Container-Umgebungen wechsle die Anzahl der zu überwachenden Hosts häufig, denn es würden automatisch neue hinzukommen und alte verschwinden. Es sei zu aufwendig, die Konfiguration der Monitoring-Software von Hand aktuell zu halten. Der neue Dynamic Configuration Daemon (DCD) der Checkmk Enterprise Edition (CEE) vereinfache das Arbeiten in diesen komplexen, dynamischen Infrastrukturen. Er könne z.B. Kubernetes-Nodes, AWS-EC2-Instanzen, Azure-Ressourcengruppen und vSphere-Hosts automatisch erkennen und nicht mehr vorhandene Hosts selbstständig entfernen.

Neue Plug-ins und Teamwork

Checkmk 1.6 biete neue Checks zum Überwachen von Elasticsearch, Splunk, SAP Hana, Oracle, Cisco UCS, Enviromux, Checkpoint, Dell, Fujitsu und HP Management Boards. Insgesamt hätten die Entwickler über 100 neue Plug-ins seit der Vorgängerversion 1.5 beigesteuert. Die Gesamtzahl der Checkmk-Erweiterungen sei damit auf 1700 gestiegen.

Außerdem arbeite die Monitoring-Lösung jetzt mit i-doit, Slack, ServiceNow, JIRA, Opsgenie, VictorOps, PagerDuty und Mattermost zusammen. Die neuen Integrationen sollen dafür sorgen, dass Checkmk selbstständig die externen Plattformen „befüllt“. So könnten eigene Notification-Regeln beispielsweise automatisch JIRA- oder ServiceNow-Tickets erstellen.

Tribe29 plant, demnächst eine freie, auf zehn Hosts limitierte Version der Checkmk Enterprise Edition zu Testzwecken anzubieten.

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