Souveräne Cloud
Warum Datenschutz und Souveränität bei der Cloud zusammengehören

Von Dipl.-Phys. Oliver Schonschek 4 min Lesedauer

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Die Datenschutzkonferenz (DSK) hat schon vor längerer Zeit ihre Vorstellungen von einer souveränen Cloud veröffentlicht. Doch warum befasst sich der Datenschutz überhaupt mit der Souveränität der Cloud? Und was zeigt sich, wenn man die neuen Souveränitätskriterien C3A des BSI mit den Forderungen der Datenschützer vergleicht?

Streng genommen ist souveräner Cloud-Betrieb Voraussetzung für die Einhaltung des Datenschutzes nach DSGVO, die den Verbleib personenbezogener Daten innerhalb ihres Anwendungsbereichs fordert.(Bild: ©  CuteBee - stock.adobe.com / KI-generiert)
Streng genommen ist souveräner Cloud-Betrieb Voraussetzung für die Einhaltung des Datenschutzes nach DSGVO, die den Verbleib personenbezogener Daten innerhalb ihres Anwendungsbereichs fordert.
(Bild: © CuteBee - stock.adobe.com / KI-generiert)

Ohne Zweifel ist digitale Souveränität zusammen mit Resilienz eines der vorherrschenden Themen in politischen und wirtschaftlichen Diskussionen in der EU. Das ist bei Datenschutzaufsichtsbehörden nicht anders. So erklärt zum Beispiel Dr. h.c. Marit Hansen, Landesbeauftragte für Datenschutz und Landesbeauftragte für Informationszugang Schleswig-Holstein: „Wir brauchen weniger Abhängigkeiten, mehr Verlässlichkeit und Transparenz, mehr Garantien für europäische Werte – und das bedeutet im Endeffekt: Datenschutz im Schulterschluss mit der digitalen Souveränität.“

Da nun das Cybersicherheitsrecht „Sicherheit by Design“ von den Herstellern internetfähiger Produkte über die gesamte Lieferkette verlange, liege es nahe, auch mehr „Datenschutz by Design“ einzufordern und die Hersteller gesetzlich stärker in die Pflicht zu nehmen.