Cybersicherheit in souveränen Clouds
Kriterienkatalog C3A des BSI setzt neuen Maßstab für souveräne Cloud-Nutzung

Von Elke Witmer-Goßner 5 min Lesedauer

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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat mit den „Criteria enabling Cloud Computing Autonomy“ ein Framework veröffentlicht, das erstmals objektive und überprüfbare Kriterien für die selbstbestimmte Nutzung von Cloud-Diensten definiert.

Mit den C3A-Kriterien sendet das BSI ein klares Signal: Digitale Souveränität in der Cloud soll sich anhand konkreter, überprüfbarer Kriterien messen und einfordern lassen.(Bild: ©  Rawf8 - stock.adobe.com)
Mit den C3A-Kriterien sendet das BSI ein klares Signal: Digitale Souveränität in der Cloud soll sich anhand konkreter, überprüfbarer Kriterien messen und einfordern lassen.
(Bild: © Rawf8 - stock.adobe.com)

Der Kriterienkatalog reagiert auf eine zunehmend brisante Bedrohungslage: die sogenannte Cyber Dominance – also die Fähigkeit von Technologieanbietern, dauerhaft Zugriff auf Systeme und Daten ihrer Kunden zu behalten.

Drei Bedrohungsarten im Fokus der Cybersicherheit

Deutschland und Europa sehen sich einer anhaltenden Welle von Cyberangriffen ausgesetzt. Neben dem finanziell motivierten Cyber Crime und staatlich gelenkten Angriffen im Bereich Cyber Conflict rückt eine dritte Bedrohungsdimension immer stärker ins gesamtgesellschaftliche Bewusstsein: Cyber Dominance. Dieser Begriff beschreibt das Risiko, das entsteht, wenn Hersteller digitaler Produkte aufgrund ihrer technologischen Marktstellung in der Lage sind, dauerhaft auf die Systeme und Daten ihrer Kunden zuzugreifen. Die damit verbundene Abhängigkeit betrifft in besonderem Maße Cloud-Dienste, deren Nutzung für Unternehmen, Behörden und Organisationen in Europa längst unverzichtbar geworden ist.