OpenDesk als Notfallarbeitsplatz für Sozialversicherungen Positive Bilanz im Krisenfall-Verbundprojekt

Von Agnes Panjas 2 min Lesedauer

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Das Verbundprojekt „Cloudbasierte Kommunikation für kritische Infrastrukturen“ (CKKI) hat gemeinsam getestet, ob OpenDesk als Notfallarbeitsplatz für Sozialversicherungen geeignet ist. Das Ergebnis: Die Open-Source-Lösung ist bereits jetzt einsetzbar.

(Maks Lab - stock.adobe.com)
(Maks Lab - stock.adobe.com)

Als souveräne Open-Source-Alternative zu klassischen Office-Suiten wird OpenDesk vom Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS) entwickelt. Nun hat die Deutsche Rentenversicherung Bund, die Bundesagentur für Arbeit, die BITMARCK Holding GmbH und die BG-Phoenics GmbH haben gemeinsam mit dem Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) erprobt, ob und wie die Office- und Kollaborationssuite openDesk als Notfallarbeitsplatz für Sozialversicherungen eingesetzt werden kann. Das Ergebnis ist erfreulich: OpenDesk ist bereits jetzt in der Krisenkommunikation einsetzbar.

Was ist OpenDesk?

openDesk kann von der Öffentlichen Verwaltung sowohl als Standard-Arbeitsplatzlösung als auch für die Kommunikation im Krisenfall genutzt werden. Das ZenDiS verantwortet als Product Owner die Weiterentwicklung der Lösung und koordiniert das Ökosystem der Betreiber. Bei Interesse an der Einführung von openDesk für die Krisenkommunikation, stehen die im Rahmen des CKKI-Projekts erprobten Cloud-Betreiber Ionos, StackIT und T-Systems interessierten Organisationen für Fragen zur Verfügung.

Positive Testergebnisse unter Realbedingungen

In vier eigenständigen OpenDesk-Instanzen wurden Interoperabilität, Konnektivität und der übergreifende Nutzen unterschiedlicher Cloud-Infrastrukturen exemplarisch erprobt. Umgesetzt wurde das Projekt gemeinsam mit den Verbundpartnern IONOS, STACKIT und T-Systems und gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) durch Finanzierung der Europäischen Union.

In Business-Continuity-Management-Testszenarien (BCM) unter Realbedingungen wurden die openDesk-Module Dateien, Chat, E-Mail und Videokonferenz von Testusern auf ihre Krisentauglichkeit geprüft – mit durchweg positivem Ergebnis. Auch die Migration der Instanzen zwischen zwei unterschiedlichen Cloud-Plattformen wurde erfolgreich durchgeführt und bestätige damit die Flexibilität der Lösung im Zusammenspiel verschiedener Cloud-Anbieter.

„Das Projekt zeigt, welches Potenzial in souveränen Open-Source-Lösungen steckt: openDesk kann auch unter Krisenbedingungen schnell, dezentral und verlässlich bereitgestellt werden. Gerade für kritische Infrastrukturen ist das ein starkes Signal“, sagt Leonhard Kugler, Geschäftsführer ZenDiS. Digitale Souveränität sei seiner Meinung nach „kein abstraktes Ziel, sondern konkrete Handlungsfähigkeit im Ernstfall.“

Erkenntnisse fließen in europäische Cloud-Initiative ein

Die Projektergebnisse fließen direkt in die 8ra-Initiative der Europäischen Union ein, die eine sichere und souveräne Cloud- und Edge-Infrastruktur in Europa aufbauen will, in der verschiedene Anbieter zusammenarbeiten können.

Dr. Matthias Flügge, Direktor der Deutschen Rentenversicherung Bund, betont: „Als eine der größten Sozialversicherungen Europas tragen wir eine besondere Verantwortung dafür, dass sensible Daten und kritische Kommunikationswege auch in Krisensituationen sicher, geschützt und nutzbar bleiben.“ Der erfolgreiche Abschluss des CKKI-Projektes habe für gezeigt, „dass leistungsfähige Open-Source-Lösungen für die öffentliche Verwaltung eine tragfähige Option darstellen.“

Konsultationsprozess startet im August

Auf Basis der Projektergebnisse startet Ende August ein öffentlicher Konsultationsprozess, an dem interessierte Akteurinnen und Akteure aus der Öffentlichen Verwaltung aktiv teilnehmen können. Ziel ist es, die im CKKI-Verbundprojekt gewonnenen Erkenntnisse zu vertiefen und den Einsatz von openDesk als souveränen Notfallarbeitsplatz weiter zu skalieren. Wer sich für souveräne, krisenfeste Kollaborationslösungen interessiert, ist eingeladen, sich am Prozess zu beteiligen.

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