Enterprise-IT steht vor neuen Herausforderungen
KI-Agenten verändern die SaaS-Landschaft – und zwingen CIOs zum Handeln

Von Michael Matzer 8 min Lesedauer

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Der Einsatz von KI-Chatbots und -Agenten wird von den großen KI-Anbietern energisch propagiert. Doch die Praxis zeigt, dass bereits eine Schatten-IT mit KI entstanden ist, die CIOs zum Handeln zwingt. Welche Rolle ein IT-Leiter dabei künftig spielen könnte, stellen der polnische Co-CEO von Boldare, Piotr Majchrzak, und AWS-Manager Matthias Patzak vor.

Aus Schatten-IT wird eine strategische Aufgabe: CIOs müssen KI-Agenten sicher integrieren und zugleich entscheiden, welche Prozesse künftig auf SaaS oder Eigenbau setzen.(Bild: ©  Romolo Tavani - stock.adobe.com)
Aus Schatten-IT wird eine strategische Aufgabe: CIOs müssen KI-Agenten sicher integrieren und zugleich entscheiden, welche Prozesse künftig auf SaaS oder Eigenbau setzen.
(Bild: © Romolo Tavani - stock.adobe.com)

Schatten-IT gibt es schon lange. Aber mit generativer künstlicher Intelligenz (KI) entsteht eine neue Form: Mitarbeitende nutzen Chatbots und KI-Agenten, wenn offizielle Lösungen zu langsam, zu unflexibel oder nicht verfügbar sind.

Insofern überrascht die unkontrollierte Nutzung von KI-Tools auch nicht. Die Mitarbeitenden werden immer diejenigen Werkzeuge nutzen, die ihnen zur besten Produktivität verhelfen. „Die Ursache liegt in der Regel darin, dass offizielle Angebote entweder zu langsam bereitgestellt werden, zu eingeschränkt sind oder für bestimmte Anwendungsfälle schlicht nicht existieren“, sagt Matthias Patzak, Executive in Residence bei AWS. „Dieses Muster wiederholt sich jetzt mit generativer KI. Klare Richtlinien sind notwendig, aber Verbote allein funktionieren nicht. Sie treiben die Nutzung nur in die Unsichtbarkeit.“