Definition: Deployment - Bereitstellungsmodelle von Cloud Services

Was ist Deployment?

| Autor / Redakteur: il1411 / Florian Karlstetter

Deployment und die verschiedenen Arten der Bereitstellung von Cloud Computing Services.
Deployment und die verschiedenen Arten der Bereitstellung von Cloud Computing Services. (Bild: gemeinfrei (geralt / pixabay) / CC0)

Unter Deployment versteht man die Bereitstellung von Software. Auch Cloud Services werden auf verschiedene Weise bereitgestellt. Je nachdem, an welche Zielgruppen sich die Services richten und von wem sie angeboten werden, spricht man von Public, Private, Hybrid und Community Clouds.

Cloud Computing und seine Eigenschaften: Der Begriff „Cloud Computing“ fasst diejenigen IT-Dienstleistungen zusammen, die über ein Netz - in aller Regel dem Internet - angeboten werden und die dynamisch und an den jeweiligen Bedarf angepasst genutzt und abgerechnet werden. Dabei erfolgt sowohl das Bereitstellen als auch die Nutzung dieser Dienstleistungen ausschließlich über fest definierte technische Protokolle und Schnittstellen. Das Angebot an Services, die über Cloud Computing verfügbar sind, ist breitgefächert und umfasst das gesamte Spektrum der Informationstechnik. Unter anderem gibt es Dienstleistungen aus den Bereichen Software, Infrastruktur (z.B. Speicherplatz oder Rechenleistung) und Plattformen. Die Bereitstellung (Deployment) dieser Dienstleistungen kann auf unterschiedliche Weise erfolgen.

Deployment-Modelle (Bereitstellungsmodelle)

Das National Institute of Standards and Technology (NIST), eine US-amerikanische Standardisierungsstelle, unterscheidet zwischen vier verschiedenen Modellen der Bereitstellung. Hierzu zählen die Private Cloud, die Public Cloud, die Hybrid Cloud und die Community Cloud. Diese vier Modelle decken allerdings nicht alle möglichen Varianten von Cloud-Dienstleistungen ab - ein Umstand, der zu weiteren, komplexeren Definition wie beispielsweise „Virtual Private Cloud“ führt.

Public Cloud

Von einer Public Cloud (öffentlichen Cloud) spricht man dann, wenn das Angebot frei zugänglich ist, so dass es über das Internet von der Allgemeinheit bzw. zumindest von einer großen Gruppe genutzt werden kann. Beispiele für solche Public Cloud Angebote sind Webmailer-Dienste oder Online-Textverarbeitungsprogramme wie Google Docs. Neben kostenfreien Angeboten zählen auch kostenpflichtige Services wie SAP Business by Design oder Microsoft Office 365 zu den Dienstleistungen, die über eine Public Cloud angeboten werden.

Private Cloud

Das genaue Gegenteil zur Deployment-Art der „Public Cloud“ ist die „Private Cloud“. Aus Gründen der IT-Sicherheit und des Datenschutzes ziehen es nämlich zahlreiche Unternehmen noch immer vor, die unternehmensinternen IT-Dienste selbst zu betreiben und nur den Mitarbeitern des Unternehmens zugänglich zu machen. Werden diese Dienste aber derart angeboten, dass die Mitarbeiter Cloud-typische Funktionen und Mehrwerte nutzen können, spricht man von einer Private Cloud. Beispiele für solche Cloud-typischen Funktionen sind wartungs- und installationsfreie IT-Anwendungen, welche über den Webbrowser laufen, sowie eine skalierbare IT-Infrastruktur.

Hybrid Cloud

Neben den Bereitstellungsarten Public Cloud und Private Cloud gibt es auch diverse Mischformen, die die Eigenschaften und Funktionen der beiden Ansätze miteinander kombinieren. So können bei öffentlichen Anbietern bestimmte Services über das (öffentlich zugängliche) Internet laufen, während datenschutzkritische Daten und Anwendungen unternehmensintern verarbeitet werden. Bei Hybrid Clouds liegt die große Herausforderung somit darin, die einzelnen Geschäftsprozesse in datenschutzunkritische und datenschutzkritische Workflows zu unterteilen. Voraussetzung für eine solche Trennung ist eine konsequente und saubere Klassifizierung aller im Unternehmen genutzten und vorhandenen Daten.

Community Clouds

Unter den verschiedenen Deployment-Arten nehmen die sogenannten Community Clouds eine Sonderstellung ein. Als Community Cloud bezeichnet man Cloud-Infrastrukturen, die von mehreren Unternehmen gleichzeitig bereitgestellt und genutzt werden - beispielsweise im Rahmen eines gemeinsamen Projektes. Durch die Community Cloud haben dann alle am Projekt Beteiligten die Möglichkeit, die dort verfügbaren Dienste zu nutzen. Diese Dienste sind folglich nicht öffentlich verfügbar, sondern auf einen fest definierten Nutzerkreis beschränkt.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Aktuelle Beiträge zu diesem Thema

Container haben sich durchgesetzt

Crisp und PAC sind sich sicher:

Container haben sich durchgesetzt

Container-Technologien sind zu einer Basis-Technologie im Werkzeugkasten agiler DevOps-Teams avanciert. Virtuelle Maschinen haben sich als zu kompliziert erwiesen. lesen

Mehr Zusammenarbeit in der Multi-Cloud

F5 Networks Strategie

Mehr Zusammenarbeit in der Multi-Cloud

„Es gibt ein riesiges Potenzial zur Erweiterung und Verbesserung unserer Strategie“, stellt Gad Elkin, EMEA Vice President of Partner Sales bei F5, selbstkritisch fest. Mit dem Umbau des Partnernetzwerks stellt sich der Security-Anbieter den Anforderungen der Multi-Cloud-Welt. lesen

Software-Engineering im Cloud-Zeitalter

Cloud 2018 Technology & Services Conference

Software-Engineering im Cloud-Zeitalter

Damit Automatisierungs- und Cloud-Projekte nicht scheitern, muss die entsprechende IT-Landschaft auf ihre „Cloud-readyness“ hin untersucht werden. Worauf es hierbei ankommt und welche Technologien bei der Umsetzung helfen, erklärt Prof. Daniel Jobst von der OTH Regensburg im Vorfeld der „Cloud Technology & Services Conference“. lesen

Was macht Suse am OpenStack-Markt?

Interview mit Terry Schlosser, Marketing-Leiterin von Suse

Was macht Suse am OpenStack-Markt?

Suse, der einstige deutsche Linux-Distributor, hat sich völlig geändert. Eine zentrale Rolle bei der neuen globalen Positionierung spielt OpenStack. Produktmarketing-Leiterin Terry Schlosser erklärte im Interview mit Ludger Schmitz, wie sich Suse aufgestellt hat. lesen

Damit die Cloud und das Business doch noch Freunde werden

Let´s talk about Apps

Damit die Cloud und das Business doch noch Freunde werden

Frage: Wie fahren Unternehmen ihre Cloud gegen die Wand? Antwort: Einfach weitermachen wie gehabt. Denn wer Cloud Computing auch zukünftig nur als Infrastrukturthema begreift, rein technikgetrieben Deployment-Modelle entwickelt und die Applikationsebene damit vor vollendete Tatsachen stellt, tut genau das Richtige, um die Kollegen aus dem Business zu Alleingängen in die Public Cloud zu drängen. lesen

Komplexität und Datenintegration in der Multi-Cloud fordern Unternehmen heraus

Rackspace-Studie untersucht Status quo der Cloud-Nutzung

Komplexität und Datenintegration in der Multi-Cloud fordern Unternehmen heraus

Die Cloud macht den IT-Betrieb einfacher, ist billiger, flexibler, skalierbarer, sicherer. Diese Botschaft ist definitiv angekommen, wie viele Studienergebnisse bezeugen, und cloud-basierte Systeme werden inzwischen von sehr vielen Unternehmen eingesetzt. lesen

Welche Vorteile bietet eine hyperkonvergente Infrastruktur?

[Gesponsert]

Cisco HyperFlex

Welche Vorteile bietet eine hyperkonvergente Infrastruktur?

Viele Unternehmen suchen eine Möglichkeit, die Bereitstellung neuer geschäftsorientierter IT-Services zu beschleunigen und zu vereinfachen. Hyperkonvergenz liefert die erforderliche Flexibilität. lesen

Azure IoT Edge jetzt allgemein verfügbar

IoT-Plattform von Microsoft

Azure IoT Edge jetzt allgemein verfügbar

Microsoft hat die IoT-Plattform Azure IoT Edge allgemein verfügbar gemacht. Die als Open Source Software auf GitHub bereitgestellte IoT-Plattform, die sich seit einem Jahr in Erprobung befand, ist zum General Availability (GA) Release um weitere Funktionen erweitert worden. lesen

Hohe Erwartungshaltung an Managed Service Provider

IT-Automatisierung

Hohe Erwartungshaltung an Managed Service Provider

Unternehmen treiben für mehr Effizienz die Digitalisierung ihrer Strukturen, Prozesse oder Produkte voran. Sie wollen schneller, innovativer, kostensparender agieren – und am besten voll automatisiert. Dabei setzen sie zunehmend auf die Zusammenarbeit mit Managed Service Provider. lesen

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44714405 / Definitionen)