Definition: Virtualisierungsplattform VMware vSphere

Was ist VMware vSphere?

| Autor / Redakteur: il1411 / Florian Karlstetter

Definition: VMware vSphere - die Virtualisierungsplattform von VMware.
Definition: VMware vSphere - die Virtualisierungsplattform von VMware. (Bild: gemeinfrei (geralt / pixabay) / CC0)

Bei VMware vSphere handelt es sich um eine Sammlung von Software, welche im Bereich der Server- und Rechenzentrumsvirtualisierung Anwendung findet. Sogar ganze Rechenzentren lassen sich damit vollständig virtualisieren.

VMware vSphere - die Virtualisierungsplattform von VMware: vSphere basiert auf dem Konzept der Virtualisierung und nutzt dessen Leistungsstärke, um Datencenter in eine Art vereinfachte Cloud-Computing-Infrastruktur umzuwandeln. Hierdurch wird IT-Organisationen ermöglicht, IT-Dienste flexibel und zuverlässig bereitzustellen. Als Cloud-Betriebssystem verwaltet VMware vSphere große Infrastrukturen wie Speicher, Netzwerke und CPUs in Form einer dynamischen und nahtlosen Betriebsumgebung. Darüber hinaus verwaltet die Softwaresammlung das Datencenter in all seiner Komplexität. VSphere besteht aus den folgenden Komponenten:

  • Infrastrukturdienste
  • Anwendungsdienste
  • VMware vCenter Server
  • Clients

Infrastruktur- und Anwendungsdienste

Infrastrukturdienste sind diejenigen Dienste, die zum Abstrahieren, Zusammenfassen und Zuweisen von Infrastrukturressourcen oder Hardware verwendet werden. Dabei lassen sich die Infrastrukturdienste von VMware vSphere in die Kategorien vCompute, vStorage und vNetwork unterteilen.

Zur Kategorie vCompute zählen Funktionen, welche die zugrunde liegenden Ressourcen von mehreren einzelnen Servern zusammenfassen und dann verschiedenen Anwendungen zuweisen. vStorage umfasst Technologien, mit denen sich der Speicher in der virtuellen Umgebung effizient verwalten und verwenden lässt. Zu vNetwork wiederum gehören Technologien, mit denen Netzwerke in virtuellen Umgebungen vereinfacht und verbessert werden können. Anwendungsdienste sind diejenigen Dienste, die für die Skalierbarkeit, Verfügbarkeit und Sicherheit von Anwendungen zuständig sind. Zu den Anwendungsdiensten von VMware vSphere zählen unter anderem Fehlertoleranz und HA.

VMware vCenter Server und Clients

Der vCenter Server ist eine weitere Komponente von VMware vSphere. Zu ihm gehören grundlegende Datencenterdienste wie Leistungsüberwachung, Zugriffssteuerung und Konfiguration. Über die Clients können die Benutzer auf das Datencenter von VMware vSphere zugreifen. Ein Zugriff auf das Datencenter ist sowohl über einen Webbrowser via Web Access möglich als auch über den vSphere-Client.

Die Funktionsweise von VMware vSphere

Bei VMware vSphere handelt es sich um einen sogenannten Hypervisor, der eine Zwischenschicht zwischen Hardware und vorhandenem Betriebssystem und weiteren (Gast-)Betriebssystemen ist. Der Hypervisor definiert eine virtuelle Umgebung, die als Grundlage für die Installation weiterer (Gast-)Betriebssysteme dient.

Für vSphere setzt VMware sowohl Open-Source- und Linux-basierte Elemente als auch den eigentlichen VMkernel ein, bei welchem es sich um proprietäre Software handelt. Bei VMware vSphere werden virtuelle Maschinen in den Verzeichnissen sogenannter Datastores gespeichert. Die wichtigsten Dateiarten sind die virtuellen Festplatten (*.vmdk-Dateien) und die Konfigurationsdateien (*.vmx-Dateien).

VMware vSphere Editionen

Mit Essential, Essential Plus, Enterprise, Enterprise Plus, Standard und vSphere Desktop gibt es sechs verschiedene Versionen von VMware vSphere. Diese Editionen unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern auch in den vorhandenen Funktionen wie IO-Control, maximale Anzahl virtueller Prozessoren oder virtuelle verteilte Switches. Die beiden Essential-Versionen von vSphere wurden speziell für den Einsatz in kleineren und mittleren Unternehmen entwickelt. Neben den eben genannten Editionen gibt es weiterhin eine kostenfreie Version, die allerdings mit einigen Einschränkungen verbunden ist.

Die wichtigsten Funktionalitäten im Überblick

Die zentralen Funktionalitäten von VMware vSphere ermöglichen einen hohen Grad an Automatisierung und eine starke Ressourcenkonsolidierung. Hierzu zählt unter anderem die Funktion "Snapshot", die in der Lage ist, den Zustand einer virtuellen Maschine "einzufrieren", so dass man zu diesem Zustand wieder zurückkehren kann. Des Weiteren gibt es mit vMotion eine Funktion, mit denen laufende virtuelle Maschinen ohne Unterbrechung von einem vSphere-Server auf einen anderen umziehen können. Ein solcher Umzug kann beispielsweise im Rahmen der manuellen Lastverteilung oder während der Wartung der Hardware erforderlich sein.

HA (High Availability) ist eine weitere wichtige Funktion von VMware vSphere. HA ermöglicht nämlich eine hohe Verfügbarkeit dadurch, dass bei einem Host-Ausfall die dort laufenden virtuellen Maschinen auf einem anderen vSphere-Host automatisch neu gestartet werden. Darüber hinaus gibt es mit FT (Fault Tolerance) eine Funktion, die mit Hilfe von vCenter und der entsprechenden Hardware das Clustering der wichtigsten Systeme unterstützt.

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