Toms Wochentipp: Word, Excel und PDF direkt aus dem Prompt So geht Dateierzeugung in der Gemini App

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

Google erweitert Gemini um eine native Dateierzeugung. Aus einem Prompt in der Konversation generiert die App Word-Dokumente, Excel-Tabellen, PDFs und Workspace-Dateien. Der Wechsel in eine andere Anwendung samt Nachformatierung ist nicht mehr notwendig.

Die Gemini-App erstellt jetzt ohne App-Wechsel direkt aus dem Prompt fertige Dateien in Word, Excel, PDF und Google-Workspace-Formaten.(Bild:  Joos - Google)
Die Gemini-App erstellt jetzt ohne App-Wechsel direkt aus dem Prompt fertige Dateien in Word, Excel, PDF und Google-Workspace-Formaten.
(Bild: Joos - Google)

Gemini erzeugt jetzt fertige Dateien in verbreiteten Büroformaten. Maryam Sanglaji, Group Product Manager für die Gemini App, beschreibt das Update in einem Blogeintrag. Bislang lief der Weg vom Chatergebnis ins fertige Dokument über Copy and Paste, gefolgt von manueller Nachformatierung in einer separaten Anwendung. Die neue Funktion baut das Zieldokument im Chat und legt es zum Download bereit.

Microsoft-Formate stehen gleichberechtigt neben Workspace

Die Liste der Zielformate deckt die Microsoft-Office-Familie mit .docx und .xlsx, das PDF-Format sowie die Google-eigenen Anwendungen Sheets, Slides und Docs ab. Ergänzend kommen CSV, TXT, RTF, LaTeX und Markdown hinzu. Mit der Aufnahme von Word und Excel rücken die Microsoft-Formate auf die gleiche Stufe wie die Workspace-Dateien, statt nur als Ziel für nachträglich übertragene Inhalte zu dienen. Aus einem Dialog über ein Quartalsbudget exportieren Anwender eine Excel-Datei, aus einer technischen Recherche ein Word-Dokument, jeweils ohne Wechsel der Anwendung.

Direkter Download oder Übergabe an Drive

Nach der Erzeugung steht die Datei für die meisten Formate zum Download auf das lokale Endgerät bereit oder lässt sich nach Google Drive übertragen. Der gesamte Workflow läuft im Chatfenster der Gemini-App ab. Workspace-Dateien öffnen sich in der zugehörigen Web-App und stehen für die kollaborative Bearbeitung bereit. Bei PDFs, Word- und Excel-Dateien legt die App das Dokument als eigenständige Datei am gewählten Ort ab und gibt es zur Weiterverarbeitung an die Microsoft-Office-Anwendungen oder einen PDF-Reader weiter.

Verfügbarkeit und Positionierung im Markt der KI-Assistenten

Sämtliche Nutzer erhalten den Zugang weltweit, ohne Staffelung nach Tarif oder Region. Damit zieht der Anbieter mit ChatGPT und vergleichbaren Assistenten gleich, die eine Dateierzeugung samt Office-Export bereits seit längerer Zeit unterstützen. In gemischten Office-Landschaften, in denen Microsoft 365 und Google Workspace parallel im Einsatz sind, vergrößert das Update den Spielraum für KI-gestützte Dokumentarbeit ohne Toolwechsel. Für IT-Administratoren rücken damit Fragen zu Datenfluss, Klassifizierung der erzeugten Dateien und Compliance-Bewertung in den Vordergrund, da der Assistent jetzt eigenständig persistente Artefakte produziert.

Konsequenzen für den Einsatz im Unternehmen

Die Erweiterung verkleinert die Lücke zwischen Konversation und Dokumentablage. Entscheider in IT-Abteilungen sollten in Zukunft die Gemini-Ausgaben in vorhandene Data-Loss-Prevention- und Klassifizierungsprozesse einbinden, da Word-, Excel- und PDF-Dateien aus dem Chat denselben Schutzstatus benötigen wie Dokumente aus den nativen Office-Anwendungen. Mit dem Update verschiebt sich die Rolle der KI-Assistenz weiter in Richtung einer eigenständigen Dokumentquelle und das Zusammenspiel mit Microsoft 365 und Google Workspace gewinnt im operativen Berichtswesen und in der Projektarbeit an Gewicht.

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