Studie Die Cloud-Wahl deutscher Unternehmen: Teurer, aber souverän?

Von Agnes Panjas 2 min Lesedauer

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Für viele Unternehmen ist eine teurere, aber souveränere Cloud nicht mehr nur die zweite Wahl. Eine neue Plusserver-Studie zeigt: Für Digitale Souveränität würden viele deutsche Unternehmen sogar höhere Kosten und Komplexität akzeptieren.

Weg von der Hyperscaler-Abhängigkeit: Laut der Studie „Digitale Souveränität 2026“  investieren deutsche Unternehmen zunehmend in mehr Datenkontrolle – auch wenn es mehr kostet.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
Weg von der Hyperscaler-Abhängigkeit: Laut der Studie „Digitale Souveränität 2026“ investieren deutsche Unternehmen zunehmend in mehr Datenkontrolle – auch wenn es mehr kostet.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Cloud, ja – aber bitte souverän! Immer mehr Unternehmen haben genug von der Hyperscaler-Abhängigkeit und wollen die Kontrolle über ihre Daten zurück. Eine neue Plusserver-Studie zeigt, wie ernst es deutschen Unternehmen mittlerweile ist – und zeigt, dass diese bereit sind, für mehr Digitale Souveränität auch tiefer in die Tasche zu greifen.

Höhere Kosten und mehr Digitale Souveränität

Entsprechend stufen in technologischer Hinsicht 71,1 Prozent der Befragten das Thema Digitale Souveränität als sehr wichtig oder geschäftskritisch essenziell ein. Ähnliche Werte ergeben sich auch in puncto Daten, Datenhaltung und Datenzugriff (69,7 %) und bei der operativen Souveränität (64,5 %). Ebenso spannend ist der Blick auf die untere Hälfte der Skala: In allen drei Bereichen liegt der Wert der Unternehmen, die das Thema als (vollkommen) unwichtig einstufen, bei unter 3 Prozent. Das belegt, dass sich Unternehmen unabhängig von ihrer Größe und Branche derzeit stark auf das Thema Digitale Souveränität fokussieren.

Was Souveränität für Unternehmen bedeutet

Warum die Einschätzungen entsprechend ausfallen, zeigt sich an der Frage, was Unternehmen mit Digitaler Souveränität verbinden. Über die Hälfte nennen IT-Sicherheit und Cybersecurity, 42,9 Prozent die Kontrolle über eigene Daten. Weitere wichtige Punkte sind die Unabhängigkeit von Technologieanbietern und Fragen der Regulierung. Es geht den Befragten beim Thema Souveränität also besonders um das Thema Risikominimierung.

Hat der große Cloud-Umbau begonnen?

Entsprechend konkret fallen die geplanten Schritte aus, die besonders häufig mit einem Infrastrukturwechsel einhergehen. 34 Prozent planen die Nutzung souveräner Cloud-Lösungen, 29,8 Prozent eine Multicloud-Strategie und 13,8 Prozent planen einen Wechsel oder eine Migration zu souveränen europäischen Lösungen. Das Thema Cloud rückt also immer mehr in den Fokus. Dafür wird auch die Frage der Zukunftsfähigkeit mit Blick auf Künstliche Intelligenz verantwortlich sein.

32,4 Prozent entscheiden sich für Souveränität statt Preis

Wie stark die Brisanz inzwischen ist, wird an anderer Stelle eindrücklich beleuchtet: Wenn eine europäische Lösung 90 Prozent der Funktionen eines US-Marktführers bietet und gleichzeitig 100 Prozent Digitale Souveränität garantiert, entscheiden sich laut Umfrage 32,4 Prozent für diese Lösung, unabhängig vom Preis.

„Unternehmen bewerten Digitale Souveränität heute entlang von Technologie, Datenhaltung und operativer Steuerbarkeit. Wenn sie Funktionsumfang abwägen, dann betrifft das in der Praxis meist sehr spezifische Komfort- und Spezial-Features einzelner Ökosysteme. Den Kern geschäftskritischer Anwendungen sichern sie weiterhin ab“, kommentiert Dr. Marc Wilczek, CEO bei Plusserver, die Ergebnisse. Entscheidend sei heute, „dass Datenhaltung, Rechtsraum und Exit-Optionen von Anfang an Teil der Cloud-Strategie sind“.

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