KI für die Cloud

So hilft Künstliche Intelligenz bei der Cloud-Optimierung

| Autor / Redakteur: Oliver Schonschek / Florian Karlstetter

Unternehmen versprechen sich einige Unterstützung durch Künstliche Intelligenz (KI). Entsprechende Aufgaben kann KI auch im Cloud Computing übernehmen.
Unternehmen versprechen sich einige Unterstützung durch Künstliche Intelligenz (KI). Entsprechende Aufgaben kann KI auch im Cloud Computing übernehmen. (Bild: Sopra Steria Consulting)

Artificial Intelligence (AI) kann nicht nur bei der Absicherung der Cloud wichtige Funktionen übernehmen. Auch die Cloud-Administration kann verbessert werden. Erste KI-basierte Tools für die Cloud sind bereits auf dem Markt.

Künstliche Intelligenz verändert Unternehmensprozesse und die Cloud: Unternehmen haben hohe Erwartungen an Lösungen mit Künstlicher Intelligenz (KI), wie die „Potenzialanalyse Künstliche Intelligenz“ von Sopra Steria Consulting zeigt: KI soll Unternehmen helfen, die stetig wachsende Datenflut zu beherrschen, sagen 41 Prozent der befragten Entscheider. Ebenso viele setzen auf die Reduzierung von Arbeitskosten. Die Beschleunigung von Prozessen (36 Prozent) und die Verringerung von Routineaufgaben (34 Prozent) sowie die Bewertung von Informationen (31 Prozent) sind weitere häufig genannte Ziele.

Es versteht sich, dass die Veränderungen in Unternehmen auch Cloud Computing betreffen muss. Immerhin ist die Cloud eine Basistechnologie für die Digitalisierung der Wirtschaft. Zudem gibt es Herausforderungen im Cloud Computing, die die Unternehmen nicht so einfach lösen können. Dazu gehört unter anderem das Fehlen von Cloud-Experten in den Unternehmen. Neben der Cloud-Sicherheit und dem Management der Cloud-Kosten ist es der Mangel an Cloud-Expertise, der als Herausforderung in dem RightScale 2017 State of the Cloud Report genannt wird.

Die Idee ist naheliegend, KI einzusetzen, um den Cloud-Herausforderungen zu begegnen. Dabei ist es nicht bei Ideen geblieben, es gibt schon Lösungsansätze.

KI und Cloud-Sicherheit

KI-Unterstützung im Bereich Security ist fast schon ein Klassiker. KI unterstützt zum Beispiel Security-Analysten im SOC (Security Operation Center) bei der Priorisierung von Security-Events. Der Mensch als Security-Analyst muss nicht mehr jeden Vorfall selbst prüfen, sondern bekommt eine Vorauswahl zur Prüfung und Entscheidung.

Neben KI-Lösungen für das Security-Monitoring und die Security-Analyse können KI-Tools auch dabei helfen, die Daten zu kategorisieren und den Schutzbedarf zu ermitteln. Auch Attacken sollen dank KI schneller erkannt und abgewehrt werden, seien es nun Schadprogramme oder Hacker.

Bekanntlich ist es die Cloud-Sicherheit, die immer noch große Bedenken gegenüber Cloud-Services erzeugt, wie zum Beispiel der Cloud Monitor 2017 von Bitkom und KPMG erneut gezeigt hat. Wie KI der Cloud-Sicherheit helfen kann, zeigen bereits konkrete Lösungsbeispiele:

Fehlende Sicherheitsstrategien für die Cloud

Cloud-Monitor 2017

Fehlende Sicherheitsstrategien für die Cloud

21.06.17 - Einer Bitkom-Umfrage zufolge haben zwei von drei Unternehmen keine Sicherheitsstrategie für die Cloud. Vor allem kleinere Unternehmen haben noch Nachholbedarf. lesen

Amazon Macie ist ein Security Service, der auf Machine Learning setzt, um Cloud-Nutzer bei der Prävention gegen Datenverlust zu unterstützen. Verfügbar ist Amazon Macie zunächst nur für Daten, die im Amazon Simple Storage Service (Amazon S3) gespeichert sind. Der Dienst erkennt sensible Daten, wie beispielsweise persönliche Informationen, und informiert Kunden über ein Dashboard und Alarme, sobald darauf zugegriffen oder etwas gespeichert wird.

KI, Cloud-Entwicklung und Cloud-Administration

Die vielfältigen Aufgaben der Cloud-Entwicklung und -Administration lassen sich ebenso mit KI-unterstützten Lösungen erleichtern, wie diese Beispiele zeigen:

Erste KI-Tools für die Cloud gibt es bereits: Dynatrace zum Beispiel bietet eine KI-basierte Monitoring-Lösung für Cloud Foundry.
Erste KI-Tools für die Cloud gibt es bereits: Dynatrace zum Beispiel bietet eine KI-basierte Monitoring-Lösung für Cloud Foundry. (Bild: Dynatrace)

Dynatrace bietet eine KI-basierte Performance-Monitoring-Lösung für Cloud Foundry an. Mit dem Dynatrace BOSH Add-on erhalten Unternehmen Transparenz in Transaktionen, vom Nutzer über Cloud Foundry mit den Komponenten der Plattform bis zum darunterliegenden IaaS.

Atos hat den Start des Atos Virtual Assistant (AVA) angekündigt. AVA nutzt KI, um automatisierte IT-Service-Desk-Funktionen anbieten zu können. AVA bearbeitet Anfragen basierend auf gesammelten Daten wie IT-Tickets, häufig aufkommenden Fragestellungen, Leitfäden und nutzergenerierten Inhalten.

Tintri hat einem Chatbot für Speicheradministratoren (Tintri ChatOps) entwickelt und hat diesen in seinem Demo-Rechenzentrum im Einsatz.

Quantum hat die Nutzung der Artificial Intelligence (AI)-Plattform von Veritone in einer Quantum StorNext Umgebung vorgestellt.

IBM hat eine Watson-basierte Services-Plattform präsentiert, die über die IBM Cloud verfügbar ist. Die KI soll die Voraussetzung für smarte, stärker automatisierte IT-Prozesse liefern. Laut Anbieter ist die Plattform bereits in der Lage, alle Aspekte einer hybriden Cloud-Infrastruktur eigenständig zu managen und bestimmte Entscheidungen autonom zu treffen. Zu den Funktionen gehören kontinuierliche Compliance-Anpassung, automatische Einhaltung von Governance-Richtlinien, Self-Service und automatisiertes Provisioning.

Fazit: KI aus der Cloud und für die Cloud

Es zeigt sich: KI-Services lassen sich nicht nur aus der Cloud beziehen. KI-basierte Lösungen helfen auch bereits dabei, die Cloud-Nutzung abzusichern und zu optimieren. KI kann also zu einem wichtigen Faktor werden, um die Cloud-Nutzung noch weiter voranzubringen, indem weitere Cloud-Hindernisse abgebaut werden, wie die Komplexität der Cloud-Sicherheit, die Schwierigkeiten bei der Cloud-Transparenz und der Mangel an Cloud-Experten.

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