Chancen von Cloud-Management-Systemen

Cloud-basierte Infrastrukturen benötigen mehr Kontrolle

| Autor: Elke Witmer-Goßner

Die Beschaffung und Nutzung cloud-basierter Dienste geht nicht ohne effizientes Management.
Die Beschaffung und Nutzung cloud-basierter Dienste geht nicht ohne effizientes Management. (Bild: © Vladyslav Bashutskyy - stock.adobe.com)

Wie setzen Unternehmen IT-Ressourcen aus der Cloud heute ein und welche Herausforderungen bei Betreiben hybrider IT-Infrastrukturen sind zu lösen? Diesen Fragen ging das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen PAC im Auftrag des IT-Dienstleisters Materna GmbH nach.

Die Ergebnisse der Umfrage, zusammengefasst in der Studie „Effizienter Einsatz von Cloud-Management-Systemen“, zeigen, dass Unternehmen in Deutschland bereits aktiv mit Cloud-Services ihre bestehenden IT-Infrastrukturen ergänzen. Genutzt wird ein Mix aus Services, die aus der Private, der Public und der In-house-Cloud kommen, um damit Leistungen wie die Bereitstellung von Infrastruktur (IaaS), Anwendungen (SaaS) und Entwicklungsplattformen (PaaS) zu realisieren. Die höchsten Werte erreichen SaaS aus der Public und Private Cloud mit jeweils 29 Prozent, gefolgt von IaaS aus der Private (28 Prozent) bzw. Public Cloud (27 Prozent). PaaS wird häufig über eine In-house-Cloud (13 Prozent) und Public Cloud (12 Prozent) bezogen.

Es zeigt sich außerdem: Die vielfältige Nutzung macht ein zentralisiertes Management der Cloud-Services notwendig, da sich nur so die komplexen Abläufe effizient steuern lassen. Hierzu zählen Aufgaben wie Bedarfsanalyse, Beschaffung, Nutzungs- und Nutzerverwaltung sowie Abrechnung. So möchten dann auch 84 Prozent der Befragten das Cloud-Management zentralisieren und in die Verantwortung der IT-Organisation legen.

Der Wunsch nach einer zentralen Kontrollinstanz dürfte auch mit den Sicherheitsanforderungen eines Cloud-Betriebs zusammenhängen. So hat die Umfrage ergeben, dass für 76 Prozent die Sicherheit die größte Herausforderung ist, wenn es um die Integration der Public Cloud in bestehende IT-Landschaften geht. Die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sehen 74 Prozent als herausfordernd an. Nur für knapp jeden Zweiten ist derzeit die Übersicht über genutzte Cloud-Services eine relevante Herausforderung. Dies könnte sich ändern, wenn in Zukunft deutlich mehr Firmen Cloud-Services auf allen Ebenen ihrer Organisation integrieren.

Wenige nutzen zentrales Management

Dennoch sind Cloud-Management-Systeme noch nicht sehr verbreitet. Nur 30 Prozent der Firmen, die heute Cloud-Services nutzen, verwenden ein solches Tool. Als ein wesentliches Hemmnis für den Einsatz solcher Werkzeuge bezeichnen die Unternehmen die erforderliche interne Organisation sowie die zugehörigen Prozesse, um standortübergreifende Cloud-Ressourcen sicher und effizient anbieten zu können. Wer sich aber doch für ein Cloud-Management-System entscheidet, möchte nicht zusätzlich noch ein weiteres dediziertes Werkzeug hierfür verwenden. Vielmehr sollte die Lösung ein bestehendes ITSM-System ergänzen.

IT-Verantwortliche und Leiter Anwendungsentwicklung in Fachbereichen stellen zwar weitgehend ähnliche Anforderungen an Cloud-Management-Systeme. Doch sie setzen bei der Umsetzung andere Schwerpunkte: Während IT-Manager die Bereitstellung von Cloud-Diensten stärker automatisieren wollen, möchte die Anwendungsentwicklung eine bessere Kostenkontrolle und Abrechenbarkeit.

Die Umfrageergebnisse legen nahe, dass in vielen Unternehmen noch grundsätzlich Informationsbedarf zu Cloud-Management-Werkzeugen besteht: 55 Prozent der Befragten möchten noch mehr über weitere Details, wie beispielsweise zu Funktionsumfang und Best Practices im praktischen Einsatz erfahren. Daher haben PAC und Materna auf Basis der Studie einen Leitfaden mit Handlungsempfehlungen entwickelt, wie sich Unternehmen dem Thema Cloud-Management nähern können. Dieser ist ein zwei Varianten verfügbar und richtet sich jeweils an IT-Verantwortliche sowie an die Leiter der Anwendungsentwicklung in den Fachbereichen. Die Studie und die Leitfäden sind kostenfrei abrufbar.

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