IBM stellt Cloud-Irrtümer auf den Prüfstand

Zehn goldene Regeln für erfolgreiches Cloud Computing

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Zehn goldene Regeln helfen, den noch trüben Blick auf die Chancen und Vorteile des Cloud Computing zu klären.
Zehn goldene Regeln helfen, den noch trüben Blick auf die Chancen und Vorteile des Cloud Computing zu klären. (Bild: rangizzz, Fotolia)

Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre, dann würde es auch in Sachen Cloud Computing besser vorangehen. Die Cloud wird das Verständnis von IT und ihrer Nutzung mindestens so nachhaltig verändern, wie vorher schon das Client-Server-Modell oder der Personal Computer, ist IBM überzeugt. Experten sagen sogar die Revolutionierung von Geschäftsmodellen voraus.

Und der Wille zur Erneuerung ist bereits deutlich zu spüren: Das Interesse der Unternehmen wächst und auch die Erfolgsgeschichten mehren sich. Wären da nur nicht so viele Vorurteile und Bedenken über Sicherheit, Datenkontrolle oder Datenschutz- und Compliance-Anforderungen, die einer unvoreingenommenen Bewertung der Nutzung von Cloud-Lösungen noch entgegenstehen. IBM will daher Antworten auf die zehn häufigsten Vorbehalte geben und formuliert Regeln, wie Unternehmen die für sie beste Cloud-Strategie entwickeln können.

1. Cloud Computing macht Probleme beim Datenschutz

Dieses Vorurteil lässt sich nur bedingt halten. Das Betreiben von Private Clouds ist an die gleichen Sicherheitsstandards, wie sie sowieso in Unternehmen gelten, gebunden. Anders bei Public Clouds. Hier muss der Provider die nötigen Security-Standards einhalten. Daher sollten Unternehmen genau hinschauen, ob der Provider den gewünschten Anforderungen an den Datenschutz auch gerecht wird, und beispielsweise abklären, ob Instanzen und Daten verschoben werden oder in dem Rechenzentren ihrer Wahl verbleiben.

2. Cloud Computing bietet weniger Datensicherheit

Dem ist entgegenzusetzen: Jedes Unternehmen braucht eine eigene Sicherheitsstrategie, auch hinsichtlich der Cloud-Nutzung und Zugriffsmodelle. Aber private Infrastrukturen müssen nicht per se die sicherste Alternative sein, wenn beispielsweise die IT-Kompetenz im Unternehmen nicht tief genug ist. In diesem Fall sollten Cloud-Anwender auf die Expertise spezialisierter Unternehmen vertrauen, und die verschiedenen Cloud-Modelle mit dem traditionellen Inhouse-Betrieb der IT hinsichtlich der verschiedenen Sicherheitsaspekte überprüfen und vergleichen lassen.

3. Cloud Computing erschwert die Einhaltung von Compliance-Vorgaben

Für das Cloud Computing gibt es keine spezifischen Compliance-Regeln. Daher sollten die allgemeinen und speziellen des Unternehmens gelten. Allerdings werden die Anforderungen an die Compliance umso komplexer, je höher die Ebenen der Cloud-Computing-Dienste (IaaS, PaaS, SaaS oder BPaaS) sind, weshalb die Vorgaben umso sorgfältiger umgesetzt und eingehalten werden müssen. Der Provider sollte entsprechende Zertifizierungen (beispielsweise ISO 27001) nachweisen können, dass er alle Compliance-Anforderungen erfüllen kann.

4. Verfügbarkeit und Performance regeln die SLAs

Beim Thema Cloud gibt es keinen Industriestandard „Service Level Agreement“ (SLA). Die SLAs beziehen sich in der Regel auf die Infrastruktur oder die Erreichbarkeit von Portalen. (Hoch-)Verfügbarkeit bei Cloud-Diensten kann trotzdem erreicht werden, zum Beispiel durch zusätzliche Dienstleistungen eines Anbieters oder indem Vorkehrungen zur Redundanz, beispielsweise durch bestimmte Softwaremechanismen, getroffen werden.

5. Kostensenkung ist Hauptmotiv für Cloud Computing

Kostensenkung ist nur ein Grund von vielen und kann signifikant auch nur dann erreicht werden, wenn ständig schwankende Lastspitzen durch automatisierte und standardisierte IT-Bereitstellung aufgefangen werden müssen. Bei kontinuierlicher Nutzlast und gleichbleibend hoher Auslastung bietet Cloud Computing keine Kostenvorteile. Zudem sind die Kosten abhängig von den gewählten Instanzen wie Speichereinheit oder Managementfunktionen. Allerdings können die neuen Nutzungsmodelle die Flexibilität eigener Geschäftsmodelle erhöhen und auch „Enabler“ für neue Geschäftsfelder sein. Wie bei jedem großen IT-Projekt sollten die Kosten vorher kalkuliert werden. Bevorzugt sollte ein Provider gewählt werden, der Kostentransparenz und effizientes Kostenmanagement nachweisen kann.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 37103840 / Hersteller)