IBM stellt Cloud-Irrtümer auf den Prüfstand

Zehn goldene Regeln für erfolgreiches Cloud Computing

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6. Cloud Computing ist nichts für den Mittelstand

Gerade kleinere und mittlere Unternehmen haben kein Vertrauen in das Cloud-Modell und fürchten den Verlust ihrer Unabhängigkeit. Doch gerade das Private-Cloud-Modell erfüllt höchste Ansprüche an Datensicherheit, Datenschutz, Compliance, Performance und Verfügbarkeit. Und auch die Vorbehalte gegen die Public Cloud ist in vielen Fällen für unbegründet. Auch hier empfiehlt sich eine explizite Prüfung des Einzelfalls auch in Hinblick auf hybride Modelle.

7. Fehlende Standards erschweren die Datenintegration und -migration

Tatsächlich ist es so, dass offene Standards und damit verbunden eine hohe Integrationsfähigkeit noch nicht selbstverständlich ist. Hier sollten die Anbieter auf die relevanten Anforderungen hinsichtlich Integration, Migration und Standards geprüft werden: ob die Cloud auf offenen Standards basiert, ob ein Wechsel der Plattformen problemlos möglich ist und ob eine einheitliche Referenzarchitektur sowohl für Private als auch für Public Clouds verwendet wird.

8. Cloud Computing führt zu Kontrollverlust

An der Erreichbarkeit und den Antwortzeiten eines Providers, den angebotenen Kontrollmöglichkeiten und der gebotenen Transparenz – was jeweils abhängig ist vom entsprechenden Cloud-Service bzw. den SLAs – können Anwender ablesen, welche Kontrolle sie über ihre Daten tatsächlich haben. Die Verträge sollten also keine zu lange Laufzeit haben, um bei Unzufriedenheit den Betreiber schnell wechseln zu können. Wichtig ist es, vorab zu klären, wie es mit dem Datenzugang nach Ende der Vertragslaufzeit aussieht, um auch dann die Datenkontrolle zu gewährleisten.

9. Cloud Computing bietet zu wenig individuelle Optionen

Im Prinzip ist beim Cloud Computing alles möglich. Am wenigsten anpassbar ist allerdings die extrem standardisierte Public Cloud. Den größten Spielraum wiederum bietet die Private Cloud. Der Mittelweg – die Hybrid Cloud – ist in den meisten Fällen die optimale Lösung für Unternehmen. Daher sollten wiederum vor der Entscheidung die individuellen Optionen sorgfältig geprüft und erst dann das geeignete Modell gewählt werden.

10. Cloud Computing schwächt die Rolle der IT-Abteilung

IT-Verantwortliche befürchten, dass IT-Wissen im Unternehmen verloren gehe, Arbeitsplätze abgebaut würden und sogar eine IT-„Schattenwirtschaft“ entstehen könnte. Dem entgegen steht die Beobachtung: Immer mehr beeinflusst die richtige IT den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens – und das trotz veränderter Rolle der IT-Abteilung! Mit Cloud Computing, das neue Möglichkeiten in Hinblick auf Effizienzsteigerung, aber auch für die Unternehmensinnovation und -transformation eröffnet, entstehen neue, anspruchsvolle Aufgaben für die interne IT-Abteilung, die immer mehr zum Berater bei der Modernisierung des Geschäftsbetrieb wird.

Cloud ist nicht gleich Cloud

Bei allen Vorteilen, die Cloud Computing vordergründig bietet, sollten die Optionen immer auch kritisch betrachtet werden. Die Frage, ob dieses Modell Sinn für das eigene Unternehmen macht, steht dabei am Anfang. Die Vorteile sollten entdeckt werden, unter Berücksichtigung dessen, dass sich auch Probleme nicht absolut vermeiden lassen. Hier sollen die zehn Regel helfen. Cloud Computing bringt für viele vor allem kurzfristigen Nutzen, das langfristige Potenzial wird aber noch deutlich unterschätzt, urteilt IBM.

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