Definition: SaaS-Plattform für Softwareentwicklungsprojekte nach dem DevOps-Prinzip Was ist Azure DevOps?

Azure DevOps ist eine Software-as-a-Service-Plattform von Microsoft, mit der sich der komplette Lebenszyklus eines Softwareentwicklungsprojekts nach dem DevOps-Prinzip realisieren lässt.

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Azure DevOps stellt cloud-basierte Tools und Services zur Verfügung, mit denen sich Softwareentwicklungsprojekte verschiedener Plattformen planen, entwickeln, testen und für den Betrieb bereitstellen lassen.
Azure DevOps stellt cloud-basierte Tools und Services zur Verfügung, mit denen sich Softwareentwicklungsprojekte verschiedener Plattformen planen, entwickeln, testen und für den Betrieb bereitstellen lassen.
(Bild: gemeinfrei© Gerd Altmann / Pixabay )

Die Plattform stellt verschiedene cloud-basierte Services zur Verfügung oder lässt sich in Form des Azure DevOps Servers On-Premises installieren. Wichtige Kernfunktion von Azure DevOps ist das Einrichten und Verwalten von CI/CD-Pipelines.

Mit Azure DevOps bietet Microsoft eine Plattform zur Planung, Durchführung und Verwaltung des kompletten Lebenszyklus von Softwareentwicklungsprojekten gemäß dem DevOps-Prinzip. DevOps ist ein Konzept zur Optimierung der Softwareentwicklungs-, -test- und -deploymentprozesse, das auf einer engen Verzahnung von Entwicklung und IT-Betrieb basiert. Azure DevOps stellt ein ganze Reihe von cloud-basierten Tools und Services zur Verfügung. Mit diesen lassen sich Softwareentwicklungsprojekte verschiedener Plattformen planen, entwickeln, testen und für den Betrieb bereitstellen.

Neben Microsoft-Sprachen und -Plattformen unterstützt Azure DevOps auch andere Plattformen, Cloud-Dienste und Programmiersprachen wie Linux, macOS, iOS, Android, Amazon Web Services (AWS), Google Cloud Platform (GCP), Java, PHP, Python, C, Node.js, Go und andere. Der Betrieb der DevOps-Services auf On-Premises-Umgebungen ist in Form des Azure DevOps Servers möglich. Microsoft unterscheidet mit den Azure DevOps Services und dem Azure DevOps Server zwischen einer Cloud- und einer On-Premises-Version von Azure DevOps. Eingeführt wurde Azure DevOps Ende 2018 mit der Umbenennung der 2006 veröffentlichten Visual Studio Team Services. Azure DevOps bietet eine hohe Flexibilität, ist zusammen mit anderen Tools am Markt nutzbar und orchestriert komplette DevOps-Toolchains.

Das Pricing für Azure DevOps ist abhängig von der Nutzung als Azure DevOps Services oder Azure DevOps Server. Für die cloud-basierten Services fallen nutzungsabhängige Kosten an. Es können einzelne Dienste abonniert oder Benutzerlizenzen mit unterschiedlichen Nutzungsplänen erworben werden. Für die Lizenzierung des Azure DevOps Servers lassen sich klassische Softwarelizenzen erwerben oder monatliche Azure-Zahlungsmodelle abonnieren.

Grundsätzliches zum Begriff DevOps

Bevor auf die Details und die einzelnen Services von Azure DevOps näher eingegangen wird, zunächst einige grundlegende Informationen zum Begriff DevOps. „DevOps“ setzt sich aus den beiden englischen Wörtern „Development“ (im Deutschen: Entwicklung) und „Operations“ (im Deutschen: Betrieb) zusammen. Es handelt sich bei DevOps um ein Konzept und einen Prozessoptimierungsansatz.

DevOps verzahnt die im Lebenszyklus eines Softwareentwicklungsprozesses getrennten Rollen von Entwicklung, Qualitätssicherung und IT-Betrieb miteinander und sorgt für eine effektivere Zusammenarbeit. Im DevOps-Konzept sind die verschiedenen Rollen alle in bestimmtem Umfang an den jeweiligen Phasen Planung, Entwicklung, Bereitstellung und Betrieb beteiligt. Durch die Einführung von DevOps-Methoden und einer DevOps-Kultur sollen Softwareprodukte agiler entwickelt, schneller zur Marktreife gebracht und zuverlässiger bereitgestellt werden.

Das DevOps-Konzept beseitigt Barrieren zwischen isolierten Teams und koordiniert die Arbeitsabläufe. Typische DevOps-Methoden sind Continuous Integration und Continuous Delivery (CI/CD), Versionskontrolle, Continuous Monitoring und die zentralisierte Konfigurationsverwaltung.

Die verschiedenen Services von Azure DevOps

Azure DevOps stellt verschiedene Services zur Verfügung, die den kompletten Lebenszyklus eines Softwareentwicklungsprojekts nach dem DevOps-Prinzip abdecken. Zu diesen Services gehören:

  • Azure Boards,
  • Azure Pipelines,
  • Azure Repos,
  • Azure Artifacts,
  • Azure Test Plans.

Azure Boards bietet Funktionen und Tools, mit denen sich das Projektmanagement inklusive der agilen Planung, der Nachverfolgung des Projektfortschritts, der Visualisierung und der Berichterstattung durchführen lässt. Unter anderem werden Scrum und Kanban unterstützt.

Azure Pipelines ist eine CI/CD-Plattform (Continuous Integration und Continuous Delivery Plattform) zum Einrichten, Testen, Bereitstellen und Verwalten von CI/CD-Pipelines. Der Azure-Pipeline-Service ist unabhängig von der Programmiersprache, der Cloud-Umgebung und der Plattform einsetzbar und unterstützt das Container-Konzept sowie die Container-Orchestrierung mit Lösungen wie Kubernetes

Bei Azure Repos handelt es sich um einen Service zur Verwaltung von privaten Git-Repositorys. Der Dienst beinhaltet einen kompletten Satz an Werkzeugen zur Versionskontrolle und zur Verfolgung von Veränderungen des Programmcodes. Sowohl die verteilte Versionskontrolle als auch die zentralisierte Versionskontrolle werden unterstützt.

Aufgabe von Azure Artifacts ist es, ein integriertes Management zu Paketierung von Software bereitzustellen, das die Paketierung aus privaten und öffentlichen Quellen mit Paketmanagern und Tools wie npm, PyPI, Universal Packages, NuGet oder Maven unterstützt.

Mit Azure Test Plans stellt Microsoft Tools zum Testen von Programmcode und Anwendungen zur Verfügung. Verschiedene Testmethoden und Funktionen für manuelles, exploratives oder kontinuierliches Testen werden unterstützt. Es handelt sich um eine vollständige Testmanagementlösung.

Neben diesen fünf Azure DevOps Services sind zahlreiche von der Community erstellte Erweiterungen über einen Marktplatz verfügbar.

Das Zusammenspiel der Azure DevOps Services

Azure DevOps besteht aus mehreren Diensten, die zur Abbildung des Lebenszyklus eines Softwareentwicklungsprojekts nach dem DevOps-Prinzip zusammenarbeiten. Eine der Kernanwendungen ist Azure Pipelines zum Einrichten, Testen, Bereitstellen und Verwalten von CI/CD-Pipelines. Das Definieren und Einrichten solcher Pipelines ist über die Benutzeroberfläche oder über die Auszeichnungssprache YAML möglich.

Um den gesamten Ablauf der Einrichtung von Azure-Pipelines zu vereinfachen und zu automatisieren, empfiehlt sich der Einsatz von Azure DevOps Starter. Der Service liefert eine komplette Erstkonfiguration einer DevOps-Pipeline. Das beginnt bei der Einrichtung eines initialen Repositorys und reicht bis zur Erstellung von DevOps Dashboards zur zentralen Überwachung. Nutzbar ist Azure DevOps Starter über das Azure Portal. Der Service unterstützt verschiedene wählbare Konfigurationsoptionen.

Vorteile durch den Einsatz von Azure DevOps

Der Einsatz von Azure DevOps für Softwareentwicklungsprojekte bietet zahlreiche Vorteile. Die DevOps-Plattform stellt verschiedene Dienste und Tools zur Abbildung des kompletten Lebenszyklus eines Softwareentwicklungsprojekts gemäß dem DevOps-Prinzip zur Verfügung. Nicht nur Microsoft-Sprachen und -Plattformen, sondern auch andere Plattformen, Cloud-Dienste und Programmiersprachen wie Linux, macOS, iOS, Android, Amazon Web Services (AWS), Google Cloud Platform (GCP), Java, PHP, Python, C, Node.js, Go und andere werden unterstützt.

Microsoft unterscheidet mit den Azure DevOps Services und dem Azure DevOps Server zwischen einer Cloud- und einer On-Premises-Version von Azure DevOps. Der Betrieb der DevOps-Services auf On-Premises-Umgebungen ist mit dem Azure DevOps Server möglich. Weitere Vorteile sind:

  • globale Verfügbarkeit von Azure DevOps,
  • von Microsoft vollständig verwaltete DevOps-Plattform,
  • gute Skalierbarkeit und hohe Verfügbarkeit der Services,
  • kontinuierliche Bereitstellung von Erweiterungen und neuen Features,
  • transparentes, nutzungsabhängiges Preismodell,
  • klassische Softwarelizenzierung für den Azure DevOps Server möglich.
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