Studie zur digitalen Souveränität Deutschland liegt bei souveräner Cloud weltweit auf Platz zwei

Von Heidi Schuster 2 min Lesedauer

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Deutschland erreicht laut einer Studie von Avanade und Accenture Platz zwei beim Einsatz souveräner Cloud-Umgebungen. Viele Unternehmen planen zusätzliche Investitionen in Digitale Souveränität.

Deutschland zählt laut einer Studie von Avanade und Accenture zu den weltweit führenden Ländern bei souveränen Cloud-Strategien und Investitionen in Digitale Souveränität.(Bild:  ChatGPT / KI-generiert)
Deutschland zählt laut einer Studie von Avanade und Accenture zu den weltweit führenden Ländern bei souveränen Cloud-Strategien und Investitionen in Digitale Souveränität.
(Bild: ChatGPT / KI-generiert)

Deutschland zählt weltweit zu den Vorreitern bei souveränen Cloud-Umgebungen. Das zeigt der „Sovereignty Maturity Index“ von Avanade und Accenture. Demnach liegt Deutschland international auf Platz zwei hinter den nordischen Ländern.

Unternehmen treiben souveräne Cloud-Projekte voran

Laut Studie gewinnt das Thema Cloud-Unabhängigkeit hierzulande deutlich an Dynamik. Zwar haben bislang erst acht Prozent der befragten Unternehmen konkrete Maßnahmen zur Umsetzung digitaler Souveränität etabliert. Weltweit liegt dieser Wert mit 13 Prozent noch etwas höher.

Bei den konkreten Planungen zeigt sich jedoch ein anderes Bild: 49 Prozent der deutschen Unternehmen bereiten derzeit entsprechende Vorhaben vor. Im weltweiten Durchschnitt liegt dieser Anteil lediglich bei 23 Prozent.

Die Studienautoren führen die Entwicklung unter anderem auf regulatorische Vorgaben zurück. Deutschland erreicht beim Umfang entsprechender Regularien ebenfalls Platz zwei – hinter China. Laut Studie helfen die klaren Vorgaben vielen Unternehmen dabei, Anforderungen rund um Resilienz, Governance und Kontrollmechanismen besser umzusetzen.

Regulatorische und sensible Workloads dominieren

Unternehmen, die bereits souveräne Cloud-Umgebungen nutzen, setzen diese vor allem für regulative Workloads ein. Dazu zählen etwa Compliance-Reportings oder Branchenzertifikate. Dieser Bereich wird von 61 Prozent der Befragten genannt.

Auf Platz zwei folgen mit 51 Prozent administrative Kernsysteme wie Personal-, Finanz- oder steuerrelevante Daten. Sensible Informationen wie Kunden- oder Patientendaten liegen mit 46 Prozent an dritter Stelle.

Investitionen bleiben hoch

Auch bei den Investitionen zeigt sich weiterhin eine hohe Aktivität. 30 Prozent der befragten Unternehmen wollen ihre Budgets für Maßnahmen zur digitalen Souveränität erhöhen. 43 Prozent halten ihre aktuellen Investitionen für ausreichend. Dagegen planen 23 Prozent geringere Ausgaben.

Laut Thomas Müller, Geschäftsführer der Avanade Deutschland GmbH, hat sich der Blick auf Digitale Souveränität in den vergangenen Jahren verändert. Entscheidend sei heute nicht mehr allein der Standort eines Rechenzentrums, sondern das Zusammenspiel aus Governance, Architektur, Resilienz und Kontrollmechanismen.

Für die Studie befragten Avanade und Accenture weltweit 1.928 Unternehmen, darunter 100 Unternehmen in Deutschland. Die Erhebung fand Ende 2025 statt.

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