Impulse für Digitalisierung der deutschen Wirtschaft

Telekom setzt auf Partner-Ökosystem

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Reinhard Clemens, Vorstandsmitglied T-Systems, spricht vor den Logos von Telekom und SAP zu CeBIT-Besuchern.
Reinhard Clemens, Vorstandsmitglied T-Systems, spricht vor den Logos von Telekom und SAP zu CeBIT-Besuchern. (Bild: Deutsche Telekom AG)

Die Deutsche Telekom hat auf der CeBIT ihr Partner-Ökosystem in Szene gesetzt. Mit dabei waren Salesforce.com und iBeacons für den Autohandel, Cisco und die Intercloud sowie SAP und SuccessFactors HCM. Mit SugarCRM präsentierte man zudem den gemeinsamen Kunden BVMW.

Passend zum CeBIT-Topthema d!conomy wollten die Deutsche Telekom und ihre Großkundensparte T-Systems auf der diesjährigen IT-Messe in Hannover "Impulse für die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft" setzen. Im Mittelpunkt standen Lösungen, die im Rahmen des stetig wachsenden Partner-Ökosystems entwickelt wurden.

Automotive mit Salesforce.com

Gezeigt wurde dabei die auf der Salesforce-CRM-Plattform (CRM = Customer Relationship Management) basierende Lösung CEM Automotive – das 'E' ist hier übrigens kein Tippfehler, sondern ersetzt das "Relationship" durch "Experience", zu deutsch: Erlebnis. Und ein solches gebe es auch außerhalb regulärer Öffnungszeiten, denn CEM versorgt potentielle Autokäufer mit Bildern, Videos und Dokumenten über ausgestellte Karossen. Die entsprechenden Daten werden über iBeacons aufs Smartphone gefunkt.

Händler sollen mit den Bluetooth-Funkeinheiten auch Autos orten und deren genaue Position im Serviceprozess bestimmen. Per Tablet oder Smartphone könnten Mitarbeiter zudem effizient Fahrzeuge annehmen, Schäden dokumentieren oder Preisauskünfte geben.

Um die erwartete Nachfrage nach Salesforce.com-Lösungen aus deutschen Rechenzentren zu stillen, hat T-Systems zur CeBIT außerdem eine Partnerschaft mit Deloitte Digital geschlossen. Der Beratungsdienstleister hat weltweit rund 2.800 Salesforce.com-Experten im Einsatz.

Intercloud aus Biere

Die Deutsche Telekom informierte zudem über den Stand ihrer Zusammenarbeit mit Cisco. Als europäischer Intercloud-Partner implementiere man aktuell die Cisco-Infrastruktur im Hochleistungsrechenzentrum Biere.

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Neben Infrastrukturangeboten auf Basis der Intercloud will die Deutsche Telekom künftig auch Software- und Plattform-Services anbieten. Als erstes Software-as-a-Service-Produkt plane man für das zweite Quartal einen gemanageten Hotspot, der kleinen und mittelständischen Unternehmen einen schnellen, einfachen und sicheren Zugang zum Internet ermöglicht.

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Personaldaten aus der Cloud

Ebenfalls zum Messethema machte T-Systems das „aus der hoch sicheren Telekom Cloud heraus“ angebotene Produkt SuccessFactors HCM (Human-Capital-Management). Die Lösung der SAP-Tochter ermögliche auch die Verarbeitung besonders sensibler Beamtendaten.

Ab April wird die Deutsche Telekom damit zudem zu ihrem eigenen Referenzkunden: Der Konzern setzt die skalierbare Cloud-Anwendung dann für das weltweite Recruiting und die zielgerichtete Weiterentwicklung seiner rund 220.000 Mitarbeiter ein.

SugarCRM beim BVMW

Als weitere Referenz verweist die Deutsche Telekom auf den ersten gemeinsamen Kunden mit SugarCRM. Repräsentanten des Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) haben demnach pro Jahr 700.000 Kontakte mit Mittelständlern. In der Vergangenheit hätten die einzelnen BVMW-Niederlassungen Mitgliederkontakte individuell in unterschiedlichen Systemen verwaltet.

Dass Informationen zwischen den Systemen nicht ausgetauscht und synchronisiert werden konnten, habe sich zunehmend als umständlich und zeitintensiv erwiesen. Mit SugarCRM stehe Repräsentanten nun über alle Niederlassungen hinweg eine einheitliche, sichere Plattform zur Verfügung. Mit der ließen sich Beziehungen zu Mitgliederunternehmen effektiver pflegen. Der BVMW nutze die CRM-Lösung außerdem für die Erstellung, Verwaltung und Analyse gezielter Marketing-Kampagnen.

Partner-Compliance-Richtlinie

Laut Deutscher Telekom werden alle Partner-Lösungen im Portfolio auf Sicherhheit geprüft und Vereinbarkeit mit dem deutschen Datenschutz untersucht. Hierfür ergänzt oder reduziert T-Systems in einigen Fällen auch Softwarefunktionalitäten, um deutsche Datenschutzvorgaben und eigene Compliance-Richtlinien einzuhalten oder Kundenwünsche umzusetzen.

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