MS Ignite: Partnerschaften, Container und Lizenzmodelle

Microsoft erweitert Cloud-Portfolio

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Mit Windows Server 2016 liefert Microsoft auch passende Lizenzmodelle für den Übergang zur hybriden Cloud.
Mit Windows Server 2016 liefert Microsoft auch passende Lizenzmodelle für den Übergang zur hybriden Cloud. (Bild: Microsoft)

Ganz Cloud-orientiert gibt sich Microsoft mit den kommenden Versionen von Windows Server 2016 und System Center 2016. Gleiches gilt für jetzt auf der Technologie-Konferenz Ignite verkündete strategische Partnerschaften mit Adobe und eine Allianz mit Renault-Nissan, Stichwort Connected Car.

Dass für Microsoft kein Weg an der Cloud vorbeigeht, hat der Konzern auf seiner am heutigen Freitag ausklingenden Technologie-Konferenz Ignite mehrfach verdeutlicht. Neben mehreren Partnerschaften wurden in Atlanta dabei auch neue Produkte präsentiert. Mit Windows Server 2016 liefert der Hersteller unter anderem ab Oktober ein „cloudfähige[s] Serverbetriebssystem“ das gemeinsam mit der Verwaltungslösung System Center 2016 fließende und sichere Übergänge zwischen Firmen-IT und Public Cloud ermögliche.

Server-Lizenzen und Funktionen für die Cloud

Bei einem solchen Übergang zur Hybrid Cloud können Nutzer von Windows Server lokale Lizenzen auch in Azure nutzen. Kunden mit Software Assurance sollen dabei nicht den vollen Preis für neue virtuelle Windows Server-Computer in Azure zahlen, sondern lediglich eine Grundgebühr für die Rechenkapazität berappen. In einer Beispielrechnung verspricht Microsoft so Kostenvorteile von bis zu 41 Prozent.

Windows Server 2016 soll zudem Windows- und Linux-Container unterstützen. Die Hyper-V- und Docker-Container. Anwender sollen so Applikationen automatisch bereitstellen, die im eigenen Rechenzentrum genauso lauffähig sind wie auf virtuellen Maschinen auf Microsoft Azure.

Mit dem Nano Server liefert Microsoft zudem eine Minimalversion seines Serverbetriebssystems. Das auf ein Zwanzigstel der Größe von Windows Server Core abgespeckte System beinhaltete lediglich absolut notwendige Komponenten: Hyper-V, Clustering, Networking, Storage, .NET und Common Language Runtime. Das Konzept minimiere die Zahl von Reboots für Updates sowie Patches und soll Angriffspunkte auf die IT-Infrastruktur verringern.

In Windows Server 2016 seien schließlich auch Erfahrungen eingeflossen, die Microsoft beim Betrieb der Cloud-Plattform Azure mit verteilter Rechenleistung, Datenspeicherung, DevOps und Netzwerkvirtualisierung gemacht hat. Im Detail verweist der Anbieter etwa auf Storage Spaces/Replica – damit sei es nun erstmals möglich, interne Speicherkapazitäten zu dynamisch skalierbaren Speicherumgebungen mit hoher Ausfallsicherheit auszubauen. Ein neuer Network Controller erleichtere das Verwalten, automatische Konfigurieren und Überwachen virtueller und physischer Netzwerk-Infrastrukturen. Als zusätzliche Sicherheitsschicht stelle Hyper-V nun Shielded VMs bereit.

10 Gründe für Windows Server 2016

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Monitoring, Azure Stack und Machine Learning

In Verbindung mit der Operations Management Suite (OMS) will Microsoft zudem neue Möglichkeiten für das Monitoring von Microsoft Azure bieten, um IT-Abteilungen beim zentralen Management gemischter Infrastrukturen im Unternehmen und in der Public Cloud zu unterstützen. Auf der Ignite zeigte das Unternehmen des Weiteren die zweite Technical Preview von Azure Stack, über den sich Azure-Technologien in firmeneigenen Rechenzentren verwenden lassen. Mit dem weltweit größten Einsatz von Field Programmable Gate Arrays (FPGAs), der sich über 15 Länder auf fünf verschiedenen Kontinenten erstrecke, fördere man schließlich die Entwicklung von Machine-Learning-Technologien und dem Internet der Dinge. Auf der Basis dieser FPGAs könne Azure die Grundlage für die ersten AI-Supercomputer der Welt werden.

Partnerschaften mit Adobe und Renault-Nissan-Allianz

Mit Adobe hat Microsoft eine strategische Partnerschaft geschlossen. Der Deal: Adobes Marketing Cloud, Creative Cloud und Document Cloud laufen künftig auf Microsofts Cloud Plattform Azure. Microsoft wird derweil die Adobe Marketing Cloud als bevorzugte digitale Marketinglösung für Dynamics 365 Enterprise empfehlen.

Gemeinsam mit der Renault-Nissan-Allianz will Microsoft zudem über mehrere Jahre hinweg Technologien und Services im Bereich „Connected Car“ entwickeln, die auf Azure basieren. Hierzu zählen Navigation-Anwendungen, Tools für das Überwachen und für die vorausschauende Wartung von Fahrzeugen, sowie laufende Updates der Systeme.

Sicherheit, Apps und Analytics

Nicht zuletzt hat Microsoft auf der Ignite zahlreiche neue Sicherheits- und Analysefunktionen für das eigene Portfolio vorgestellt. Eine Auswahl: Der Azure Information Protection Service soll Unternehmen helfen, sensible Daten zu klassifizieren, zu kennzeichnen und zu schützen. Der Dienst ist Teil der Enterprise Mobility + Security (EMS, vormals: Enterprise Mobility Suite) und nutzt die bestehenden Technologien Azure Rights Management und Secure Islands. Neue Outlook-Apps für iOS und Android unterstützen nun auch native Exchange-Online-Mailboxen aus der Microsoft Cloud – damit müssten keine Mailboxdaten mehr außerhalb von Office 365 gespeichert werden. Ein in das neue Dynamics 365 integrierter Relationship Assistent unterstütze das Kunden-Engagement auf allen (mobilen) Geräten mit intelligenten Funktionen.

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