Toms Wochentipp: Support-Ende, und jetzt? Office 2016 und 2019 vor dem Aus

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Im Oktober 2025 endete nicht nur der erweiterte Support für Windows 10, sondern auch für die Office-Versionen 2016 und 2019. Die Anwendungen funktionieren zwar weiter, doch der Einsatz ohne Updates schafft erhebliche Sicherheits- und Compliance-Risiken.

Ältere Office-Versionen lassen sich durch Anmeldung an Microsoft 365 auf einem aktuellen Stand halten.(Bild:  Joos - Microsoft)
Ältere Office-Versionen lassen sich durch Anmeldung an Microsoft 365 auf einem aktuellen Stand halten.
(Bild: Joos - Microsoft)

Microsoft hat bereits im Frühjahr auf das bevorstehende Support-Ende von Office 2016 und Office 2019 hingewiesen und die Warnung nun erneut bekräftigt. Am 14. Oktober 2025 endete also nicht nur der erweiterte Support für Windows 10, sondern auch für die Office-Versionen 2016 und 2019. Ab diesem Zeitpunkt stellt Microsoft keine Sicherheitsfixes und keinen technischen Support mehr bereit.

Die Anwendungen funktionieren zwar weiter, doch der Einsatz ohne Updates schafft erhebliche Sicherheits- und Compliance-Risiken. Auch Systeminkompatibilitäten oder Probleme bei Integrationen sind zu erwarten, vor allem bei neuen Windows 11-Versionen.

Microsofts Strategie: Umstieg auf neue Produkte

Microsoft empfiehlt klar den Wechsel zu Microsoft 365 und den damit verbundenen Microsoft-365-Apps, die Microsoft im laufenden Abonnement immer aktuell hält. Die Abonnements reichen für Privatanwender vom Einzelabo bis zur Familienversion. Unternehmen zahlen pro Nutzer für den Plan Business Standard rund 140 Euro jährlich. Wer das Abo-Modell umgehen will, kann auf Office 2024 als Einmalkauf setzen.

Im Gegensatz zu Windows 10 gibt es für Office 2016 und 2019 keine kostenpflichtigen Extended Security Updates. Ein offizielles Weiterführen der Sicherheitsversorgung ist damit ausgeschlossen.

Nutzer stehen daher vor einem abrupten Schnitt. Neben finanziellen Aspekten spielen auch Datenschutzfragen eine Rolle. Office 365, egal ob in der Cloud oder on-premises betrieben, überträgt Nutzungsdaten und Inhalte an Microsofts KI-Systeme, was je nach Branche oder Sicherheitsanforderung problematisch sein kann.

0patch übernimmt Sicherheitsversorgung

Ein Ausweg ist der Sicherheitsanbieter 0patch. Das Unternehmen hat angekündigt, Office 2016 und 2019 ab Oktober 2025 zu „security-adoptieren“. Mindestens drei Jahre lang sollen kritische Lücken geschlossen werden, eine Verlängerung bei entsprechender Nachfrage ist geplant. Die Micropatches werden in den Speicher laufender Prozesse geladen, ohne Binärdateien zu verändern. Ein Neustart von Windows oder Office ist nicht erforderlich, die Updates werden im Hintergrund eingespielt und lassen sich bei Problemen ebenso schnell wieder zurücknehmen.

0patch kostet in der Pro-Version 24,95 Euro pro Rechner und Jahr, für Unternehmen mit zentralem Management 34,95 Euro. Enthalten sind nicht nur die Office-Patches, sondern auch Fixes für Windows 10 22H2, das zeitgleich das Support-Ende erreicht.

Zudem liefert 0patch Updates für ältere Windows-Versionen, für Office 2010 und 2013 sowie für Anwendungen wie Adobe Reader, 7-Zip, Java oder Zoom. Auch Zero-Day-Lücken, für die es noch keine Hersteller-Updates gibt, und Sicherheitsprobleme, die Microsoft nicht mehr behebt, werden adressiert. Beispiele sind die bekannten NTLM-Angriffe oder die Schwachstellen „Follina“ und „DogWalk“, die 0patch Wochen vor Microsoft geschlossen hatte.

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