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Amazon bietet Nutzung von VMs, Speicher und Datenbanken Kostenloser SQL Server aus der Cloud mit AWS

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Florian Karlstetter

Mit dem kostenlosen Kontingent von AWS können Unternehmen die Dienste EC2, S3 und RDS in großen Teilen kostenlos nutzen, natürlich mit einigen Einschränkungen. Wir zeigen wie das geht, und wie die Dienste genutzt werden können.

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Amazon bietet in seinem Clouddienst AWS kostenlose Kontingente zur Nutzung von VMs, Speicher und Datenbanken.
Amazon bietet in seinem Clouddienst AWS kostenlose Kontingente zur Nutzung von VMs, Speicher und Datenbanken.
(Bild: © Eisenhans - stock.adobe.com)

Amazon bietet in seinem Clouddienst AWS kostenlose Kontingente an. In diesem Rahmen lassen sich auch Datenbanken kostenlos einsetzen. Einige Dienste stellt Amazon dauerhaft kostenlos zur Verfügung. Der Datenbank-Dienst RDS wird immerhin 12 Monate pro Konto kostenlos angeboten.

MySQL, Microsoft SQL Server, Oracle oder MariaDB kostenlos nutzen

Wer sich ein kostenloses Konto bei Amazon AWS anlegt, kann das kostenlose Kontingent sofort nutzen. Im Bereich der Datenbanken steht der Dienst Amazon RDS 12 Monate oder 750 Stunden kostenlos zur Verfügung. Zusätzlich kann auf Amazon ElastiCache gesetzt werden. Dieser Dienst ist ebenfalls für 12 Monate oder 750 Stunden kostenlos einsetzbar. Weitere Einschränkungen bestehen in der Größe der Datenbank-Dateien. Diese dürfen bis zu 20 GB SSD-Speicher und 20 GB Speicherplatz für Datensicherungen verbrauchen. Bestandteil von Amazon RDS sind die Datenbanken MySQL, MariaDB, PostgreSQL, Amazon Aurora, Oracle und Microsoft SQL-Server.

Im RDS-Dashboard lassen sich neue Datenbanken erstellen, starten und verwalten. Unternehmen können mit RDS in AWS also auf sehr einfachem Weg relationale Datenbanken in der Cloud bereitstellen, ohne eigene Server betreiben zu müssen. Datensicherungen und Aktualisierungen lassen sich automatisieren. Ein weiterer Vorteil dabei ist die Möglichkeit die Datenbanken skalieren zu lassen und mehr Leistung zur Verfügung zu stellen.

Im Rahmen dieser Einrichtung lässt sich auch ein Virtual Private Cloud (VPC) mit der Datenbank verbinden. Hier wird, einfach ausgedrückt, der logische Standort der Datenbank festgelegt, an welchem diese zur Verfügung steht. Auch der öffentliche Zugriff wird an dieser Stelle festgelegt. Hier können Administratoren die Datenbanken also über das Internet verfügbar machen, nicht nur in der eigenen Cloud.

Datenbanken migrieren und erstellen

Sobald die Datenbank erstellt wurde, lassen sich auch eigene Daten integrieren. Dabei können Inhalt, Anwendungen und Tools der eigenen Datenbanken im Unternehmen verwendet und in die Cloud hochgeladen werden. Es stehen alle Funktionen zur Verfügung, die auch lokale Datenbanken bieten, mit dem Vorteil keine eigenen Server betreiben, verwalten und aktualisieren zu müssen. Die Einrichtung erfolgt über Assistenten.

Mit den Verbindungsdaten der Online-Datenbank, können Administratoren, Entwickler und Anwender auch von lokalen Windows-Rechnern auf die Datenbank zugreifen. Der Name und der Port werden während der Erstellung festgelegt.

Vierteilige Reihe zu SQL-Server aus der Cloud

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Weitere Dienste kostenlos nutzen – Auch virtuelle Server und Speicher

Parallel zu Datenbanken in der Cloud stellt Amazon auch andere Dienste kostenlos zur Verfügung. So können mit EC2 zum Beispiel kostenlos virtuelle Server betrieben werden, auf denen natürlich Anwendungen installiert werden, die auf die kostenlosen Datenbanken zugreifen. Alternativ kann auf kostenlosen virtuellen Servern in EC2 eine Datenbank-Lösung installiert werden. Auch hier gibt es einige Einschränkungen. VMs dürfen 750 Stunden betrieben werden. Als Betriebssystem stehen Windows, RHEL, SLES und andere Linux-Systeme zur Verfügung. Die Server bekommen 1 GB RAM. Zusätzlich steht der Elastic Load Balancer 750 Stunden zur Verfügung. Alle Einschränkungen listet Amazon auf der Webseite „Kostenloses Nutzungskontingent für AWS – Häufig gestellte Fragen“ auf.

Weitere Informationen zu Amazon RDS

Amazon stellt auch eine Testumgebung zur Verfügung, mit der sich Administratoren in RDS einarbeiten können. Wer sich tiefgehender mit dem Thema Amazon RDS auseinandersetzen will, findet auf der Amazon-AWS-Hilfe-Seite einige interessante Artikel:

Achtung beim Ablauf des kostenlosen Zeitraums

Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt. Auch beim Buchen eines kostenlosen Dienstes können Kosten entstehen, oder der Dienst wird nach Ablauf des kostenlosen Testzeitraums abgeschaltet. Dem Autor dieses Artikels ist das selbst passiert. Wenn der Zeitraum der kostenlosen Nutzung abgelaufen ist, oder das Kontingent übersteigt, sind Kosten für die Verwendung des Dienstes fällig.

Hier kann es schnell teuer werden, wenn man vergisst Dienste zu deaktivieren, die man aktuell nicht braucht. Eine Preisliste ist auf der AWS-Webseite zu finden. Da bei der Anmeldung bereits das Eingeben von Kreditkartendaten notwendig ist, sollten sich Interessierte darüber im Klaren sein, dass nicht mehr benötigte Dienste so schnell wie möglich deaktiviert werden sollten.

Fazit

Wer sich die Möglichkeiten von Online-Datenbanken ansehen will, kann mit den kostenlosen Kontingenten bei AWS testen, ob ein virtueller Server in ECS oder eine virtuelle Datenbank in Amazon RDS besser geeignet ist. Der Test ist kostenlos und mit 12 Monaten gibt es genügend Zeit, sich mehr als einen Überblick zu verschaffen. Zu beachten ist der Ablauf des kostenlosen Kontingents, denn hier wird dieses nicht nur deaktiviert, sondern es können zum Teil deutliche Kosten anfallen. Auch Microsoft stellt ein kostenloses Kontingent zur Verfügung, dass sich eine Zeitlang nutzen lässt.

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist