Microsoft Operations Management Suite

IT-Überwachung und Verwaltung aus der Cloud

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Florian Karlstetter

Mit Microsoft Operations Management Suite lassen sich Server, lokale Netzwerke, aber auch verschiedenste Cloud-Dienste, umfassend überwachen und verwalten. Eine „Solution Gallery“ erleichtert den Zugang zu den jeweils benötigten Aufgaben.
Mit Microsoft Operations Management Suite lassen sich Server, lokale Netzwerke, aber auch verschiedenste Cloud-Dienste, umfassend überwachen und verwalten. Eine „Solution Gallery“ erleichtert den Zugang zu den jeweils benötigten Aufgaben. (Bild: Microsoft / Thomas Joos)

Mit der Microsoft Operations Management Suite bietet Microsoft eine umfassende Überwachungslösung an, mit der sich lokale Netzwerke, aber auch Cloud-Lösungen und hybride Cloud-Umgebungen effizient überwachen und steuern lassen

Die Operations Management Suite (OMS) erlaubt die zentrale Überwachung von Netzwerken und Clouddiensten, unabhängig zu System Center-Produkten. Die Überwachung der Server und Workloads erfolgt aus der Cloud als Software-as-a-Service-Angebot (SaaS). Damit sich Server an die Umgebung anbinden und überwacht werden können, ist ein Agent notwendig. Dieser verbindet die zu überwachenden Server mit der Cloud. Der Vorteil dabei ist die Überwachung einer komplexen Infrastruktur, ohne dass eigene Server notwendig sind, denn OMS ist cloud-basiert.

Die Überwachung von einzelnen Servern ist auch ohne System Center möglich, indem die jeweiligen Server direkt an OMS angebunden werden. Unternehmen, die aber bereits auf System Center setzen, können auch System Center anbinden. Microsoft zeigt in einem Video, welche Möglichkeiten grundsätzlich mit OMS möglich sind.

Transparenz und Kontrolle über die gesamte Hybrid Cloud

Neben einer einfachen Überwachung kann OMS natürlich auch Alarme auslösen. Auch eine Inventarisierung sowie die Integration eines Ticket-Systems für den Support lässt sich umsetzen. Vorteil der Umgebung ist zusätzlich, dass sich auch Produkte von Drittanbietern wie VMware vSphere oder auch OpenStack anbinden lassen. OMS unterstützt die Überwachung von Linux- und Windows basierten Server-Systemen. Auch die Anbindung an Microsoft Azure oder Amazon Web Services ist möglich.

Dank der umfassenden Überwachungs- und Steuerfunktionen von Cloud-Diensten und lokaler Server können kleinere Unternehmen ebenso von OMS profitieren wie Firmen, die große Serverfarmen und Cloud-Services betreiben. Das heißt, mit OMS lassen sich auch hybride Cloud-Umgebungen verschiedener Anbieter überwachen.

OMS kann die Cloud-Dienste überwachen, aber auch Ereignisanzeigen von Windows-Servern oder Protokolle von Linux-Servern auslesen. Außer der Installation von Agenten auf den angebundenen Servern, sind keinerlei Installationen notwendig.

Wer keine Cloud-Dienste nutzt, kann dennoch sein Netzwerk mit OMS überwachen. Mit der Lösung können Administratoren problemlos die Active Directory-Replikation mehrerer Standorte effizient überwachen. Dazu ist ein Agent auf den Domänencontrollern notwendig, der die Daten zur Überwachung an OMS sendet. Die Suite wertet die Daten in Echtzeit aus, und zeigt diese übersichtlich in einem Dashboard an.

Aktives Eingreifen durch OMS möglich

OMS überwacht die angebundenen Server in Echtzeit und kann nicht nur Alarme auslösen oder Daten inventarisieren. Erkennt die Lösung, dass ein Host Probleme hat, kann über die Hyper-V-Replikation sichergestellt werden, dass ein Replikats-Server die Aufgaben derr VM übernimmt. Dadurch kann ein automatisiertes Failover stattfinden, wenn das seitens des Administrators erwünscht ist. In größeren Umgebungen mit mehreren Rechenzentren lassen sich die Replikate sogar verteilt über ganze Rechenzentren nutzen. Dazu arbeitet OMS mit Azure Site Recovery zusammen. Eine solche automatisierte Reparatur kann auch weitgehend automatisiert umgesetzt werden.

OMS kann also aktiv in das Netzwerk eingreifen und in die Replikation in Hyper-V, Microsoft Azure, aber auch in EMC-Produkte oder SANs von NetApp. So kann OMS auch Teil einer Hochverfügbarkeitsumgebung in einem Unternehmen werden. Zusätzlich kann OMS wichtige Daten auf den angebundenen Server mit Azure Backup in der Cloud sichern. OMS überwacht also nicht nur Dienste in Microsoft Azure, sondern kann die Dienste aktiv nutzen und zur Hochverfügbarkeit von hybriden Cloud-Umgebungen einsetzen.

Zusätzlich erlaubt OMS eine zentrale Verwaltung der Patches auf den angebundenen Servern. Auch aktivierte Virenscanner und die Version der Signaturdateien lassen sich steuern. Dazu arbeitet OMS auch mit WSUS zusammen, und kann parallel mit WSUS und anderen Microsoft-Technologien zusammenarbeiten.

Einfacher Einstieg in OMS

Die zentrale Überwachungsoberfläche von OMS basiert auf einer webbasierten Oberfläche. Microsoft bietet aber auch Apps für Smartphones und Tablets zur Überwachung an. Bei größeren Umgebungen lassen sich einzelne Server, Serverdienste oder auch Cloud-Anwendungen gruppieren. Darüber hinaus können verschiedene Benutzerkonten angelegt werden, die das Recht haben auf die einzelnen Servergruppen zuzugreifen. Die Delegierung der Überwachung ist mit OMS problemlos möglich. Alle Benutzer, die sich mit OMS verbinden dürfen, erhalten die Informationen angezeigt, für die sie berechtigt sind. Darüber hinaus darf jeder Benutzer sein eigenes Dashboard anlegen.

In der Verwaltungsoberfläche lassen sich jederzeit neue Überwachungsbereiche hinzufügen. Zum Beispiel kann auf diesem Weg der Status der AD-Replikation überwacht werden, aber auch andere Serverdienste. Microsoft erweitert diese „Solution Gallery“ ständig.

Die Agenten auf den Servern übertragen die relevanten Daten zur Überwachung in die Cloud. Durch die Konfiguration der „Solutions“ wird festgelegt, welche Daten für die Überwachung herangezogen werden sollen. In der Oberfläche sind auch die angebundenen Server und Cloud-Dienste zu sehen, die OMS überwachen kann. Für jeden Server kann festgelegt werden, was übertragen und überwacht werden soll.

Neben der einfachen Möglichkeit die Daten der Überwachung über das Dashboard oder die Apps anzuzeigen, lassen sich die übertragenen Protokolle der Server auch durchsuchen. Dazu können Administratoren eigene Abfragen erstellen, und die Informationen dazu auslesen.

Preise und Funktionsumfang der einzelnen OMS-Pakete listet Microsoft auf einer Übersichtsseite auf.

Fazit

Microsoft Operations Management Suite erlaubt die Überwachung kleinerer Umgebungen, aber auch von großen Netzwerken über die Cloud. Da keine eigenen Server für die Lösung notwendig ist, kann mit OMS schnell eine Überwachungslösung aufgebaut werden. Die Überwachung ist schnell eingerichtet und auch für Administratoren interessant und schnell einsatzbereit, die sich nicht zentral, um die Überwachung kümmern, sondern auch um andere Belange des Netzwerks. Große Unternehmen und Netzwerke profitieren wiederum von den Möglichkeiten aktiv in die Hochverfügbarkeit eingreifen zu können. OMS kann Netzwerke also nicht nur überwachen sondern aktiv zur Verbesserung der Hochverfügbarkeit beitragen.

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