Praktische Vorteile einer Hybrid-Cloud-Strategie

Gute Gründe, nicht nur auf eine Form der Cloud zu setzen

| Autor / Redakteur: Oksana Braune* / Rainer Graefen

Welches Cloud-Modell darf´s denn sein? öffentlich, privat oder hybrid?
Welches Cloud-Modell darf´s denn sein? öffentlich, privat oder hybrid? (Bild: Zadara)

Da immer mehr Unternehmen zur Cloud wechseln, ist eine der ersten Fragen, die sie beantworten müssen, welches Cloud-Modell am besten zu ihren Bedürfnissen passt: öffentlich, privat oder hybrid. Viele wählen das Hybrid-Modell nach dem Motto: damit kann man alles machen.

Der Begriff „Hybrid-Cloud“ bezieht sich einfach auf eine Betriebsumgebung mit sowohl privaten als auch öffentlichen Cloud-Plattformen. Sie ist für viele Unternehmen zu einem attraktiven Modell geworden, weil Benutzer von den Kosten und den Funktionsvorteilen der öffentlichen Cloud profitieren können und gleichzeitig auch die Flexibilität und Kontrolle erhalten, die eine private Cloud anbietet. Werfen wir einen kurzen Blick auf wichtige Vorteile einer Hybrid-Cloud-Strategie.

Flexibilität zur Festlegung optimaler Platzierung von Arbeitslasten

Mit einer Hybrid-Cloud können Administratoren entscheiden, wo sie Workloads platzieren, um Effizienz zu maximieren und Kosten zu senken.

Das Unterscheidungsmerkmal der öffentlichen Cloud ist ihre Fähigkeit, IT-Dienste nach Bedarf bereitzustellen, ohne dass Startkapital in Hardware und Infrastruktur investiert werden muss. Mit ihrem XaaS („Whatever you need“-as-a-Service)-Modell sind öffentliche Cloud-Plattformen wie Microsoft Azure, Amazon Web Services (AWS) oder Google Cloud Platform (GCP) zu hervorragenden Mitteln für schnellen Einsatz gängiger Anwendungen geworden, von denen viele Unternehmen abhängen.

Unabhängig davon ob es ein CRM (customer relationship management) oder ERM (enterprise resource management) oder vielleicht eine Dokumentenmanagement-Umgebung wie Office 365 ist, können Unternehmen diese Workloads schnell und kostengünstig auf einer öffentlichen Cloud-Plattform einrichten.

Doch viele Organisationen haben auch Workloads, denen mit einer lokalen Umgebung besser gedient ist als mit der öffentlichen Cloud. Beispielsweise können Workloads, die sehr hohe I/O-Reaktionsfähigkeit benötigen, z. B. Analytik großer Datenmengen, von Latenzproblemen in der öffentlichen Cloud beeinflusst werden, die die Systemleistung auf ein inakzeptables Maß reduzieren können. Durch die Unterbringung solcher Workloads in einer unternehmenseigenen privaten Cloud, in der Speicher und Server nah zueinander gehalten werden können, können Latenzeffekte reduziert werden.

Kontrolle von Daten und Anwendungen

Die öffentliche Cloud ist eine multimandantenfähige Umgebung, in der Ressourcen unter einer größeren Zahl von Kunden aufgeteilt werden. Viele Unternehmen, die über die Möglichkeit beunruhigt sind, dass ihre Workloads irgendwie von den Aktivitäten anderer Benutzer beeinflusst werden, behalten ihre einsatzkritischen Anwendungen lieber in einer privaten Cloud unter ihrer direkten Kontrolle und laden weniger kritische Workloads in der öffentlichen Cloud ab.

Datenplatzierung zur Erfüllung der Sicherheitsanforderungen

Datensicherheit hat für die Verwendung von privaten Clouds höchste Priorität. Obwohl öffentliche Cloud-Plattformen jetzt sehr hohe Datenschutzebenen bieten können, glauben viele Unternehmen, dass ihre sensibelsten Daten weniger anfällig sind, wenn sie hinter ihrer firmeninternen Firewall bleiben. Dies gilt besonders für Unternehmen in Branchen wie dem Gesundheits- oder Bankwesen, die behördlichen Compliance-Anforderungen unterliegen, in denen festgelegt ist, wie Kundeninformationen sicher aufbewahrt werden müssen.

Andererseits können weniger sensible Daten, die inaktiv oder selten verwendet werden, in öffentliche Cloudspeicher verschoben werden, um niedrigere Kosten und größere Skalierbarkeit zu nutzen.

Geschwindigkeit beim Testen und Einsetzen neuer Anwendungen

Viele Unternehmen verwenden öffentliche und private Clouds zum Testen und Einsetzen neuer Anwendungen. Die Design-Parameter neuer Apps können mit einem öffentlichen Cloud-PaaS-Angebot (Platform-as-a-Service) gestaltet, verfeinert und gründlich getestet werden. Da PaaS-Ressourcen virtualisiert werden, können Entwickler sie nach Bedarf aufrufen, ohne Firmenkapital für den Kauf von Hardware ausgeben zu müssen. Sobald Entwicklung und Prüfung abgeschlossen sind, kann die Anwendung in einer öffentlichen oder privaten Cloud zur Produktion bereitgestellt werden.

Übergabe von unkritischen Daten an die Public Cloud

Viele Hybrid-Cloud-Implementierungen wurden speziell entwickelt, um ein nahtloses Failover in die öffentliche Cloud zu ermöglichen, wenn die Abläufe in der privaten Cloud einer Organisation aus irgendeinem Grund unterbrochen werden sollten. Dies gilt besonders im Bereich Datensicherung/-wiederherstellung und Notfallwiederherstellung. Nach dem Notfall können Abläufe in die private Cloud-Umgebung zurückgegeben werden, ohne dass Benutzer jemals bemerken, dass der Ausfall aufgetreten ist.

Das ist auch die Idee hinter „Cloud-Bersten“, das eingesetzt wird, wenn ein Anstieg bei der Nachfrage die Kapazität einer privaten Cloud überschreitet. Ob es vielleicht im Vorgriff auf saisonale Leistungsspitzen vorgeplant oder das völlig unerwartete Ergebnis eines Nachrichtenereignisses ist, das plötzlich mehr Verkehr auf die Webseite eines Unternehmens bringt, können nicht sensible Daten vorübergehend in die öffentliche Cloud übergeben werden, damit Abläufe ohne Unterbrechung fortgesetzt werden können.

Lösungen wie die Zadara Storage Cloud haben sich als äußerst effektive Speicherlösungen für Hybrid-Cloud-Implementierungen erwiesen. Sie sind mit den wichtigsten Cloud-Anbietern wie AWS, Azure und GCP verbunden und können auch als die Speicherkomponente einer privaten Cloud im Haus des Kunden untergebracht werden. Mit ihren Remote-Replizierungs- und Spiegelungsfunktionen kann Zadara Storage Cloud gespeicherte Daten zwischen Clouds transparent übertragen, um Failover, Übergabe, Sicherung/Wiederherstellung und Notfallwiederherstellung zu erleichtern.

Auf Basis einer Storage-as-a-Service-Lösung (StaaS) zahlen Kunden, egal wie viele Systeme vor Ort installiert werden, nur eine monatliche Gebühr für die Speicherkapazität, die sie während des Abrechnungszeitraums tatsächlich brauchen, was neben den oben erwähnten technischen Vorteilen auch zu Kosteneffizienz führt.

* Oksana Braune, Sales Director Central & Eastern Europe, Zadara Storage

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