Unternehmen, die eine eigene, souveräne Cloud aufbauen wollen, kommen um Open Source-Lösungen kaum herum. Vor allem Nextcloud, Owncloud und OpenStack spielen eine wesentliche Rolle. Dazu kommt die deutsche Cloud-Lösung Stackit des Lidl-Konzerns.
Welche Rolle Open Source bei der Cloud-Strategie spielt.
(Bild: Gorodenkoff - stock.adobe.com)
Open Source spielt eine zentrale Rolle beim Aufbau einer eigenen Cloud-Infrastruktur – sei es im Unternehmensnetzwerk oder auf gemieteten Servern. In Deutschland steht dabei vor allem der Anbieter Nextcloud im Fokus, der eine souveräne Alternative zu Microsoft 365 und Google Workspace bietet. Nextcloud entstand ursprünglich als Fork von Owncloud, einer weiteren Open-Source-Lösung für den Betrieb eigener Cloud-Dienste. Beide Projekte werden in Deutschland entwickelt und stehen als kostenlose Community-Editionen zur Verfügung. Für Unternehmen, die erweiterte Funktionen, höhere Sicherheitsstandards und professionellen Support benötigen, bieten sowohl Nextcloud als auch Owncloud kostenpflichtige Enterprise-Versionen an.
OpenStack als Basis für die eigene Cloud
Neben Nextcloud und Owncloud spielt auch OpenStack eine wichtige Rolle beim Aufbau souveräner Cloud-Infrastrukturen. Während Nextcloud und Owncloud Open-Source-Plattformen für Datei-Synchronisation und Kollaboration sind – beide aus derselben Codebasis hervorgegangen –, verfolgt Owncloud ein Open-Core-Modell: Erweiterte Funktionen stehen nur in der kostenpflichtigen Enterprise-Version zur Verfügung. Nextcloud hingegen setzt auf eine vollständig offene Entwicklung mit integrierten Funktionen wie Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Talk für Videokonferenzen.
OpenStack geht deutlich über diese Funktionalitäten hinaus. Die Plattform bietet eine modulare Architektur zur Verwaltung von Infrastrukturressourcen wie Compute, Storage und Networking – ideal für private oder hybride Cloud-Umgebungen. Während Nextcloud und Owncloud vor allem als Alternativen zu Dropbox, Google Drive oder Microsoft 365 dienen, richtet sich OpenStack an Betreiber großer Rechenzentren, die skalierbare Cloud-Infrastrukturen aufbauen möchten.
OpenStack und Red Hat OpenShift sind zwei unterschiedliche, aber oft komplementär eingesetzte Technologien in modernen IT-Umgebungen. OpenStack fungiert als Infrastructure-as-a-Service (IaaS) und stellt eine Plattform zur Verwaltung virtueller Maschinen, Netzwerke und Speicherressourcen bereit. OpenShift hingegen ist eine Platform-as-a-Service (PaaS) zur Orchestrierung von Containern auf Basis von Kubernetes. In typischen Architekturen läuft OpenShift direkt auf OpenStack und nutzt dessen Infrastruktur, um Container-Workloads effizient bereitzustellen und zu verwalten.
OpenShift und OpenStack gemeinsam nutzen, für die eigene, souveräne Cloud.
(Bild: Sceenshot / Thomas Joos)
Diese Kombination erlaubt es Unternehmen, eine integrierte Private- oder Hybrid-Cloud aufzubauen: OpenStack bildet die flexible Infrastrukturgrundlage, während OpenShift die Entwicklung und den Betrieb containerisierter Anwendungen optimiert. Da beide Technologien von Red Hat stammen, profitieren Nutzer von tiefgreifenden Integrationsmöglichkeiten – etwa bei der automatisierten Bereitstellung und Skalierung von Ressourcen.
OpenStack kann eine ideale Basis für die eigene Cloud darstellen
(Bild: Sceenshot / Thomas Joos)
Integrierte Cloud-Strategie durch Zusammenspiel
Die Kombination aus OpenStack, OpenShift und Nextcloud bzw. Owncloud ermöglicht Unternehmen den Aufbau einer leistungsfähigen, flexiblen und vollständig eigenständigen Cloud-Infrastruktur. OpenStack bildet die Grundlage für die Bereitstellung und Verwaltung von Compute-, Netzwerk- und Speicherressourcen. Darauf aufbauend bietet OpenShift eine containerisierte Plattform zur effizienten Orchestrierung und Skalierung von Anwendungen. Ergänzend sorgen Nextcloud oder Owncloud für eine sichere, DSGVO-konforme File-Sync- und Share-Lösung – als Alternative zu kommerziellen Angeboten wie Google Drive, Dropbox, Google Workspace oder Microsoft 365.
Nextcloud kann in Unternehmen Microsoft 365 oder Google Workspace ersetzen.
(Bild: Sceenshot / Thomas Joos)
In einer integrierten Architektur lassen sich OpenStack und OpenShift ideal kombinieren, um eine skalierbare Hosting-Umgebung für Nextcloud oder Owncloud bereitzustellen. Dabei können Storage-Ressourcen aus OpenStack mit Kubernetes-basierten Deployments in OpenShift effizient genutzt werden. So entsteht eine vollständig kontrollierbare Cloud-Plattform für Dateispeicherung, Teamzusammenarbeit und Anwendungsentwicklung – vollständig unternehmensintern und ohne Abhängigkeit von externen Anbietern.
Stackit – Europäische Cloud-Alternative mit Fokus auf Datenschutz
Stackit ist die Cloud-Plattform der Schwarz IT, dem IT-Dienstleister hinter Lidl und Kaufland. Teile der Plattform basieren auf OpenStack, wie aus der offiziellen Servicebeschreibung hervorgeht. Zudem unterstützt die Schwarz IT die Open Infrastructure Foundation, die hinter der Weiterentwicklung von OpenStack steht. Gemeinsam mit Cloud&Heat Technologies hat Stackit zudem das Open-Source-Tool YAOOK („Yet Another OpenStack on Kubernetes“) entwickelt – ein vollständig automatisiertes System für das Lifecycle-Management von OpenStack.
Als europäische Alternative zu großen US-Cloud-Anbietern bietet Stackit sowohl Infrastructure-as-a-Service (IaaS) als auch Platform-as-a-Service (PaaS) mit besonderem Fokus auf Datenschutz und DSGVO-Konformität. Unternehmen profitieren von Rechenzentren in Deutschland und Österreich sowie einer Architektur, die höchste Sicherheitsanforderungen erfüllt. Im Bereich Object Storage stellt Stackit eine leistungsfähige, S3-kompatible Lösung mit hoher Skalierbarkeit bereit.
Stand: 08.12.2025
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In Kombination mit OpenStack, OpenShift und selbst gehosteten Lösungen wie Nextcloud oder Owncloud kann Stackit eine sinnvolle Ergänzung für Unternehmen darstellen, die eine moderne, zugleich souveräne Cloud-Infrastruktur in Europa aufbauen möchten.