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Profitbricks erfindet IaaS neu AWS ist out, jetzt kommt Profitbricks - plant Achim Weiß

| Redakteur: Ulrike Ostler

Profitbricks-CEO Achim Weiß und sein Ingenieurteam haben viel vor. Sie wollen Infrastruktur als Service (IaaS) anbieten und zwar im großen Stil, auf modernster Grundlage, aber auch unglaublich flexibel und wettbewerbsfähig. Der Ex-1&1-Vorstand visiert für Profitbricks eine Position unter den drei größten IaaS-Anbietern an.

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Die Vorteile von IaaS sind hinlänglich bekannt: Statt fixer Investitionskosten zahlt der Anwender nur das, was er nutzt. Allerdings will Profitbricks Infrastruktur-Services aus der Wolke auf ganz neue Ebenen hieven.
Die Vorteile von IaaS sind hinlänglich bekannt: Statt fixer Investitionskosten zahlt der Anwender nur das, was er nutzt. Allerdings will Profitbricks Infrastruktur-Services aus der Wolke auf ganz neue Ebenen hieven.
(Bild: ProfitBricks)

„Maßgeschneiderte und kosteneffiziente IaaS-Lösungen auf Cloud-Basis für professionelle Kunden“, will Profitbricks bieten. In dieser Woche fiel quasi der offizielle Startschuss für das Angebot des Berliner Unternehmens.

Zwei Jahre hat die Entwicklung des IaaS-Angebots von Profitbricks gedauert. „In dieser Zeit haben wir mit Hochdruck an einem System gearbeitet, das neue Maßstäbe im Hosting-Bereich setzen sollte. Dieses Ziel haben wir erreicht“, sagt Firmengründer und Profitbricks-CEO Achim Weiß.

Der Mann ist kein Unbekannter: Der 40jährige gilt als ein Experte für die Entwicklung skalierbarer Internet-Infrastrukturen. Bevor er 2009 mit seinem Geschäftspartner Andreas Gauger das Start-up gründete, arbeitete er als Chief Technical Officer (CTO) im Unternehmensvorstand der 1&1 Internet AG für die Bereiche Projekt-Management, Technik und Entwicklung.

Achim Weiß und der IaaS-Markt

1995 war Weiß Mitbegründer der Web-Hosting-Firma Schlund + Partner, später 1&1. Unter seiner Leitung entstanden beispielsweise die dortige Hosting-Infrastruktur, die Video-on-Demand-Plattform von Maxdome sowie das Mail-System für GMX und web.de. Heute sagt er: „Eines meiner spannendsten Projekte war jedoch die Realisierung der Profitbricks-Technologie.“

Dass er mit seinem IaaS-Angebot recht spät in den Markt einsteigt, stört ihn wenig. Das was Amazon Web Services anbietet, sei völlig unflexibel, sowohl was die Technik, etwa in punkto Geschwindigkeit, als auch den Service-Zuschnitt angehe, und damit veraltet. Das aber erlaube dem Start-up Profit Bricks mit seinem Angebot und den technischen Grundlagen zu reüssieren.

Die derzeitige Hardware-Ausstattung auf einer angemieteten Rechenzentrumsfläche reicht für ein paar Tausend Cores; etwa 40 Prozent Puffer plant Weiß für Lastspitzen ein. Die Computing-Hardware basiert auf AMD-Chips: 64 Cores pro Server sowie 256 GB RAM pro Knoten.

Vielfach schneller als AWS

Als Hypervisor fungiert KVM. Die Vorteile sind schnell genannt: „KVM ermöglicht eine Virtualialisierung auf der Hardware und wir haben den Sourcecode“, sagt Weiß.

Kunden mit VMware als Basis können ihre Images auf der Plattform laufen lassen, Weiß empfiehlt den Kunden allerdings eine Migration. Doch anders als bei AWS lasse Profit Bricks die Kunden damit nicht alleine, so Weiß. „Bei Amazon müssen sie das selber machen.“

Einen wesentlichen Vorteil für das eigene Unternehmen sieht Weiß in der vermaschten, redundante Vernetzung mit Infiniband bei 40 Gigabit pro Sekunde (Gb/s) und Port. Zum Vergleich: AWS biete 1 Gb/s pro Port.

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Link: ProfitBricks

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