T-Systems offeriert mit der Open Telekom Cloud eine echte Alternative zu den Hyperscalern, die eigene Rechenzentren betreibt und auf der quelloffenen Virtualisierungsplattform OpenStack basiert. Professionelle Anwender und Geschäftskunden steht damit eine sichere IaaS-Lösung für das Management von Workloads über eine Public Cloud zur Verfügung.
T-Systems offeriert mit der Open Telekom Cloud eine sichere Alternative zu den Hyperscalern.
(Bild: gemeinfrei, cocoparisienne / Pixabay)
Welchen Marktanteil haben eigentlich die Hyperscaler in Europa? Die Marktforscher der Synergy Research Group berichteten uns im Oktober, dass das europäische Gesamtvolumen von rund 10,4 Milliarden Euro im zweiten Quartal 2022 zu 72 Prozent an die Branchenriesen Amazon, Microsoft und Google gefallen ist. Unter den hiesigen Alternativen sind SAP und die Deutsche Telekom mit einem Marktanteil von jeweils zwei Prozent am europäischen Markt führend. Unzählige nationale und regionale Anbieter teilen sich den restlichen Markt auf.
Da müssen wir uns im heutigen Teil der Reihe mit Alternativen zu den Hyperscalern unbedingt die Telekom, und hier speziell die Open Telekom Cloud ansehen. Welche Stärken kann das deutsche Angebot vorweisen, mit welcher Taktik will man Paroli bieten?
Nun, zunächst handelt es sich bei der Open Telekom Cloud um eine wirkliche Alternative – mit eigenen Rechenzentren und Clouds in Deutschland und den Niederlanden sowie neuerdings auch der Schweiz, die weit weg von den „Ermittlungsbehörden“ in den USA und China sind.
Die Open Telekom Cloud basiert zudem auf der quelloffenen Virtualisierungsplattform OpenStack der Open Infrastructure Foundation und gehört der Konzernmutter T-Systems, die wir in dieser Reihe bereits präsentiert haben. Mit ihr teilt man die Ausrichtung auf sichere Räume aka souveräne Clouds nach dem Muster von Gaia-X. Das verspricht auch das Angebot „T-Systems Sovereign Cloud powered by Google Cloud“ - allerdings mit Abstrichen.
„Die Open Telekom Cloud fügt sich nahtlos in das Multi-Cloud Angebot der deutschen Telekom ein. Unternehmen, die eine rein europäische Cloud-Lösung mit höchsten Datenschutzstandards suchen, aber gleichzeitig nicht auf das breite Service-Spektrum der Hyperscaler verzichten möchten, werden bei der Open Telekom Cloud mit ihrem mehrfach-zertifiziertem und breitem Portfolio fündig“, erläutert Greg Hyttenrauch, seit November neuer Vice President for Cloud Services bei T-Systems.
Greg Hyttenrauch ist seit November 2022 Vice President for Cloud Services bei T-Systems.
(Bild: T-Systems)
„Basierend auf OpenStack ermöglicht sie den Nutzern eine hohe Flexibilität sowie Konnektivität mit weiteren Open-Source-Lösungen. Dabei wird die Open Telekom Cloud ausschließlich von in Europa ansässigen T-Systems Mitarbeitern betrieben. Diese Kombination ist vor allem für Kunden aus regulierten Märkten von besonderem Interesse.“
Die Dienste der Open Telekom Cloud
Die 2016 gestartete Open Telekom Cloud fasst – wie schon früher berichtet – die Cloud-Services für professionelle Anwender und Geschäftskunden zusammen. Es handelt sich um eine skalierbare IaaS-Lösung (Infrastructure-as-a-Service), die Computing-, Storage-, Netz- und Sicherheitsservices für den Aufbau und das Management von Workloads über eine Public Cloud bereitstellt. Es sind viele verschiedene Kombinationen von CPU, RAM, Speicherplatz und Netzwerk möglich.
Die Administration erfolgt über ein Self-Service-Portal und programmierbare Schnittstellen (APIs). Unter anderem lassen sich über diese Wege Prozessorleistung, Arbeitsspeicher, Speicherplatz und Netzwerkleistungen individuell wählen und einstellen. Ebenfalls in das Leistungsangebot der Open Telekom Cloud integriert sind relationale Datenbank-Services (RDS) sowie virtuelle Server mit verschiedenen Betriebssystemen wie Windows, Debian, Fedora, Red Hat, Ubuntu, CentOS, Oracle Linux oder Suse Enterprise.
Und wie soll es weitergehen? „Die Open Telekom Cloud wird auch in 2023 weitere interessante Features für den europäischen Cloud-Markt bereitstellen, um Kunden mit einem erhöhten Bedarf nach Datenschutz und Compliance gerecht zu werden“, so Hyttenrauch. „Beispielsweise werden wir Confidential Computing Angebote aufstellen, die speziell im Health Bereich zum Einsatz kommen. Das ergänzt perfekt die bereits vorhandene Verpflichtung auf das Sozialgeheimnis nach § 35 SGB I zur Verarbeitung von Sozialdaten. Weiterhin werden wir performantere Storage-Lösungen in unser Portfolio integrieren und unser Datenbank-Portfolio weiter ausbauen. Grundsätzlich fokussieren wir uns auch auf den Ausbau unserer Sicherheitsservices, um der wachsenden Nachfrage nach Cloud Security gerecht zu werden.“
Neue Zertifizierung für mehr Sicherheit
Die Services sind individuell konfigurierbar und basieren auf den deutschen Datenschutzrichtlinien. Überhaupt will man maximale Sicherheit und Datenschutz offerieren. Jüngst hat man für die Bemühungen die Zertifizierung zur Einhaltung des EU Cloud Code of Conduct erhalten. Die Infrastruktur der Telekom-Tochter wird damit in das öffentliche Register der zugelassenen Dienste aufgenommen. Das öffentliche Register stellt eine verifizierte Quelle für Kunden dar, die nach DSGVO-konformen und vertrauenswürdigen Cloud-Diensten suchen.
Stand: 08.12.2025
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Die Einhaltung des Verhaltenskodexes basiert auf strengen technischen und organisatorischen Kontrollen. Der Begutachtungsprozess wird von Scope, einer unabhängigen Überwachungsstelle, geleitet. Die Due-Diligence-Prüfung wird jährlich erneuert, um die dauerhafte Einhaltung der Vorschriften für die Kunden zu gewährleisten. „Wir freuen uns darüber, dass die Open Telekom Cloud den Zertifizierungsprozess erfolgreich durchlaufen hat. Weitere Lösungen werden folgen“, erklärte Adel Al-Saleh, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom und CEO von T-Systems, vor wenigen Tagen.
„Europäische Werte für Datenschutz und Compliance sind ein wichtiger Bestandteil dessen, was unsere Kunden am Cloud-Angebot von T-Systems schätzen. Wir unterstützen die EU-Code-of-Conduct-Initiative voll und ganz und freuen uns, dass die Open Telekom Cloud den Akkreditierungsprozess abgeschlossen hat. Das gibt unseren Kunden Sicherheit im Hinblick auf die DSGVO“, erläutert ergänzend Hyttenrauch.
Neben dem besagten EU Cloud Code of Conduct bietet die Open Telekom Cloud die gängigen ISO-Zertifikate wie ISO 27001 und ISO 27017, spezifische Datenschutzzertifikate wie TCDP 1.0 sowie eine Reihe weiterer Zertifikate und Berichte inklusive SOC 1, SOC 2, SOC 3 und dem BSI C5. Damit sind die in der Open Telekom Cloud gespeicherten Daten nicht von den zwischen der EU und den USA getroffenen Regelungen zum Datenaustausch (früher „Safe Harbor“, nun „EU-US Privacy Shield“) betroffen.