BearingPoint und IFS gründen Joint Venture Arcwide bietet Unterstützung beim Change-Management

Von Dr. Dietmar Müller

BearingPoint und IFS haben das Joint Venture Arcwide ins Leben gerufen. Es kombiniert professionelle Business Services mit der IFS-Cloud. Zunächst soll der europäische Markt angegangen werden, aber der Blick richtet sich bereits auf die USA. Wir sprachen mit dem neuen CEO Philippe Chaniot.

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BearingPoint und IFS haben das Joint Venture Arcwide ins Leben gerufen. Es kombiniert professionelle Business Services mit der IFS-Cloud.
BearingPoint und IFS haben das Joint Venture Arcwide ins Leben gerufen. Es kombiniert professionelle Business Services mit der IFS-Cloud.
(Bild: gemeinfrei, geralt / Pixabay)

Das Beratungsunternehmen BearingPoint und der Cloud-Provider IFS haben Ende März ein Joint Venture gegründet: Arcwide soll branchenübergreifend die Implementierung der IFS-Cloud plus Services offerieren. „Am 1. April 2022 sind wir mit rund 110 Mitarbeitenden gestartet und werden bis zum Jahresende 260 Mitarbeitende haben“, stellt Philippe Chaniot, CEO von Arcwide, gegenüber CloudComputing-Insider in Aussicht.

Philippe Chaniot, CEO von Arcwide
Philippe Chaniot, CEO von Arcwide
(Bild: Arcwide)

Chaniot plant, den Kunden ein Komplettangebot aus einer Hand zur Verfügung zu stellen – vom Kauf der IFS Cloud bis hin zur Erkennung und Erschließung von Wertschöpfungs-Potenzialen. IFS sieht seine Cloud-Lösung insbesondere in den Bereichen Servicemanagement, Enterprise Resource Planning und Enterprise Asset Management gut positioniert. Kunden können die IFS Cloud entweder online oder im eigenen Rechenzentrum einsetzen.

Schwerpunkt auf Managed Services

„Arcwide bietet vom Start weg verschiedene Managed Services an, die vor Ort, also onshore, oder von einem entfernten Standort aus – also offshore – erbracht werden können. Das können zum Beispiel Entwicklungsprojekte rund um IFS, Anwendungsmanagement, Hosting und Administration oder auch die Migration zu IFS hin sein“, so Chaniot. Das Dienste-Portfolio umfasse neben besagten Managed Services und andere Dienstleistungen, die kritisch für die Business Transformation sind, wie Trainings und Change-Management, auch Value Assessment und Scoping.

Der CEO erläutert: „Eine IFS-Implementierung ist nicht einfach nur ein IT-Projekt, sondern oft auch ein Projekt, das Geschäftsprozesse verändert und mit einem starken Business Case verbunden ist. Aus diesem Grund bietet Arcwide zwei Business Transformation-Services an: zum einen Reengineering: Dabei liegt die Stärke unseres Ansatzes darin, dass wir sowohl die geschäftlichen Anforderungen als auch die IFS-Lösung hinterfragen. Wir differenzieren den angestrebten Geschäftsumfang aus. Parameter dafür sind verschiedene Achsen wie Prozesse, Organisation, Methodik und Tools, die wir danach bewerten, was standardisiert oder was rationalisiert werden kann.“

Change-Management von großer Bedeutung

Der zweite Business Transformation-Service betrifft das Change-Management: „Das Change-Management ist ein wesentliches Element für den Erfolg jedes Projekts. Wir implementieren einen ‚Kontrollturm‘ für das Änderungsmanagement, um die Einbindung der Lösung während des gesamten Programms zu messen. Anschließend bauen wir ein Netzwerk von Botschaftern und ein Netzwerk für gegenseitige Unterstützung zwischen den Anwendern auf. Die ‚Begeisterung‘ für den Wandel bauen wir auf dem Weg durch mehrere Change-Management-Dimensionen auf.“

Das Angebot gelte für Unternehmen in Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich, Irland, Italien, den Niederlanden, der Schweiz sowie Großbritannien, wo man auch Niederlassungen unterhalte. Aber man strecke sich bereits nach weiteren Regionen aus: „Gespräche in den USA und in Asien laufen bereits. Wir gehen davon aus, dass wir Ende 2022, Anfang 2023 unsere Geschäftstätigkeit in den USA starten werden“, so Chaniot.

Fokus auf Europa, USA kommen danach

Zunächst liege der Fokus aber auf Europa, dessen Daten-Souveränität man gerne unterstützen würde. Naturgemäß richtet sich der Blick Gaia-X: „Wir sind daran interessiert zu erkunden, wie wir in diesem Bereich aktiv werden können und welche Möglichkeiten wir haben, um uns darin einzubringen. Souveränität ist sehr wichtig, gerade in diesen unruhigen Zeiten, und sogar noch wichtiger, wenn wir über Daten und deren Schutz sprechen. Wichtige Daten vor Korruption, Kompromittierung oder Verlust zu schützen und die Daten in einem funktionsfähigen Zustand wiederherzustellen, ist etwas, was jedes Unternehmen in der Welt angeht.“

Dem CEO geht es aber auch noch um etwas anderes: „Das wirklich interessante an Gaia-X ist, dass es sich nicht nur um eine Cloud handelt, sondern um ein föderiertes System, das viele Anbieter und Nutzer von Cloud-Diensten miteinander verbinden wird.“

BearingPoint und IFS verbindet eine langjährige Partnerschaft: BearingPoint ist Platinum Partner von IFS und Gewinner des IFS Growth Partner of the Year Awards 2021 und des IFS Global Systems Integrator of the Year Awards 2020. „BearingPoint war schon immer ein starker Partner, der unser Geschäft versteht und einen ähnlichen Kundenfokus hat. Die Ausweitung unserer Zusammenarbeit ist ein logischer Schritt“, so Michael Ouissi, Chief Customer Officer IFS.

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