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Check-up - Alles klar auf Wolke sieben? Überwachung von Cloud-Umgebungen

| Autor / Redakteur: Andreas Grabner / Ulrike Ostler

Der reine Cloud oder doch eine hybride Umgebung? Mittlerweile gibt es zahlreiche Software as a Service (SaaS)-Angebote auf Plattformen wie Windows Azure oder Amazon EC2. Sie eröffnen die Möglichkeit, komplette Infrastrukturen auszulagern oder für Spitzenlasten auf zusätzliche Ressourcen zurückzugreifen. Doch was ist dabei zu bedenken?

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In die Cloud lassen sich komplette Infrastrukturen auslagern oder Spitzenlasten. Doch wie gehen die Anwender sicher, dass alles so läuft, wie sie es möchten?
In die Cloud lassen sich komplette Infrastrukturen auslagern oder Spitzenlasten. Doch wie gehen die Anwender sicher, dass alles so läuft, wie sie es möchten?
(Bild: Sashkin/ Fotolia.com)

Konkret sind vor einer Entscheidung, ob Software as a Service (SaaS) auf Plattformen wie Windows Azure oder Amazon EC2 die folgenden Fragen zu beantworten:

  • Ist die Auslagerung der Software-Anwendungen in eine oder mehrere Clouds technisch machbar?
  • Ergeben sich dadurch wirklich Kosteneinsparungen?
  • Wie können Kosten und Performance überwacht und gesteuert werden?
  • Sind die Daten in der Cloud sicher?
  • Wenn alles für einen Cloud-Einsatz spricht: Welche Lösung ist die richtige? Single Cloud oder Hybridansatz und wie lassen sich bestehende On-Premise-Services in einen Cloud-Ansatz integrieren?

Sind diese Fragen geklärt, sind weitere Details zu beachten:

1. Welche Gründe sprechen gegen einen Umzug in die Cloud?

Für einige Unternehmen ist es aus einigen simplen Gründen nicht sinnvoll, die Anwendungen aus dem eigenen Rechenzentrum zu einem Cloud-Anbieter auszulagern:

  • rechtliche Gründe, die zum Beispiel Banken vorschreiben, dass Daten physisch voneinander getrennt on premises abgelegt werden müssen.
  • Anwendungen mit spezifischen Hardware- oder Software-Anforderungen, zum Beispiel das Betriebssystem. Dann wäre ein Umzug in die Cloud mühsam und kostenaufwändig oder schlicht unmöglich.
  • Es werden keine Kosteneinsparungen erzielt, weil der Cloud Provider beispielsweise nicht alle benötigten Services auf seiner Plattform anbietet oder es aufwändiger wäre, die Anwendungen mit den angebotenen Services zu nutzen.

2. Welche Gründe sprechen für einen Hybridansatz?

Grundsätzlich bietet sich für einige Unternehmen die Möglichkeit, ihre Anwendungen sowohl auf Private als auch Public Clouds auszulagern oder unterschiedliche Private Cloud-Anbieter zu nutzen, wenn sie

  • saisonale Spitzenlasten abfedern wollen, beispielsweise im Weihnachtsgeschäft.
  • lokale Auflagen erfüllen müssen, die ihnen wie in der Glücksspielindustrie etwa vorschreiben, Rechenzentren in bestimmten Ländern zu betreiben. In diesem Fall könnte auch lokal ein Hosting-Unternehmen beauftragt werden, aber eine Cloudlösung bietet demgegenüber mehr Flexibilität.
  • regional ihren Kundenservice ausbauen und die Marktposition stärken wollen. Vor allem international wachsende Unternehmen können so in neuen Märkten qualitativ hochwertige Services anbieten.
  • Front-end und Back-end voneinander trennen wollen. So können sicherheitskritische Back-end Services im eigenen Rechenzentrum und das Front-end mit flexiblen Kapazitäten in der Cloud gehostet werden. Diese Möglichkeit ist vor allem für EE-Commerce-Anbieter attraktiv.

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