Externe Dienstleister haben hohe strategische Relevanz

Strategien und Trends zur Public-Cloud-Nutzung

| Redakteur: Florian Karlstetter

Die Public Cloud als Key Enabler für Innovation - aber meist unter Zuhilfenahme externer Dienstleister.
Die Public Cloud als Key Enabler für Innovation - aber meist unter Zuhilfenahme externer Dienstleister. (Bild: © Gorodenkoff - stock.adobe.com)

Deutsche Unternehmen legen einen immer stärkeren Fokus auf die Public Cloud und sind dabei auf die externe Expertise von IT-Service- und Consulting-Anbieter angewiesen. Zu diesem Ergebnis kommt eine von Nordcloud beauftragte und von Crisp Research durchgeführte Studie.

Nordcloud, einer der führenden europäischen Anbieter für Public Cloud Infrastrukturlösungen, und das externe IT-Forschungsunternehmen Crisp Research haben in einer aktuellen Studie die Strategien und das Mindset zu Public Clouds im deutschen Mittelstand untersucht und die Ansprüche an Managed Public Cloud Provider analysiert.

Die Kernaussagen:

  • Schon heute befinden sich 19 Prozent der deutschen Unternehmen im aktiven Public Cloud Betrieb, 55 Prozent bereiten ihren Einsatz mit Hochdruck vor.
  • Über zwei Drittel der Unternehmen planen bis 2020 mindestens 10 bis 20 Prozent ihres jährlichen Infrastruktur-Budgets auf Public Cloud Themen zu verwenden.
  • Die Public Cloud Marktführer AWS und Microsoft Azure teilen sich mit 60 Prozent den Großteil des derzeitigen Public Cloud Budgets in deutschen Unternehmen.
  • 79 Prozent der Unternehmen nehmen die Dienste und das Know-how von externen Partnern sowohl in der Beratung als auch im Betrieb in Anspruch .

Die Studie, die insgesamt 160 IT-, Digitalisierungs- und Business-Entscheider befragte, zeigt, dass sich die Mehrheit der deutschen Unternehmen schon heute mit der Public Cloud befasst. 19 Prozent setzen die Public Cloud dabei bereits in Form von Infrastructure as a Service (IaaS) und Platform as a Service (PaaS) aktiv ein, ganze 55 Prozent befinden sich in der Implementierungs- oder aktiven Vorbereitungsphase. Hierbei bevorzugt die Hälfte der Unternehmen einen phasenweisen Umzug ihres Applikations- und Infrastruktur-Portfolios, 33 Prozent gestalten die Cloud Migration „all in“, d. h. das gesamte Anwendungsportfolio wird als ein groß angelegtes Transformationsprojekt geplant.

Trend zur Dual und Multi Vendor Strategie

Da der Funktionsumfang, die Komplexität sowie die Innovationsgeschwindigkeit der Public Cloud Plattformen mittlerweile sehr hoch sind, setzen über die Hälfte (53 Prozent) der befragten Unternehmen gezielt auf zwei strategische Cloud Provider. Darüber hinaus gaben insgesamt 18 Prozent an, mehr als zwei Anbieter in Anspruch zu nehmen. Als Gründe für eine Dual, bzw. Multi Vendor Strategie nannten 34 Prozent die Minimierung des Risikos eines Vendor Lock-ins, 41 Prozent schätzen zudem die Möglichkeit der globalen Abdeckung der Data Center Locations als Enabler für internationale Rollouts ihrer neuen digitalen Services.

Investitionen in die Public Cloud steigen an

Über zwei Drittel (72 Prozent) der Befragten gaben darüber hinaus an, bis 2020 mindestens 10 bis 20 Prozent ihres Infrastruktur-Budgets für IaaS und PaaS in der Public Cloud zu investieren. Rund ein Viertel (26 Prozent) plant sogar zwischen 20 bis 50 Prozent ihres Infrastruktur-Budgets auf Public Clouds zu verlagern. Durchschnittlich entfallen 27 Prozent des Cloud-Budgets auf den reinen Cloud Betrieb. Mit 60 Prozent teilen sich dabei die Public Cloud Majors AWS und Microsoft Azure den Großteil des derzeitigen Public Cloud Budgets für IaaS und PaaS in Unternehmen, obgleich auch Anbieter wie Google Cloud Platform, IBM oder Alibaba im deutschsprachigen Raum eine wichtige Rolle spielen.

Managed Public Cloud Provider als gefragte Experten

Da sowohl die Transformation in die Public Cloud als auch der Betrieb dieser Systeme zum Teil hochkomplex sind, greift die große Mehrheit der befragten Unternehmen (79 Prozent) auf die Unterstützung externer Dienstleister zurück. 52 Prozent gaben an mit einem, 19 Prozent mit zwei Managed Public Cloud Providern zusammenzuarbeiten. Die externe Expertise wird dabei nahezu in allen Teilbereichen beansprucht, von der Cloud-Strategie (64 Prozent), dem Monitoring und Management (54 Prozent) über die Entwicklung der API-Strategie (51 Prozent) bis hin zur Entwicklung von DevOps-Betriebskonzepten (51 Prozent). Managed Public Cloud Providern wird somit eine hohe strategische Relevanz zuteil.

Ergänzendes zum Thema
 
Über Nordcloud

„Um in Zeiten der digitalen Transformation wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten Unternehmen verstärkt auf Cloud Computing Technologien setzen“, kommentiert Uli Baur, Country Manager Nordcloud DACH. „Unsere Studienergebnisse verdeutlichen, dass sich immer mehr deutsche Unternehmen dieses notwendigen Schrittes bewusst sind und daher bereits die Implementierung vorbereiten und planen, in Zukunft mehr Ressourcen auf den Cloud-Betrieb und alle damit verbundenen Prozesse zu verwenden. Durch Partner wie Nordcloud können die zahlreichen Veränderungen auch von Unternehmen gemeistert werden, denen es selbst an nötigem Fachpersonal und Know-how fehlt.“

Methodik der Studie

Die der Studie zugrunde liegende empirische Erhebung umfasst die Befragung von insgesamt 160 IT-, Digitalisierungs- und Business-Entscheidern und deckt 10 unterschiedliche Branchen ab, u.a. den Industriesektor (21 Prozent), die Konsumgüter- und Handelsbranche (13 Prozent) oder die professionelle Dienstleistungsbranche (12 Prozent). Untersuchungsgegenstand war die Public Cloud als Enabler für Innovationen in deutschen Unternehmen. Dabei wurden vor allem die Cloud-Strategie und das Mindset der Entscheider abgefragt sowie die Anwendungsbereiche der Public Cloud und Charakteristika der modernen Managed Public Cloud Provider untersucht. Nordcloud kooperierte mit dem externen IT-Forschungsunternehmen Crisp Research, um anonyme und unparteiische Ergebnisse zu erzielen. Die Befragung wurde im Juli und August 2018 durchgeführt.

Die Studie in voller Länge steht gegen Registrierung auf der Website von Nordcloud zur Verfügung.

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