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Cloud und Partner Oracle OpenWorld – alles Cloud oder was?

| Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Die Oracle OpenWorld in San Francisco beschäftigt sich hauptsächlich mit Cloud-Themen. Besonderer Fokus: Wie können Systemintegratoren im Cloud-Geschäft gefördert werden.

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Auf der Oracle OpenWorld zeigte das Unternehmen seine Cloud-Angebote.
Auf der Oracle OpenWorld zeigte das Unternehmen seine Cloud-Angebote.
(Bild: Oracle)

Flexibilität ist bei Cloud-Projekten besonders wichtig. Schließlich soll das Cloud-Bereitstellungsmodell starre Strukturen überwinden helfen oder gar das alleinige Vehikel dafür sein.

Vor diesem Hintergrund kommt die Oracle OpenWorld in San Francisco quasi als Cloud-Messe daher.

„Unternehmen setzen verstärkt auf die Cloud. Dafür erwarten sie einen einfachen und reibungslosen Ansatz, um große und komplexe IT-Infrastrukturen in die Cloud zu migrieren“, sagt Thomas Kurian, President of Product Development bei Oracle. Dazu gehöre auch, dass die IT-Abteilung weiterhin vertraute Sicherheits- und Management-Tools nutzen kann. „Mit den aktuellen Erweiterungen der Oracle Cloud Platform können Unternehmen bestehende IT-Ressourcen via Virtual Cloud Network (VCN) mit der Oracle Cloud verbinden. So greifen sie auf eine große Bandbreite von Compute-Diensten wie Bare-Metal-Systeme, virtuelle Maschinen und maßgeschneiderte Systeme genauso leicht zu, als wenn sie Teil des eigenen Rechenzentrums wären“, erläutert Kurian die Neuerungen.

Die wichtigsten Erweiterungen der Oracle Cloud Plattform, die Kurian hier anspricht sind:

Oracle Bare Metal Cloud Services: Die Oracle Bare Metal Services umfassen unter anderem „Bare Metal“ Cloud Server in einer komplett virtualisierten Netzwerk-Umgebung. Sie bilden ein Software-basiertes Virtual Cloud Network (VCN). Kunden können die Oracle Bare Metal Cloud Services als elastische Erweiterung ihres On-Premise-Netzwerks nutzen.

Oracle Ravello Cloud Service: So nennt sich ein neuer Cloud Service, mit dem Unternehmen VMware- und Kernel-basierte Virtual-Machine-Workloads ohne Änderungen in die Cloud transferieren können.

Oracle Container Cloud Service: Dieser Service stellt Unternehmen eine Docker-Kompatibilität zur Verfügung, durch die unterschiedlichste Anwendungen mit einem einzigen Klick implementiert werden können.

FastConnect: In den Editionen Standard- und Partner können mit FastConnect Rechenzentren mit Cloud-Services von außerhalb verbunden werden. Oracle bietet hierbei Connectivity- und Peering-Funktionalität, wie IPsec-VPN für einfache Implementierung, MPLS für die Integration mit bestehenden Unternehmensnetzwerken oder FastConnect für schnelles Peering.

Database 12c Release 2

Zudem hat Oracle auf der Messe die Datenbank-Lösung „Database 12c Release 2“ vorgestellt, die erstmals als Cloud-Version auf den Markt kommt. Das Flaggschiff-Produkt von Oracle basierend auf einer mandantenfähigen Architektur und einer In-Memory-Technologie. Sie ist als Einstiegslösung für kleine und mittelgroße Datenbanken für Produktion, Entwicklung und Testing verfügbar. In SaaS-Abo-Manier ist sie ab 175 US-Dollar im Monat mit Oracle Exadata Express Cloud Service zu haben.

Auch hat Oracle Insgesamt neunzehn neue Cloud Services vorgestellt, die ab sofort das PaaS-Portfolio, ergänzen, darunter:

  • Container Cloud Service
  • Oracle Identity Cloud Service
  • Oracle Internet of Things Cloud Service
  • Big Data Cloud Services sowie
  • Oracle Analytics Cloud Services.

Die Oracle OpenWorld in San Francisco drehte sich um Cloud-Geschäft.
Die Oracle OpenWorld in San Francisco drehte sich um Cloud-Geschäft.
(Bild: Oracle)

Die Stoßrichtung der neuen Services umschreibt Kurian folgendermaßen: „Mit der Oracle Cloud Platform können Entwicklung, IT-Abteilung und Fachbereiche die Cloud für jede Art von Workload nutzen. Die Oracle Cloud bietet dabei ein integriertes Angebot über alle drei Layer hinweg (IaaS, PaaS, SaaS) – denn das ist es, was Unternehmen heute brauchen.“

Neue Applikationen aus der Cloud

Auch in Hinblick auf Cloud-Applikationen (in Form von SaaS-Anwendungen) stellt Oracle einige Neuerungen auf der Messe vor, darunter:

  • Oracle Engagement Cloud – eine gemeinsame Anwendung für Kundenservice und Vertrieb,
  • Oracle Financial Consolidation and Close (FCCS) Cloud – eine Anwendung zur Erstellung und Kommunikation von Finanzergebnissen in Unternehmen,
  • Oracle Revenue Management Cloud – eine Anwendung aus dem Bereich Buchhaltung,
  • Oracle Student Cloud – ein Studenten-Informations-System,
  • Oracle Human Capital Management Cloud – eine Anwendung für das Personalwesen mit Funktionen für Zusatzleistungen, Abwesenheitsregelungen, Zeiterfassung und Lohnabrechungen,
  • Oracle Internet of Things Cloud – ein Datenechtzeitanalysewerkzeug für Qualitätskontrollen im produzierende Gewerbe,
  • Oracle Supply Chain Management Cloud – eine Management-Software für globale Lieferketten.

Programm für MSPs

Für Managed Service Provider wurde ein neues Programm vorgestellt. Das „Oracle Cloud Managed Service Provider (MSP) Program“ im Oracle PartnerNetwork (OPN) ermöglicht es Managed Service-Lösungen individuell auf die Kundenwünsche zuzuschneiden, in Hinblick auf Workloads, die als Platform as a Service (PaaS) oder Infrastructure as a Service (IaaS) von Oracle laufen.

Zu den Dienstleistungen, die Oracle Cloud MSP-Partner laut Programm anbieten zählen::

  • Cloud-Beratung
  • Service Migration
  • Entwicklungs-Support
  • Monitoring
  • Problemlösungs- und Change Management
  • Cloud Optimierung

Um an dem Programm teilzunehmen, müssen Partner bestimmte Kriterien erfüllen. Dazu zählt unter anderem ein bestimmtes Level an Kompetenz hinsichtlich der PaaS- und IaaS-Lösungen von Oracle. Im Gegenzug erhalten die Oracle Cloud MSP-Partner Vertriebs- und Vermarktungs-Unterstützung und bekommen über ein Schulungsprogramm notwendiges, darauf aufbauendes technisches Cloud-Wissen vermittelt.

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