Community feiert sich und 500 Experten in Barcelona

OpenStack Live-Demo vor 5.000 Zuschauern

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Mark Collier, Chief Operating Officer der OpenStack Foundation, begrüßt das Publikum in Barcelona.
Mark Collier, Chief Operating Officer der OpenStack Foundation, begrüßt das Publikum in Barcelona. (Bild: OpenStack Foundation)

Der aktuelle OpenStack Summit in Barcelona steht ganz im Zeichen des Wachstums: Mehr interoperable Dienstleistungen und Produkte sowie immer größere Implementierungen; die Foundation präsentiert vier neue Goldmitglieder, die Zahl zertifizierter Experten wächst seit Mai auf 500.

Als Cloud-Standard mit mächtigem Ökosystem will die OpenStack Community ihre Cloud-Plattform verstanden wissen. Und davon konnten sich bereits 5.000 Besucher des derzeit in Barcelona stattfindenden OpenStack Summits mit eigenen Augen überzeugen. Unter dem Titel „Community Interop Challenge“ zeigte hier nämlich eine Live-Demo „bedeutende Fortschritte auf dem Weg zur Anwendungsportabilität über die unterschiedlichen öffentlichen und privaten OpenStack-Clouds“.

Cloudanbieter erfüllen Interoperabilitätsstandards

An der Vorführung beteiligten sich 16 IT-Unternehmen, darunter Cisco, HPE und IBM. Die Herausforderung: Alle Teilnehmer mussten auf den OpenStack-Distributionen und öffentlichen Clouds dieselbe Auslastung mit denselben automatisierten Implementierungswerkzeugen erfolgreich bewältigen. Die Live-Demo beinhaltete eine dreistufige LAMPStack-Unternehmensanwendung und nutzte die Automatisierungsplattform Ansible sowie die Client-Bibliothek OpenStack Shade. Teil des Kooperationsprojekts waren zudem Docker-Swarm-Skripte und das Infrastrukturwerkzeug Terraform.

Laut OpenStack Foundation gibt es mittlerweile 46 Produkte und Dienstleistungen, die die Interoperabilitätsstandards erfüllen. Diesen aktuell 128 Interoperabilitätstests haben sich auch elf Anbieter öffentlicher Clouds erfolgreich gestellt, die weltweit 34 Rechenzentren betreiben.

Branchenübergreifende, geschäftskritische Anwendungen

Auch in privaten Clouds wird OpenStack mittlerweile in größerem Umfang genutzt – das legen jetzt veröffentlichte Zahlen einer von „451 Research“ für die OpenStack Foundation durchgeführten Auftragsstudie nahe. Demnach laufen 72 Prozent der OpenStack-Implementierungen auf 1.000 bis 10.000 Rechnerkernen, fünf Prozent der OpenStack-Clouds durchbrechen gar die Schwelle von 100.000 Kernen.

Das Framework unterstütze dabei nicht mehr nur Test und Entwicklung, sondern unternehmerisch wichtige Applikationen in den verschiedensten Branchen. Hierzu zählen Infrastrukturdienste (66 Prozent), geschäftliche Anwendungen (60 Prozent) und Big Data (59 Prozent). Mit OpenStack versprechen sich drei Viertel der Befragten eine höhere betriebliche Effizienz und App-Entwicklungsgeschwindigkeit. Bemerkenswert: OpenStack ist keineswegs mehr nur Domäne riesiger Konzerne; zwei Drittel der von 451 Reseach Befragten stammt aus Organisationen mit 1.000 bis 10.000 Mitarbeitern.

500 „Certified OpenStack Administrators“ seit Mai

Nichtsdestotrotz befeuern vor allem die wichtigsten OpenStack-Partner selbst die Nachfrage nach Fachkräften, darunter Rackspace, Linux Foundation und SUSE. Entsprechende Experten können seit Mai ihre Qualifikation über die Prüfung zum „Certified OpenStack Administrator“ belegen. Bis dato haben das bereits 500 IT-Fachkräfte aus 50 Ländern getan; weitere 500 Gutscheine wurden bereits für kommende Prüfungen verkauft.

Die aktuelle Prüfung deckt die Kernbereiche Rechner, Speicher und Netzwerkdienste ab. Personalverantwortliche können die Angaben von Bewerbern zum Test jetzt auch mit einem entsprechendenTool überprüfen.

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Rasch wachsende Märkte in Europa und China

Laut OpenStack Foundation wachsen die OpenStack-Märkte in Europa und China aktuell schneller als die in den USA. Hierzu trügen unter anderem eine gesunde Start-up-Community und breiter Herstellersupport bei.

Und so kommen denn auch die neuesten vier Gold Members der OpenStack-Foundation aus Europa und Asien. In Barcelona präsentiert wurden: Deutsche Telekom, Infrastrukturanbieter City Network, Tk-Dienstleister China Mobile und der chinesische OpenStack Service Provider 99Cloud.

Die OpenStack Foundation hat maximal 24 Gold Member, die jährlich über die acht Board Directors entscheiden. Neben den vier Neuzugängen stimmberechtigt sind: Aptira, CCAT, Cisco, Dell, DellEMC, DreamHost, EasyStack, Ericsson, Fujitsu, Hitachi, Huawei, inwinSTACK, Juniper Networks, Mirantis, NEC, NetApp, Symantec, UnitedStack und Virtuozzo.

Über OpenStack

OpenStack ist eine quelloffene Software zum Aufbau von Clouds. Der aktuelle OpenStack Summit in Barcelona endet am Freitag, das nächste Mal trifft sich die Community vom 8. bis 12. Mai 2017 in Boston.

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