Service-Flexibilität als Wettbewerbsfaktor

Managed IT – Einfache Kostenkontrolle, wenig Aufwand

| Autor / Redakteur: Clemens Dietl* / Florian Karlstetter

Managed Services umfassen alle Bereiche der IT, vom Anwender über Server bis zum Netzwerk.
Managed Services umfassen alle Bereiche der IT, vom Anwender über Server bis zum Netzwerk. (Bild: © momius - stock.adobe.com)

Lego. Wer erinnert sich nicht gerne an die bunten Steinchen, mit denen man auf einfachste Weise allerhand modellieren konnte. Und wenn man sich das nächste Modell nicht selbst überlegen wollte, gab es vordefinierte Bausätze. Ein simples und preiswertes Prinzip dank standardisierter Bausteine. Das gleiche Prinzip lässt sich auf die Betreuung der IT anwenden.

Standardisierte Leistungen flexibel auswählen und so das eigene Wunschmodell zusammenstellen. Nur für die Leistungen bezahlen, die man braucht und dank Servicevertrag mit fixen, vordefinierten Betriebskosten planen.

Managed Services umfassen alle Bereiche der IT, vom Anwender über Server bis zum Netzwerk. Ob man die Betreuung der IT vollständig abgibt oder nur Teilbereiche, das liegt bei jedem Unternehmen selbst. Diese Transparenz sorgt dafür, dass die IT keine Blackbox mehr ist, und sich der Zeitaufwand in der Beschaffung und Entscheidungsfindung signifikant reduziert.

Services und Service Level: Der Kunde hat die Wahl

Bleibt nur noch die Frage, welche Leistungen brauche ich für mein Unternehmen? Managed Service Provider unterscheiden teilweise schon in ihren Angeboten zwischen erforderlichen und optionalen Leistungen. Eine wichtige Entscheidung ist der Abschluss des Service Level Agreements. Sprich, welche Leistungen werden selbst erbracht, während der Dienstleister nur bei komplexen Fragestellungen unterstützt (Second Level), und welche Leistungen vollständig abgegeben werden (First Level). Der First Level Support spiegelt sich zunächst in höheren Betreuungskosten nieder, lohnt sich jedoch meist auf lange Sicht, da er deutlich weniger interne Ressourcen bindet und Störungen gegebenenfalls schneller behoben werden bzw. schon im Vorfeld vermieden werden können.

Wenn es um die Qual der Wahl geht, hilft eine professionelle IT-Beratung. Zum Beispiel bei der Frage, ob bzw. wann PC-Arbeitsplätze digitalisiert werden sollten und welche Vorteile diese Technologie bietet. Welche Vorteile zum Beispiel Microsoft Office 365 für ein Unternehmen im Einzelnen bringt, bedarf einer individuellen Beratung.

Service statt nur „as a Service“

Spannender wird es bei den Ressourcen. Inzwischen gibt es quasi keinen Bestandteil der IT mehr, den es nicht auch „as a Service“ gibt, sprich bequem online bezogen werden kann, um Ressourcen und Geld zu sparen und gleichzeitig die Leistungsqualität zu optimieren. Doch auch hier kann man mehr ausgeben als notwendig, wenn man keiner einheitlichen Strategie folgt. Ein Service Provider unterstützt Unternehmen nicht nur im laufenden Betrieb, sondern auch bei der Auswahl der passenden Ressourcen, damit diese optimal aufeinander abgestimmt sind.

Ergänzendes zum Thema
 
Über m.a.x. it

Neben dem Betrieb gehört also auch Enablement zu den Leistungen eines Managed Service Providers. Schließlich fängt der effiziente Betrieb bei der passenden Auswahl und professionellen Implementierung der Infrastruktur an. Dazu zählen Software Defined Storage, Server, Betriebssysteme und Netzwerke, ebenso wie die Vernetzung mehrerer Standorte.

Immer auf dem aktuellsten Stand der Technik

Einer der größten Vorteile der Digitalisierung ist die selten gewordene Abhängigkeit von einzelnen Herstellern. Natürlich lohnt es sich nach wie vor, führende Technologien einzusetzen. Gerade wenn es um die Sicherheit der IT und der unternehmenskritischen Daten geht. Managed Service Provider bieten hier eine professionelle Beratung zur Auswahl und kosteneffizienten Zusammenstellung der bestmöglich geeigneten Technologien.

Inzwischen haben sich auch Open Source Projekte immer mehr professionalisiert und stellen so eine echte Alternative zu den kommerziellen Lösungen da. Ein gutes Beispiel ist hier die Firewall-Plattform OPNsense. Sie bietet eine Vielzahl an Funktionalitäten für verschiedene Umgebungen und kann flexibel durch Plugins erweitert werden. Gerade für mittelständische Unternehmen mit kleinem Budget eine Lösung mit großer Wirkung. OPNsense ermöglicht Hochverfügbarkeitslösungen, intelligente Vernetzung oder eine Zusammenschaltung mehrerer Sicherheitslösungen auf einer Plattform. Durch Plugins kann flexibel auf aktuelle Bedrohungen reagiert werden und die Updates werden automatisch durchgeführt. Eine notwenige Flexibilität in der heutigen Zeit, in der Unternehmen mit immer neuen Bedrohungen für die Sicherheit der Daten und Systeme konfrontiert werden.

Weitere professionelle Open Source Netzwerk- und Sicherheitslösungen sind zum Beispiel OpenVPN und PrivacyIDEA. PrivacyIDEA ist eine bewährte Software zur 2-Faktor-Authentifizierung, mit der Webapplikationen, VPNs sowie Windows- und Linux-PCs gesichert werden können.

Managed-IT in der Praxis

Ein Unternehmen, das beispielsweise auf ein modular gestaltetes Servicemodell setzt, ist die Rechtsanwaltsgesellschaft WallCon aus München. Der Betreuungsumfang wurde individuell mit den Kunden auf Basis vordefinierter Managed Service-Bausteine zusammengestellt. Die Leistungen für WallCon wurden zuvor nach Aufwand abgerechnet. Mit einer standardisierten Pauschale profitiert WallCon nun von einfach kalkulierbaren Betriebskosten und weniger Abstimmungsaufwand. Zu den Leistungen, die mit dem Servicevertrag abgedeckt sind, gehören neben Fernwartung und Virenschutz vor allem Monitoring- und Patch-Services für die 19 Clients des Unternehmens. Die Server werden teil- oder komplett betreut, abhängig von den auf dem Server laufenden Applikationen.

Betreut wird WallCon durch die m.a.x. Informationstechnologie AG (kurz: m.a.x. it), einem IT-Lösungspartner für die Region Südbayern. Als Managed Services Provider übernimmt m.a.x. it die Betreuung von Clients, Servern, Netzwerken, Plattformen und IT-Sicherheit im Rahmen individueller Serviceverträge.

Clemens Dietl, Vorstand der m.a.x. Informationstechnologie AG in München.
Clemens Dietl, Vorstand der m.a.x. Informationstechnologie AG in München. (Bild: m.a.x. it)

Der Autor: Clemens Dietl, Vorstand, ist seit 25 Jahren in der Geschäftsführung der m.a.x. Informationstechnologie AG und leitet den Bereich „Services“. In über 30 Jahren im IT-Umfeld hat sich Herr Dietl ein umfassendes Beratungs-Know-how für Cloud- und Virtualisierungslösungen, Software Defined Storage und ERP-Software angeeignet. Neben der IT-Beratung ist Herr Dietl auch für das Business Development mit neuen Technologien und strategischen Partnerschaften verantwortlichen.

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