„State-of-Mind-Ansatz“ erhöht das Verständnis für die Cloud-Strategie

Klar definierte Cloud-Roadmaps schaffen Vertrauen

| Autor / Redakteur: Kalyan Kumar* / Elke Witmer-Goßner

Die Cloud-Nutzung ist eine notwendige Geschäftsanforderung und nicht nur ein Punkt in der To-Do-Liste von IT-Teams.
Die Cloud-Nutzung ist eine notwendige Geschäftsanforderung und nicht nur ein Punkt in der To-Do-Liste von IT-Teams. (Bild: gemeinfrei (Devanath - Pixabay) / CC0)

Längst hat Cloud Computing die Art und Weise komplett verändert, wie Unternehmen in der heutigen Welt agieren. Es geht dabei nicht nur um die technologischen Einflüsse, sondern auch um die Geschäftsauswirkungen, die mit der Technologie einhergehen.

Begründen lässt sich diese Entwicklung sehr einfach: Denn die Cloud bietet Unternehmen neben einem innovativen Beschaffungsmodell auch eine hohe Geschwindigkeit und Agilität bei der Verfügbarkeit der Unternehmens-IT. Genau das war früher eher Wunsch als Wirklichkeit. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass die Einführung von Cloud-Technologien und -Plattformen mittlerweile zu einer wichtigen Geschäftsanforderung geworden ist und längst nicht mehr nur auf der To-Do-Liste von IT-Teams steht. Führungskräften ist bewusst, dass sich eine digitale Strategie, die in der Regel auf der Cloud basiert, nur mit einer klar definierten Roadmap zum Leben erwecken lässt.

Neue Rollen und Verantwortlichkeiten

Das neue Verständnis von Cloud Computing in den Chefetagen hat dazu geführt, dass sich die Rolle und Verantwortlichkeiten des Chief Information Officer (CIO) zunehmend hin zu einem Chief Digital Officer (CDO) verändert hat. Heute stehen bei Chief Experience Officern (CXOs) längst eine höhere Flexibilität und Verfügbarkeit der IT-Lösungen stärker im Vordergrund als die Kosten. Diese Veränderung bei der Cloud-Einführung basiert auf dem nativen Cloud-Modell, das eine Nutzung von Ressourcen und Anwendungen in einem Anything-as-a-Service (XaaS)-Modell über IT, Partner und Kunden hinweg möglich macht.

Managern ist mittlerweile bewusst, welche Auswirkungen die Cloud auf das Geschäft hat. Deshalb wollen Chefetagen auch unbedingt Teil dieser Veränderung sein. So setzen Führungskräfte immer öfter auf „Cloud State-of-Mind“, um ihre Geschäftspläne und -prioritäten mit Hilfe einer „Cloud-Sicht“ neu zu bewerten. Es ist allerdings nicht so einfach, eine native Cloud-Strategie auszuführen. Organisationen müssen zuerst festlegen, was sie in die Cloud auslagern möchten und wann sie dies tun wollen.

Cloud State-of-Mind-Ansatz

Die Grundlage für die Entwicklung einer klar definierten Roadmap zur Lösung dieser Herausforderungen bildet der „Cloud State-of-Mind“-Ansatz. Dies macht die Einführung von Cloud-Technologien und -Plattformen zu einer Business-Anforderung und nicht mehr nur zu einem Punkt auf der Do-Do-Liste von IT-Abteilungen. Deshalb verankern heutzutage viele Großkunden Cloud-Plattformen als Hauptbestandteil in ihrer kurz- und mittelfristigen Strategie.

Die „Digitalen Strategen“ wissen, dass Cloud-Plattformen und -Technologien den Grundstein für den Einsatz digitaler Anwendungen legen. Allerdings besitzen weniger als ein Viertel aller weltweiten Unternehmen einen konkreten Plan für die Umsetzung – und das, obwohl die meisten von ihnen eine digitale Strategie verfolgen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen weltweiten Umfrage von HCL unter mehr als 350 IT- und Geschäftsverantwortlichen. Dieses Ziel, die digitale Strategie umzusetzen und Geschäftsvorteile zu nutzen, um wettbewerbsfähiger zu sein, sorgt dafür, dass das Interesse von Unternehmen an Cloud Computing stetig wächst. Zudem zeigt die Befragung, dass die Cloud-Technologie bei Organisationen im Hinblick auf die „digitalen Investitionen“ ganz oben auf der Prioritätenliste steht.

Neue Geschäftsmodelle und Wettbewerbsvorteile

Die Cloud hat in den letzten Jahren eine transformative Wirkung erzielt sowie die Art und Weise erheblich verändert, wie Unternehmen heute agieren. Firmen entwickeln dank der Cloud-Technologie neue Geschäftsmodelle und erzielen nachhaltige Wettbewerbsvorteile. Denn heutzutage ist Cloud Computing eine ausgereifte Technologie. Während am Anfang insbesondere Infrastructure-as-a-Service-(IaaS)-Lösungen im Fokus standen, sind in den vergangenen Jahren Platform-as-a-Service-(PaaS)- und Software-as-a-Service-(SaaS)-Lösungen immer mehr in den Vordergrund getreten. Diese Entwicklung basiert vor allem auf einer schnelleren sowie kostengünstigeren Einführung sowie auf reduzierten Wartungszeiten.

Die Einführung von Cloud Computing basiert in vielen Organisationen auf einem nativen Cloud-Pfad. So sind Unternehmen in der Lage, nahtlose digitale Internet-of-Things-(IoT)-Erlebnisse zu schaffen und Geschäftsprozesse zu transformieren. Gleichzeitig können sie Services orchestrieren, bereitstellen sowie konsumieren und alles in ein größeres Gesamtsystem einbinden. Sowohl Chefetagen als auch IT-Abteilungen haben mittlerweile erkannt, dass die Cloud eine gute Möglichkeit für eine sichere Geschäftsstrategie bietet.

IT-Teams: Trusted Cloud Partner

Kalyan Kumar, HCL Technologies.
Kalyan Kumar, HCL Technologies. (Bild: HCL Technlogies)

Auch in Zukunft setzen Organisationen immer öfter auf Cloud- oder Service-Architekturen, denn damit sind sie noch schneller, agiler und wettbewerbsfähiger. Dieser Trend wird durch die Nutzung einer nativen Anwendungsarchitektur aus der Cloud, DevOps und agilen Entwicklungsumgebungen wie XaaS Enablement und Zero Touch Cloud Platform Operations weiter vorangetrieben. Weil sich der Mix aus Private und Public Clouds immer stärker verbreitet, nimmt die Nutzung hybrider Cloud-Umgebungen in den kommenden fünf bis zehn Jahren wahrscheinlich weiter zu. Daher ist es empfehlenswert, jede neue Initiative, Marktexpansion, Produkt- und Serviceverbesserung sowie Go-to-Market-Strategie stets auch mit der Cloud-Brille zu betrachten. Dadurch entwickeln sich IT-Teams zum „Trusted Cloud Partner“ für das Geschäft und sorgen dafür, dass sich geeignete Workloads identifizieren und nahtlos in die Cloud übertragen lassen.

* Der Autor Kalyan Kumar ist Corporate Vice President & CTO IT Services bei HCL Technologies.

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