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Technologiethemen für 2020 IT-Trends: 6 Empfehlungen für Entscheider

Autor / Redakteur: Dave Russell / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Bereits heute setzen die meisten Unternehmen auf Hybride- oder Multi-Cloud-Lösungen – 2020 werden sich die Themen „On-Premise“ und „Public Cloud“ in ihrer Relevanz noch weiter annähern. Auch Cyberbedrohungen und der Schutz geschäftskritischer Daten sollten 2020 auf der Agenda der Entscheider stehen.

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Von Containern bis hin zu geschäftskritischen Anwendungen: Das Jahr 2020 hält wichtige Themen für IT-Entscheider bereit.
Von Containern bis hin zu geschäftskritischen Anwendungen: Das Jahr 2020 hält wichtige Themen für IT-Entscheider bereit.
(Bild: © – Urupong – stock.adobe.com)

Von den ersten 5G-Projekten bis zu den Einsatzmöglichkeiten künstlicher Intelligenz (KI) – 2019 war für Unternehmen ebenso wie öffentliche Institutionen ein weiteres Jahr mit rasantem Technologiewandel. Aus IT-Sicht gibt es zwei wesentliche Trends, die sich auch im Jahr 2020 fortsetzen werden: On-Premises und Public Cloud nähern sich von der Relevanz an, Cloud wird zum „normalen“ Bereitstellungsmodell. 85 Prozent der Unternehmen geben an, bereits heute Hybrid-Cloud oder Multi-Cloud zu nutzen. Damit verbunden sind die Themen Cybersecurity und Datenschutz, die für IT-Entscheider weiterhin zu den zentralen Sorgen im Kontext Cloud zählen. Die Cyberbedrohung wird 2020 weiter zunehmen und so müssen Organisationen sicherstellen, dass ihre geschäftskritischen Daten jederzeit zu 100 Prozent wiederhergestellt werden können.

Die folgenden sechs Technologiethemen sollten IT-Entscheider im Jahr 2020 berücksichtigen:

1. Containernutzung setzt sich durch

Der Einsatz von Containern und ausgereiften DevOps-Funktionen beschleunigt die Bereitstellung neuer Software. Dabei wird Kubernetes seinen Status als De-facto-Container-Orchestrierungsplattform festigen. Die „Containerisierung“ wird von zwei Faktoren angetrieben: Geschwindigkeit und Komfort. Container sind abstrakte Datentypen, die eine Anwendung von einem Betriebssystem trennen. So werden Microservices mit ihren Abhängigkeiten und Konfigurationen verpackt. Das beschleunigt und vereinfacht Entwicklung, Bereitstellung und Einsatz von Diensten. Mit dem Trend zu Multi-Cloud müssen Unternehmen in der Lage sein, Daten zwischen verschiedenen Clouds zu verschieben, z.B. AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud. Laut 451 Research wird das Marktvolumen für Containertechnologien bis 2022 auf 4,3 Mrd. US-Dollar (knapp 4 Mrd. Euro) steigen, und bereits 2020 werden immer mehr Unternehmen Container als wichtigen Bestandteil ihrer IT-Strategie definieren.

2. Cloud-Datenmanagement verbessert Datenmobilität und -portabilität

Um die Verfügbarkeit von Daten über alle Betriebsplattformen hinweg sicherzustellen, setzen Firmen verstärkt auf Cloud-Datenmanagement (CDM). Daten müssen in Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen fließen können. Cloud-Datenmanagement steigert Datenmobilität und -portabilität und avanciert daher zu einem eigenständigen Marktsegment. Laut Veeam Cloud Data Management Report 2019 planten deutsche Unternehmen innerhalb von zwölf Monaten im Schnitt mehr als 38 Mio. Euro in CDM zu investieren. Unternehmen suchen nach Verfahren, um Daten innerhalb der Organisation austauschbarer zu machen und so jederzeit veränderten Kundenerwartungen gerecht zu werden. Mit einer zuverlässigen CDM-Strategie sind Daten zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar und nutzbar.

3. Neuer Fokus: schnelle und zuverlässige Wiederherstellung

Die Erwartung an die permanente Verfügbarkeit von Daten steigt. Entsprechend werden Toleranzen und Zeitverzögerungen bei Ausfällen oder Betriebsunterbrechungen in Service Level Agreements (SLAs) 2020 stark nach unten korrigiert. Der Fokus in Backup- und Recovery-Prozessen verlagert sich auf die Wiederherstellung. Früher war Backup aufwendig, arbeits- und kostenintensiv. Umfangreiche Verbesserungen, etwa bei der Übertragung, Speicherung und Automatisierung haben Backup beschleunigt. Laut Veeam Cloud Data Management Report 2019 sichern und replizieren fast ein Drittel (29 %) der Unternehmen ihre geschäftskritischen Anwendungen kontinuierlich. Jetzt zählt, dass Daten zu 100 Prozent und innerhalb von Minuten wiederherstellbar sind. Zudem werden Sicherungsdaten vermehrt für Forschungs-, Entwicklungs- und Testzwecke genutzt. Das verbessert Entscheidungsprozesse.

4. Alles wird softwaredefiniert

Betrieb und Steuerung von Rechenzentren wird verstärkt von Software übernommen. Die manuelle Administration von IT-Infrastrukturen gehört der Vergangenheit an, „Infrastructure as Code“ (IaC) ist auf dem Vormarsch. So können Organisationen eine Blaupause der erforderlichen Infrastruktur erstellen, diese für alle Umgebungen und Standorte umsetzen, und so Zeit und Kosten sparen. Bei softwaredefinierten Ansätzen wie IaC und Cloud Native geht es jedoch nicht nur um Kosten. Automatisierung und die Cloud bieten Präzision, Agilität und Skalierbarkeit. Damit können Organisationen Anwendungen schnell und einfach bereitstellen. Das gilt auch für ein softwaredefiniertes Datenmanagement, das für immer mehr Unternehmen relevant wird.

5. Backupsoftware wird abgelöst und vereinheitlicht

In Sachen Backup zählen heute Bedienungskomfort, Flexibilität und Zuverlässigkeit. Auch im Interesse der Business Continuity werden Organisationen verstärkt veraltete Backupprodukte ablösen, zumal wenn diese weder virtualisierte noch cloudbasierte Umgebungen leistungsfähig unterstützen können. Weitere Argumente für moderne Datensicherungslösungen sind Lizenzmodelle, Wartungskosten, Geschwindigkeit sowie der Wunsch, Prozesse für Backup, Wiederherstellung und Datenmanagement zu vereinheitlichen.

6. Alle Anwendungen werden geschäftskritisch

Dave Russell.
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(Bild: Veeam)

Mit der zunehmenden Abhängigkeit von digitalen Infrastrukturen und durchgängigen Geschäftsprozessen wird die klassische Unterscheidung zwischen geschäftskritischen und nichtgeschäftskritischen Anwendungen schwierig. Im kommenden Jahr wird der Anteil der Anwendungen, die Unternehmen als geschäftskritisch einstufen, weiter steigen. Im Veeam Cloud Data Management Report 2019 gaben IT-Entscheider an, dass maximal zwei Stunden Ausfallzeit geschäftskritischer Anwendungen tolerierbar seien. Aber auf welche Anwendung kann eine Organisation 120 Minuten verzichten? Ausfälle kosten deutsche Unternehmen pro Jahr knapp 41 Mio. Euro an Umsatz- und Produktivitätsverlust, durch Datenverlust bei Ausfällen büßen sie im Schnitt knapp 110.000 Euro pro Stunde ein. In naher Zukunft müssen faktisch alle Anwendungen als geschäftskritisch eingestuft werden.

Über den Autor

Dave Russell ist Vice President of Enterprise Strategy bei Veeam.

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