Integration Platform-as-a-Service und Cloud Middleware

Der Komplexität des Multi Cloud Managements Herr werden

| Autor / Redakteur: Götz Piwinger * / Florian Karlstetter

Integration Platform as a Service, kurz iPaaS lässt sich auch als Middleware für Cloud-Umgebungen bezeichnen. Beiden Begriffen gemeinsam ist es, Multi-Cloud-Umgebungen möglichst einfach zu verwalten und einzelne Services miteinander zu integrieren.
Integration Platform as a Service, kurz iPaaS lässt sich auch als Middleware für Cloud-Umgebungen bezeichnen. Beiden Begriffen gemeinsam ist es, Multi-Cloud-Umgebungen möglichst einfach zu verwalten und einzelne Services miteinander zu integrieren. (© vallepu - Fotolia.com)

Viele KMU haben das Prinzip Cloud Computing mittlerweile verstanden. Man hat sich informiert, wie Cloud funktioniert und auch, dass man selbst mancherorts Cloud im Einsatz hat, ohne es zu wissen. Vielen ist bewusst, wie es sich um Technologie und Sicherheit verhält. Nun tauchen neue Lernfelder und Herausforderungen auf.

Dies ist zum einen die bisher stark vernachlässigte betriebswirtschaftliche Seite des Cloud Computing, eine weitere Herausforderung, vor allem für den Mittelstand, ist die Komplexität des Multi Cloud Managements.

Die Komplexität der Technologie

Bei der Auswahl der Technologie geht es primär darum, alle Workloads mit einheitlichen Schnittstellen zu verbinden. Es geht um die Anwendungen auf der Eingangsseite, nämlich den „eingekauften“ Anwendungen. Deren Herkünfte liegen auf den eigenen Servern (on premise), in Clouds (private, public oder hybrid) oder laufen auf mobilen Geräten. Auf der Ausgangsseite liegen die eigenen Produkte – vielleicht noch nicht heute – aber spätestens nach der Digitalisierung beziehungsweise nach der Transformation von der Produktlösung zum Service.

Diese Konsolidierung ist eine Integrationsaufgabe und wird typischerweise mittels API-Schnittstellen umgesetzt. In einfacheren Fällen ist es auch möglich sich an große, internationale Anbieter und deren eigene Standards in jeder Hinsicht zu binden.

Die Komplexität der Cloud Sicherheit

Es ist ein geläufiges Motto, dass nur etwa fünfzehn Prozent der Firmendaten wirklich schützenswert sind. Das stimmt in der absoluten Menge. Leider kann man wichtige Daten von öffentlichen Daten nicht einfach mit einem Sieb trennen. Beispielsweise kann ein Geschäftsbrief an Kunden oder Lieferanten zu verheerenden Auswirkungen führen, wie es bei Firma Engelbert Strauss im vergangenen Jahr passierte (Der Spiegel berichtete). Demnach hörten Hacker den Briefverkehr ab und brachten gefakte Rechnungen in Umlauf. In der Konsequenz sollte man alle Firmendaten als schützenswert einstufen und deshalb einfache Grundsätze beachten:

Wirksamer Datenschutz ist nur dann, wenn der Cloud-Provider folgende vier Kriterien erfüllt:

  • 1. Server inklusive Backup in Deutschland oder Österreich
  • 2. Unternehmenssitz in Deutschland oder Österreich
  • 3. Mehrheitsgesellschafter aus Deutschland oder Österreich
  • 4. Ende zu Ende Verschlüsselung von sicheren – deutschem, schweizer oder kanadischem… – Schlüsselprovider.

Nur diese vier Kriterien zusammen verhindern die ungefragte Weitergabe von Firmendaten nach dem „Patriot act“, in dem die zwangsweise Weitergabe von Daten und Schlüsseln an die US-Heimatschutzbehörde angewiesen ist. Ein sicherer Weg bei der Auswahl ist es, auf ein Qualitäts-Siegel, wie beispielsweise das German Cloud-Audit des Cloud EcoSystem e.V. zu achten.

Natürlich kann man in der Sicherheit immer noch „einen drauf setzen“, doch wer diese vier Regeln beachtet, steht schon sehr gut im Rennen.

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