Riverbed Future of Networking Survey

Cloud und Digitalisierung: die Krux mit dem Erbe

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

93 Prozent der befragten Unternehmen planen, in den nächsten vier Jahren zu SD-WAN zu migrieren.
93 Prozent der befragten Unternehmen planen, in den nächsten vier Jahren zu SD-WAN zu migrieren. (Bild: Riverbed)

Einer Erhebung von Riverbed Technology zufolge werden die Cloud- und Digitalstrategien vieler Unternehmen durch Legacy-Infrastrukturen behindert. Allgemeiner Tenor der Umfrage: Nur mit Netzwerken der nächsten Generation könne das Potenzial von Cloud-Strategien voll ausgeschöpft werden.

Für die 1000 IT-Entscheider aus neun Ländern, die für den Riverbed Future of Networking Global Survey 2017 befragt wurden, gebe es derzeit auch eine Lücke bei der Adaption zukunftssicherer Technologie, etwa des SD-WAN, das Cloud und digitale Transformation beschleunigen könne. Vier Prozent der Befragten würden bereits von SD-WAN profitieren, bei 93 Prozent bestehe der Plan, es innerhalb der nächsten vier Jahre umzusetzen.

„Die Umfrage förderte zutage, dass IT-Entscheider unter erheblichem Druck stehen, ihre Cloud-Strategien umzusetzen, digitale Transformation zu verwirklichen und das Innovationstempo aufrechtzuerhalten. Das gilt besonders mit Blick auf die hochkompetitiven Märkte von heute“, sagt Jerry M. Kenelly, Co-Founder und CEO von Riverbed Technology. „Die Teilnehmer der Umfrage waren fast einhellig der Meinung, dass eine erfolgreiche Cloud-Strategie SDN erfordert. Unternehmen können die benötigte operative Agilität für weiteres Wachstum durch den Einsatz von SD-WAN beim Cloud-Networking erreichen.“

Legacy-Netzwerke sind ein Hindernis

Gegenwärtig würden viele Unternehmen eklatante Performance-Probleme erleben. Riverbed zufolge berichten 58 Prozent von mehrmals im Monat auftretenden, cloudbezogenen Netzwerkproblemen, verursacht durch Legacy-Infrastruktur. Bei 93 Prozent gebe es solche Probleme mindestens einmal im Monat. 85 Prozent der Teilnehmer seien zudem der Meinung, dass sie u.a. aufgrund von Legacy-Netzwerken erst in einigen Jahren von der digitalen Transformation profitieren werden. Diese Diskontinuität zwischen Planung und Umsetzung finde sich in verschiedenen Branchen wie Finanzen, Produktion, Retail, Energie und Versorgung sowie Kommunikation, Medien und IT-Services. Die mangelnde Umsetzung von Digitalisierungsinitiativen könne die Wettbewerbsposition im jeweiligen Markt schwächen.

Laut 69 Prozent der Teilnehmer seien veraltete Netzwerke nur unzureichend in der Lage, cloudzentrierte Anwendungen und Workloads zu unterstützen oder eine Ende-zu-Ende-Transparenz der Performance bereitzustellen: eine weitere Hürde, die es erschwert, das Potenzial der Cloud-Strategie voll auszuschöpfen.

Die IT-Entscheider wären bereit Opfer zu bringen, wenn dafür die Netzwerkprobleme behoben würden:

  • 54 Prozent würden einen längeren Arbeitsweg auf sich nehmen,
  • 53 Prozent würden kürzere Mittagspausen machen,
  • 51 Prozent würden ihren gesamten E-Mail-Verkehr per Hand erledigen,
  • 42 Prozent würden auf Kaffee verzichten.

Umstieg auf Netzwerke der nächsten Generation

Die Entscheidungsträger hätten verstanden, dass ihre geschäftlichen Herausforderungen nur mit SDN zu bewältigen seien. Die Unternehmen setzten auf cloudzentrierte oder Cloud-First-Strategien, was aber zu der Lücke zwischen ihrer gegenwärtigen Infrastruktur und dem tatsächlichen Bedarf der Erfolg versprechenden Cloud führen würde.

Operationale Agilität, so 57 Prozent der Befragten, sei grundlegend für den Erfolg moderner Unternehmen und nur mit modernen Netzwerken und der dafür benötigten Technologie zu erreichen. Weitere Gründe für den Umstieg auf moderne Netzwerke seien:

  • Initiativen zur digitalen Transformation erfolgreich umsetzen (56 %),
  • strategischer Schritt in Richtung Cloud und hybride Netzwerke (55 %),
  • wachsende Nachfrage nach Mobility (51 %),
  • steigende Erwartungen von Kunden und Endanwendern (51 %).
  • Unterstützung von IoT-Geräten (45 %).

Cloud-Networking der nächsten Generation und SD-WAN

Zwar gebe es derzeit eine Lücke bei der Umsetzung moderner Technologien, aber das werde sich zügig ändern: 98 Prozent der Befragten geben an, dass SD-WAN-Technologie innerhalb von zwei Jahren entscheidend sein werde, um Cloud- und hybride Netzwerke zu verwalten. Der Umfrage zufolge profitieren derzeit nur vier Prozent von SD-WAN, 52 Prozent planten jedoch, in den nächsten zwei Jahren, 93 Prozent in den nächsten vier Jahren zu SD-WAN zu migrieren.

Riverbed zufolge sehen IT-Entscheider im SD-WAN u.a. folgende Vorteile:

  • steigende Netzwerkperformance (44 %),
  • Netzwerkautomatisierung und die Möglichkeit, Apps zu priorisieren (44 %),
  • einheitliche Konnektivität im gesamten Netzwerk (43 %),
  • Netzwerktransparenz und Monitoring (42 %),
  • einfaches Management (42 %),
  • steigende Netzwerksicherheit (42 %),
  • Integration mit WAN-Optimierung (42 %),
  • unmittelbare Cloud-Konnektivität zu AWS und Azure (39 %),
  • sinkende Kosten (38 %).

IT-Entscheider würden viele positive Effekte darin sehen, Legacy-Netzwerke zu aktualisieren und modernes Networking mit Technologie wie SD-WAN zu erreichen: größere Effizienz durch eine bessere Ausnutzung der Bandbreite (48 %), steigende Produktivität (47 %), mehr Möglichkeiten der Expansion (46 %), steigender Umsatz (45 %), größere Agilität (44 %) und verbesserte digitale Initiativen (44 %).

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