Infrastructure-as-a-Service auf Open-Source-Basis

Was bei der Einführung von OpenStack zu beachten ist

| Autor / Redakteur: Frederik Bijlsma* / Elke Witmer-Goßner

Wer bei Cloud-Projekten mit offenen Karten spielt, kann die IT-Infrastruktur flexibel und zukunftsweisend aufbauen.
Wer bei Cloud-Projekten mit offenen Karten spielt, kann die IT-Infrastruktur flexibel und zukunftsweisend aufbauen. (Bild: © Julydfg - Fotolia)

Auch in der Cloud setzt Open Source sich immer stärker durch. Ein gutes Beispiel dafür ist das Infrastructure-as-a-Service-Projekt OpenStack. Unternehmen interessieren sich dafür, wenn sie eine Private oder Hybrid Cloud einrichten und nutzen wollen.

OpenStack ist ein Linux-basiertes Open-Source-Cloud-Projekt, das von der OpenStack Foundation initiiert wurde und eine Infrastructure-as-a-Service (IaaS)-Plattform bereitstellt. Einer der wichtigsten Vorteile von OpenStack: Die Rechen-, Speicher- und Netzwerkfunktionen werden softwarebasiert und nicht als Hardware bereitgestellt. Doch während die Nachfrage nach OpenStack rasch steigt, sind die herkömmlichen Applikationen vielfach darauf nicht oder noch nicht vorbereitet.

Bevor Unternehmen den Einsatz von OpenStack evaluieren, muss die IT-Abteilung eine Bestandsaufnahme der IT-Systemlandschaft erstellen. Die Aufstellung gibt Antworten auf Fragen wie: Wer nutzt welche Applikationen? Wo befinden sich deren Daten? Unterliegt die Speicherung und Archivierung gesetzlichen Vorschriften oder anderen Compliance-Vorgaben? Welche Datenschutzregeln gelten für die Daten? Welche Daten können unter welchen Bedingungen in der Cloud gespeichert werden? Welche Abhängigkeiten zwischen den Applikationen gibt es? Sind die Applikationen so designt, dass Sie horizontal skalierbar sind und Hochverfügbarkeit selbst umsetzen, also nach Cloud-Prinzipien funktionieren?

Struktur in die Vielfalt bringen

Erst auf dieser Basis können Unternehmen entscheiden, welche Applikationen sich für die Migration in eine Cloud-Umgebung mit Scale-Out-Prinzipien eignen und welche weiterhin nach dem Mantra klassischer Datacenter-Infrastruktur betrieben werden sollen. Im nächsten Schritt ist zu klären, wie die neue IT-Systemlandschaft aus physischen, virtualisierten und Cloud-Lösungen verwaltet werden kann. Denn zumindest ein Teil der Applikationen verbleibt normalerweise in der eigenen Infrastruktur, beispielsweise weil Applikationen nicht für den Cloud-Einsatz geeignet sind oder aus Compliance-Gründen nicht in der Cloud betrieben werden dürfen.

IT-Abteilungen benötigen hier ein Tool, mit dem sie die volle Kontrolle über ihr gesamtes Applikations-Portfolio behalten – unabhängig davon, wo eine Anwendung tatsächlich läuft. Die Aufgabe eines solchen Tools: Applikationen bereitstellen, verwalten und zwischen verschiedenen physischen Servern, Virtualisierungsumgebungen und Public Clouds brokern oder auch verschieben. Damit bildet solch ein Tool die Welt des Service-Managements und die Beschreibung (zum Beispiel nach ITIL) auf die reale Infrastruktur in Echtzeit ab – und bietet damit die Möglichkeit, auf Veränderungen schnell zu reagieren.

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