OpenText World Europe 2021 OpenText propagiert die „ultimative Cloud“

Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Elke Witmer-Goßner

OpenText hat seine OpenText World Europe 2021-Konferenz im Netz abgehalten. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit standen die Cloud-Plattform mit dem bescheidenen Namen „The Ultimate Cloud“ sowie fünf Cloud Editions, die künftig die Haupteinnahmequelle des Unternehmens sein sollen.

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OpenText hat seine OpenText World Europe 2021-Konferenz im Netz abgehalten. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand eine Cloud-Plattform mit dem bescheidenen Namen „The Ultimate Cloud“.
OpenText hat seine OpenText World Europe 2021-Konferenz im Netz abgehalten. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand eine Cloud-Plattform mit dem bescheidenen Namen „The Ultimate Cloud“.
(Bild: gemeinfrei© Gerd Altmann / Pixabay )

OpenText wurde gerade 30 Jahre alt. Im Zeichen der Covid-Krise war aber niemandem so recht zum Feiern zu Mute, auch wenn CEO Mark J. Barrenechea in seiner Eröffnungs-Keynote beteuerte, dass es trotz aller Widrigkeiten eine „great time for optimism“ sei. Sein Optimismus bezog sich vorrangig auf „The Ultimate Cloud“ sowie fünf Cloud Editions, zu denen die Kunden des 2016 erstmals vorgestellten „Release 16“ schnellstmöglich wechseln sollten.

Beim Release 16 handelt es sich um eine digitale Plattform zur Verwaltung des Informationsflusses im Unternehmen. Früher sprach man von Content Management, Barrenechea nannte es auf der Konferenz konsequent nur noch „Information Management“. Für dieses ist künftig die Ultimate Cloud zuständig mit ihren zugehörigen Cloud Editions.

The Ultimate Cloud

Bei der Ultimate Cloud, deren Namensrechte sich OpenText gesichert hat und die Barrenechea stetig beschwor, handelt es sich jedoch um kein spezifisches Produkt. Es ist nach den Vorstellungen des CEO vielmehr das Ziel von Unternehmen bei der digitalen Transformation. „Die Ultimate Cloud wurde speziell für das Informationsmanagement entwickelt und bietet eine vollständige und nahtlose Lösung, die Unternehmen dabei unterstützt, für die Zukunft des Unternehmens zu wachsen und sich weiterzuentwickeln“, so Barrenechea in seiner Ansprache.

OpenText-CEO Mark J. Barrenechea
OpenText-CEO Mark J. Barrenechea
(Bild: OpenText)

Konkret besteht die ultimative Cloud aus den fünf Cloud Editions (CE), die auf der Konferenz vorgestellt wurden. Diese lassen sich sowohl on-premises, als auch in der Private oder Public Cloud oder über Cloud API-Services ausführen. Sie können außerdem mit professionellen Managed Services gekoppelt werden. Updates mit neuen Funktionen, Anwendungsfällen und Erweiterungen sollen vierteljährlich bereitgestellt werden.

Cloud Editions

Diese anwenderspezifischen Lösungen stellte Barrenechea dann eingehender vor. Es handelt sich um die OpenText Content Cloud, die OpenText Business Network Cloud, die Open Text Experience Cloud, die OpenText Security & Protection Cloud sowie die lang angekündigte OpenText Developer Cloud.

Grundlage jeder dieser CEs sind die OpenText Advanced Technologies: OpenText Magellan wird für Reporting, KI und ML verwendet. Die OpenText AppWorks-Plattform ermöglicht Automatisierung und bietet die Möglichkeit, eigene Anwendungen für den Unternehmenseinsatz zu erstellen. Auch diese erhielten Updates, die in spezifischen Sessions näher erläutert wurden.

Wesentlicher Bestandteil der neuesten CE – aktuell werden sie als CE 21.2 gehandelt, mit jedem Update erhöht sich die Ziffer hinter dem Punkt - ist eine neue Content Services-Plattform, die Content Management, Case Management und die Integration in Anwendungen vereint und damit den Lebenszyklus von Inhalten einer Organisation managt. Sie besteht aus zwei Komponenten: OpenText Core Content und OpenText Core Case Management.

Core Content wurde entwickelt, um Inhalte mit den relevanten Systemen und Mitarbeitern zu verbinden. Dafür lässt sich Core Content mit den Geschäftsanwendungen integrieren, die bei Kunden bereits im Einsatz sind, einschließlich einer Integration mit SAP S/4HANA Public Cloud.

Core Case Management ist eine No-Code-SaaS-Anwendung, die unstrukturierte und komplexe Prozesse durch die Bereitstellung der dafür benötigten Inhalte, die in Unternehmen oft weit verstreut abgelegt sind, steuert. Bei den Prozessen wäre etwa zu denken an die Eröffnung von Konten, die Bearbeitung von Schadensfällen oder die Pflege von Vermögensaufzeichnungen.

„Core Content und Core Case Management bieten die Funktionen, für die OpenText bekannt ist: Records Management und Case Management, APIs und die Integration in führende Anwendungen“, so Barrenechea. „Und das alles in einer einfach zu implementierenden, multimandantenfähigen Cloud-Anwendung.“

Core Content und Core Case Management ergänzen das OpenText-Portfolio bestehend aus OpenText Core Share, OpenText Core Signature, OpenText Core for Federated Compliance, OpenText Core Archive for SAP Solutions, OpenText Core Capture sowie OpenText Core for SAP SuccessFactors. Core Content und Core Case Management bilden auch die wichtigsten Neuerungen in den fünf neuen Cloud Editions dar.

Neue Branchenlösungen

Zusätzlich gibt es drei neue Branchenlösungen: Remote Access for Energy and Manufacturing für den synchronisierte Zugriff in Echtzeit auf relevante technische Inhalte aus der Energie- und Fertigungsbranche, Digital Experience (DXP) for Retail Banking, das Banken im standardisierten Privatkundengeschäft unterstützt, sowie Asset Intelligence Tracking for Manufacturing für Einblicke in den Zustand von Produktionsanlagen. „All dies wird durch Analysen, KI und Tools für Entwickler erweitert und erweitert“, so Barrenechea.

Wichtig für Deutschland

„Wir haben viele spannende Innovationen zu jeder der fünf Clouds von OpenText angekündigt. Es gibt also eine Menge neuer Informationen über unser wachsendes Lösungsportfolio für das Informationsmanagement. Eines der wichtigsten Updates ist die Einführung unserer neuen Content Services-Plattform“, so Werner Rieche, seit Januar in der Position des Vice President Sales DACH für die zukünftige Geschäftsentwicklung in Deutschland, Österreich und der Schweiz verantwortlich, gegenüber CloudComputing-Insider. „Da die digitale Transformation in Unternehmen in vollem Gange ist, suchen Entscheider nach digitalen Lösungen, die einfach zu implementieren, zu konfigurieren, zu verwalten und zu nutzen sind. Zu diesem Zweck bieten OpenTexts neue Core-Content- und Core-Case-Management-Lösungen aus der neuen Content Services Plattform robustes Records Management, Case Management, APIs und die Integration mit führenden Anwendungen wie SAP, Salesforce, Microsoft Office 365, Microsoft Teams, ServiceNow in einer einfach zu implementierenden, mandantenfähigen Anwendung.“

Werner Rieche, seit Januar bei OpenText in der Position des Vice President Sales DACH für die zukünftige Geschäftsentwicklung in Deutschland, Österreich und der Schweiz verantwortlich.
Werner Rieche, seit Januar bei OpenText in der Position des Vice President Sales DACH für die zukünftige Geschäftsentwicklung in Deutschland, Österreich und der Schweiz verantwortlich.
(Bild: OpenText)

Rieche war bereits von 2001 bis 2015 für OpenText tätig, zuletzt ebenfalls als Vice President Sales DACH. Dazwischen war Rieche bei der SAG Deutschland als President DACH und Managing Director Germany für das Geschäft des zweitgrößten deutschen Software-Unternehmens verantwortlich. Zu Rieches Laufbahn zählen außerdem Positionen bei IBM FileNet und SER Solutions.

Für die Kunden in Deutschland hält er im Moment die OpenText-Lösungen für Core Content, Security & Protection und Digital Experience für die Wichtigsten: „Während der fortlaufenden Pandemie ermöglichen diese Lösungen den Organisationen, nach modernen Arbeitsprinzipien zu arbeiten. Das schließt die Notwendigkeit eines effektiven Content-Managements basierend auf einer standardisierten Informationsmanagement-Plattform ein.“

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