Hybrid-Multicloud-Plattform mit autonome Funktionen NetApp automatisiert Storage-Management mit KI

Von Heidi Schuster 3 min Lesedauer

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NetApp erweitert seine Plattform für hybride Multicloud-Umgebungen um KI-gestützte Automatisierung, zentrale Verwaltungsfunktionen und zusätzliche Möglichkeiten zur Datensouveränität. Die Neuerungen sollen Unternehmen dabei unterstützen, ihre Storage-Infrastruktur über Rechenzentren und Cloud-Umgebungen hinweg effizienter zu betreiben.

Mit KI-gestützter Automatisierung und zentralen Verwaltungsfunktionen will NetApp den Betrieb von Storage-Infrastrukturen über Rechenzentren und Cloud-Umgebungen hinweg vereinfachen.(Bild:  ChatGPT / KI-generiert)
Mit KI-gestützter Automatisierung und zentralen Verwaltungsfunktionen will NetApp den Betrieb von Storage-Infrastrukturen über Rechenzentren und Cloud-Umgebungen hinweg vereinfachen.
(Bild: ChatGPT / KI-generiert)

Mit neuen Funktionen für seine Hybrid-Multicloud-Plattform will NetApp die Verwaltung verteilter Storage-Umgebungen vereinfachen. Im Mittelpunkt stehen autonome Abläufe, eine zentrale Steuerung sowie zusätzliche Kontrollmöglichkeiten für Unternehmen mit besonderen Anforderungen an die Datensouveränität. Die Erweiterungen sollen insbesondere den Betrieb von Anwendungen und KI-Workloads über On-Premises-Infrastrukturen und Public Clouds hinweg erleichtern.

„Kunden sollten sich nicht zwischen der Leistung und Kontrolle von On-Premises-Infrastruktur und der Flexibilität der Cloud entscheiden müssen“, erklärt Sandeep Singh, Senior Vice President and General Manager, Platform bei NetApp. Mit den neuen Funktionen wolle der Hersteller Effizienz, Souveränität und Kontrolle stärker in den Mittelpunkt der Datenstrategie rücken.

KI übernimmt Aufgaben im Storage-Management

Eine der Neuerungen ist NetApp Console Autonomous Operations. Die Funktion soll manuelle Verwaltungsprozesse durch KI-gestützte Automatisierung ersetzen. Dabei können IT-Teams Probleme frühzeitig erkennen, Vorfälle schneller beheben sowie Kapazitäten und Kosten optimieren.

Die Steuerung erfolgt über eine KI-basierte Orchestrierung, die innerhalb definierter Rahmenbedingungen arbeitet und unter menschlicher Aufsicht bleibt. Nach Angaben von NetApp lassen sich die autonomen Funktionen auch in abgeschotteten Air-Gapped-Umgebungen einsetzen.

Ergänzend führt der Hersteller das NetApp Console AI ChatOps Interface ein. Über die dialogbasierte Schnittstelle können Administratoren Storage-Aufgaben mithilfe natürlicher Sprache steuern. Dazu gehören unter anderem die Bereitstellung von Ressourcen, die Umsetzung von Richtlinien für ONTAP-Systeme sowie KI-gestützte Analysen und automatisierte Fehlerbehebung.

Über ein offenes LLM-Gateway können Unternehmen zudem eigene Large Language Models einbinden. Sämtliche Aktionen sollen dabei innerhalb der zuvor festgelegten Storage-Klassen und Governance-Vorgaben bleiben.

Mehr Kontrolle über verteilte Storage-Umgebungen

Mit NetApp Console Fleet Management erweitert der Anbieter die Möglichkeiten zur zentralen Verwaltung seiner Storage-Systeme. Unternehmen sollen damit ihren gesamten Storage-Bestand über unterschiedliche Umgebungen hinweg überwachen und steuern können.

Neu ist ein zusätzliches Bereitstellungsmodell, bei dem die NetApp Console direkt in der Kundenumgebung installiert wird. Damit stehen künftig zwei Bereitstellungsvarianten zur Verfügung. Das soll insbesondere Unternehmen entgegenkommen, die ihre Management-Infrastruktur selbst betreiben möchten.

Datensouveränität für europäische Kunden

Auch beim Storage-as-a-Service-Angebot Keystone gibt es eine Erweiterung. Mit NetApp Keystone Sovereign adressiert der Hersteller Unternehmen mit besonderen Anforderungen an Datenresidenz, Governance und operative Kontrolle.

Qualifizierte Kunden im Europäischen Wirtschaftsraum erhalten zusätzliche Kontrollmöglichkeiten, die über den reinen Speicherort der Daten hinausgehen. Berücksichtigt werden sollen unter anderem technische und regionale Anforderungen sowie die Frage, wo Daten, Support, Telemetrie und Betriebsprozesse angesiedelt sind.

Damit will NetApp Unternehmen unterstützen, die ihre Storage-Infrastruktur als Service nutzen möchten, gleichzeitig aber Anforderungen an Datensouveränität und regionale Compliance erfüllen müssen.

Zusammenarbeit mit Nutanix wird ausgebaut

Darüber hinaus erweitert NetApp die Zusammenarbeit mit Nutanix. Durch die Kombination von NetApp ONTAP und Nutanix Cloud Infrastructure sollen Unternehmen ihre virtualisierten Umgebungen flexibler gestalten und bestehende Infrastrukturinvestitionen weiter nutzen können.

Die Integration soll insbesondere die Skalierbarkeit, Sicherheit und Agilität virtualisierter Workloads verbessern. Nach Angaben der Unternehmen ist die allgemeine Verfügbarkeit der integrierten Funktion für Herbst 2026 vorgesehen.

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Mit den Erweiterungen verfolgt NetApp das Ziel, Storage-Management, Automatisierung und Datenkontrolle über unterschiedliche Infrastrukturen hinweg stärker zu vereinheitlichen. Unternehmen sollen dadurch ihre Workloads flexibler platzieren können, ohne auf zentrale Verwaltungs- und Governance-Funktionen verzichten zu müssen.

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