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Alternativen, die das Duo Microsoft und Citrix für Kunden und Reseller im Virtualisierungsmarkt bietet. Microsoft, Citrix und VMware: Heißer Kampf um Virtualisierungs-Thron

| Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Microsoft galt im Markt als Spätzünder in Sachen Virtualisierung. Erst im Herbst 2009 legte der Software-Gigant richtig los. Umso erstaunlicher: Knapp zwei Jahre später positionieren Marktanalysten den Newcomer – auch technologisch – als ernst zu nehmende Konkurrenz für den Platzhirschen VMware. Eine Spurenlese

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Die virtuelle Arbeitswelt birgt großes Umsatzpotenzial und wird entsprechend hart umkämpft. (© - Fotolia.com)
Die virtuelle Arbeitswelt birgt großes Umsatzpotenzial und wird entsprechend hart umkämpft. (© - Fotolia.com)

Virtualisierung ist der große Wurf in der Informationstechnologie und kann getrost im selben Atemzug mit der Digitalisierung genannt werden. Virtualisierung bildet die Grundlage für IT-Architekturen der Zukunft, in denen Private und Public Clouds eine ganz zentrale Rolle spielen werden.

Marktführer VMware hat in diesem Bereich ganz neue Impulse gesetzt und fährt seit geraumer Zeit die Ernte dafür ein.

Doch dem Platzhirschen der virtuellen Arbeitswelten war schon lange bevor sich die Konkurrenz formierte klar, dass die hohe Nachfrage und das immense Wachstumspotenzial große Investitionen der Konkurrenz geradezu herausfordert. Insbesondere was Microsoft vorhat, wurde schon kritisch beäugt­, als der Konzern noch außen vor war.

Im Herbst 2009 war es schließlich soweit: Der Windows Server 2008 R2 mit integriertem Hypervisor (Hyper-V) war verfügbar.

Der Preiskampf beginnt

Es sind vor allem drei Kernargumente, die Microsoft seitdem in den Ring wirft, um sich vom mächtigen Mitbewerber VMware abzugrenzen: zum einen die Bedeutung der Verwaltungs-Tools, die im SCVMM (Sys­tem Center Virtual Machine Manager) vereint sind. „Einheitliches Management der physischen und virtuellen Infrastruktur – von Server über Storage, Desktops und Applikationen bis hin zum Netzwerk“, lautet hier das Verkaufsargument.

Das zweite ist der Open-Source-Gemeinde entlehnt und wird nicht nur von Microsoft strapaziert, sondern auch vom Technologiepartner Citrix: „Wahlfreiheit für den Kunden“. Und in der Tat gewährleisten die beiden VMware-Konkurrenten eine vergleichsweise große Offenheit im Hinblick auf die Angebote Dritter – auch hinsichtlich VMware. So kann der Kunde beispielsweise seine virtuellen Maschinen problemlos zwischen den Hypervisoren Citrix Xen und Microsoft Hyper-V verschieben.

Das dritte Argument aus dem Microsoft-Citrix-Vertrieb beschreibt Microsoft-Stratege Werner Leibrandt im Interview mit IT-BUSINESS mit folgenden Worten: „ein super Preis-Leistungsverhältnis“. Mit anderen Worten: Seit ein ernst zu nehmender Mitbewerber mit um Marktanteile kämpft, purzeln die Preise.

Wie Marktanalysten die Marktposition der Virtualisierungs-Anbieter bewerten, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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