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Quark SoC X1000 und Atom E3800 Intel will das „Internet der Dinge“ vorantreiben

| Redakteur: Stefan Riedl

Der Technologie-Konzern Intel will vom Trend hin zum „Internet der Dinge“ profitieren. Mit Prozessoren, die auf Dauerbetrieb und Temperaturschwankungen ausgelegt sind, sowie im ersten Quartal 2014 auch mit Gateway-Lösungen, schlägt der Konzern genau in diese Kerbe.

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Werden die Waschmaschinen der Zukunft mit Internetanschluss ausgeliefert?
Werden die Waschmaschinen der Zukunft mit Internetanschluss ausgeliefert?
(Bild: VBM-Archiv)

Beim Thema „Internet der Dinge“ gibt es viele Gedankenspiele, die in der Alltagswirklichkeit noch kaum eine Rolle spielen. Von Waschmaschinen ist die Rede, die nach dem Waschen Nachrichten verschicken. Auch der Kühlschrank, der davor warnen kann, dass das Bier zur Neige geht, ist im Gespräch. Inwieweit sich derlei Szenarien durchsetzen werden, wird die Zukunft zeigen.

Die Realität

Gegenwärtig geht es beim „Internet der Dinge“ hauptsächlich um Digital-Signage-Anwendungen, darunter interaktive Terminals, intelligente Verkaufsautomaten, Geldautomaten oder auch um tragbare medizinische Geräte. In diesen Bereichen ist das Wachstum aber immens (siehe Kasten).

Hardware und Software

Der Technologie-Konzern Intel will auf dieser Erfolgswelle mitsurfen und vom Anstieg der Zahl an vernetzten Geräten profitieren. Und zwar mit Komponenten für solche Geräte, End-to-End-Datenanalysen und Technologin zur Vernetzung isolierter Geräte mit der Cloud. Produktseitig stellte Intel dafür die Atom-E3800-Prozessorfamilie (Codename „Bay Trail - I“) vor. Bald, nämlich im ersten Quartal des Jahres 2014, wird es eine Reihe von Gateway-Lösungen mit integrierter Software von McAfee und Wind River geben. Hardware-seitig wird der Intel Quark SoC X1000 in diesem Zusammenhang mit neuen Funktionen eine Rolle spielen.

Was will der Markt?

Die Intel-Produkte sollen eine Lösung für folgende Internet-der-Dinge-Problematik bieten: „Geräte müssen gleichzeitig intelligenter und sicherer werden, um Daten zuverlässig zu filtern und zu lokal zu verwalten“, heißt es aus dem Unternehmen. Intel bietet deshalb für Geräte an der Schnittstelle zum Netzwerk verschiedene Produkte vom energiesparenden Intel Quark SoC bis hin zu den leistungsstärkeren Intel-Xeon-Prozessoren.

Quark SoC X1000

Mit dem Intel Quark SoC X1000 soll das „Internet der Dinge“ voran getrieben werden.
Mit dem Intel Quark SoC X1000 soll das „Internet der Dinge“ voran getrieben werden.
(Bild: Intel)
Der Quark SoC X1000 verfügt über den Speicherschutz ECC (Error Correcting Code), ein integriertes Sicherheitspaket und kommt mit Temperaturschwankungen zurecht. ECC soll bei der Anbindung von isolierten Geräten die rund um die Uhr in Betrieb und an das Internet angebunden sind, für Datenintegrität und Systemverfügbarkeit sorgen. Der 32-Bit Quark-Prozessor besteht aus einem Kern, verarbeitet einen Thread und bietet Taktraten von bis zu 400 Megahertz.

Atom E3800

Der Intel-Atom-Prozessor E3800 ist beispielsweise für Geldautomaten gedacht.
Der Intel-Atom-Prozessor E3800 ist beispielsweise für Geldautomaten gedacht.
(Bild: Intel)
Die neue Intel Atom E3800 Prozessorfamilie bietet neben ECC und Temperaturbeständigkeit eine höhere Grafikleistung und Bildsignal-Veratbeitungsmöglichkeiten. Insbesondere den Markt für Digital Signage-Anwendungen will Intel damit angehen.

Gateway-Lösungen

Mehr als 85 Prozent der Geräte, die derzeit im Einsatz sind, basieren auf bereits vorhandenen (Legacy)-Systemen, so die Analysten von IMS Research. Da diese existierende Infrastruktur nicht komplett ersetzt werden kann, bedarf es einer Zwischenlösung, um Interoperabilität zu ermöglichen. Intel wird daher gemeinsam mit McAfee und Wind River neue Gateway-Lösungen anbieten, die vorhandene Systeme verbinden und gemeinsame Schnittstellen für die nahtlose Kommunikation zwischen Geräten und der Cloud liefern.

Dinge und die Cloud

Hier liegen die Fokusmärkte im Bereich der Industrie, der Energiewirtschaft und dem Transportwesen. Die Daten der bestehenden Geräte und Infrastruktur sollen damit sicher zwischen Cloud-Speichern und den vernetzten Gerätenausgetauscht werden, um sie dann zur Analysen zu nutzen. □

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