Hybrid Cloud birgt enormes Kapital

Herausforderungen und Vorteile der Hybrid-Cloud-Migration

| Autor / Redakteur: Ralf Sydekum * / Florian Karlstetter

Unternehmen investieren immer stärker in die Hybrid-Cloud-Migration.
Unternehmen investieren immer stärker in die Hybrid-Cloud-Migration. (© Dmitry - Fotolia.com)

Um im Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, führen Unternehmen verstärkt innovative Anwendungen ein, um Prozesse und Effizienz zu verbessern. Diese ständige Fortentwicklung erfordert jedoch von den Unternehmen die volle Kontrolle über die Ausgaben für Rechenzentren – das ist für viele eine Herausforderung.

Die zunehmende Verfügbarkeit von und das zunehmende Vertrauen in Public Cloud-Lösungen ermöglicht Unternehmen jetzt, private Rechenzentren mit öffentlichen Cloud-Ressourcen zu bündeln, um eine einzigartige Hybrid-Cloud-Umgebung zu schaffen.

Durch die Migration von Anwendungen auf Cloud-Dienste, auf der Grundlage spezifischer Standards wie Datenschutzrichtlinien, rechtliche Vereinbarungen und Unterstützung der Anwendungen durch Cloud-Technologien, entdeckt eine wachsende Zahl von Unternehmen die Hybrid-Cloud-Migration und die damit verbundenen Vorteile. Laut einer Marktforschung von IDC werden bis Ende 2016 über 65% der IT-Unternehmen weltweit Hybrid-Cloud-Technologien einsetzen. Dies zeigt, dass sich der Markt zielstrebig in Richtung Hybrid-Cloud-Umgebung bewegt.

Hybrid-Cloud: Herausforderungen

Bevor eine komplette Hybrid-Cloud-Bereitstellung möglich ist, gilt es einige Hürden zu meistern. Alle Anwendungen, die in die Cloud übertragen werden, müssen von einer Reihe von Diensten wie zum Beispiel Sicherheitsregeln und Performance (etwa Antwortzeitverhalten der Anwendung), unterstützt werden. Dies sollten Unternehmen bei der Planung bezüglich Zeit und Kosten realistisch kalkulieren.

Des Weiteren verwenden IT-Organisationen oft eine Vielzahl von Lösungen unterschiedlicher Anbieter, um ihre Infrastruktur zu unterstützen. Der Versuch, diese auf einen einzigen Anbieter zu konsolidieren, kann sich als schwierig erweisen. Schließlich ist die Idee, auf eine lokale Lösung zu verzichten – mit einem hohen Grad an Kontrolle, in die man zudem viel investiert hat –, und stattdessen auf einen externen Cloud-Service-Provider umzustellen, wenig attraktiv.

Für Unternehmen ist entscheidend, dass der Prozess der Hybrid-Cloud-Migration sowohl einfach als auch sicher ist. Das wird durch die Verwendung von ständig weiterentwickelnden Sicherheitsdesigns ermöglicht. Beispiele für diese Ansätze beinhalten die Trennung von Kunden auf Netzwerk- und Speicherebene und die Gewährleistung angemessener Schutzmaßnahmen vor Hackerangriffen. Um solche Anforderungen dynamisch zu bewerkstelligen, kommt man nicht um den Einsatz übergeordneter Orchestrierungstools herum. Es ist der Schlüssel zu mehr Flexibilität und Agilität.

Hybrid-Cloud: Vorteile

Ein wesentlicher Vorteil einer Hybrid-Cloud ist die Möglichkeit, mit der lokal vorhandenen IT-Infrastruktur den gewöhnlichen Arbeitsaufwand für ein Unternehmen zu bewerkstelligen, und die öffentliche Cloud nur für zusätzliche Anforderungen zu nutzen, wenn die Arbeitslast der Rechenleistung der privaten Cloud-Umgebung nicht ausreicht (Cloud Bursting). Kapazitätsspitzen können so durch die Nutzung der öffentlichen Cloud abgefangen und flexibel gemanaged werden. Auch die Kosten sind überschaubar und planbar.

Außerdem lässt sich mit Diensten, die leicht orchestriert werden können, das Verfahren, Anwendungen hochverfügbar bereitzustellen, vereinfachen und gleichzeitig die Sicherheit durch Vorhalten der kritischen IT Infrastrukturen auf dem eigenen Gelände gewährleisten. Die größte Motivation zur Nutzung der Hybrid-Cloud dürfte jedoch die Nutzung von Software as a Service (SaaS) sein, die ermöglicht, dass sich Unternehmen um ihr Kerngeschäft kümmern, statt sich mit IT-Fragen zu beschäftigen.

Die 84,64 Milliarden Dollar Frage

Die Entwicklung hin zu einer völligen Hybrid-Cloud-Umgebung ist nicht mehr aufzuhalten. Eine Studie von MarketsandMarkets ergab, dass der Hybrid-Cloud-Markt von 25,28 Milliarden Dollar im Jahr 2014 voraussichtlich bis 2019 auf 84,64 Milliarden Dollar wachsen wird. Das beweist nicht nur, dass Unternehmen stark in die Hybrid-Cloud-Migration investieren, sondern auch, dass sie sich der Vorteile und Potentiale dieser Technologie bewusst sind.

Durch die Vereinfachung von IT-Systemen für Unternehmen und die Bereitstellung von Geschäftsanwendungen, hat eine Hybrid-Cloud-Umgebung das Potenzial, sowohl den Kunden Kosten und Zeit zu sparen, als auch Risiken zu minimieren. Der Bau und die Verwaltung mehrerer Rechenzentren gehören der Vergangenheit an. Unternehmen können folglich mehr Zeit und Geld in Innovationen und die Produktion qualitativ hochwertiger Anwendungen investieren. Dies wiederum unterstützt ein nachhaltiges Wachstum und ermöglicht es Unternehmen, wettbewerbsfähig zu bleiben.

* Ralf Sydekum, Technical Manager DACH F5 Networks

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