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Wie sich Abhängigkeiten vermeiden lassen Fünf Prinzipien bei der Migration in die Cloud

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Einzelne Applikationen in die Cloud zu verlagern, ist heute schnell erledigt. Wer aber nicht alle Konsequenzen von vornherein berücksichtigt, kann schnell in einer unerwünschten Abhängigkeit (Lock-in) zu einem Cloud-Provider landen – ähnlich wie bei den proprietären Hardware- und Softwaresystemen in der Frühzeit der IT.

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Einbahnstraßen und Sackgassen können Unternehmen umgehen, wenn sie bei der Migration in die Cloud fünf wichtige Punkte beachten.
Einbahnstraßen und Sackgassen können Unternehmen umgehen, wenn sie bei der Migration in die Cloud fünf wichtige Punkte beachten.
(Bild: VBM-Archiv)

Das Lock-in ist auch heute noch ein massives Problem, wenn Applikationen in und für eine spezielle Cloud-Umgebung entwickelt werden. Vermeiden lässt sich die Abhängigkeit mit einer Entwicklungsumgebung, die überall eingesetzt werden kann: im unternehmenseigenen Rechenzentrum sowie in einer Private oder Public Cloud. Genau diese Anforderungen erfüllt eine Platform-as-a-Service (PaaS)-Entwicklungsumgebung. In einem Fünf-Punkte-Programm hat Progress Software die wichtigsten Prinzipien zur Vermeidung eines Provider-Lock-ins bei der Migration in die Cloud zusammengefasst.

1. Regelmäßige Überwachung

Mit Hilfe von Reports und Steuerfunktionen einer effizienten Cloud-Management-Lösung sollte kontinuierlich der Einsatz von Ressourcen bei einem Cloud-Provider überwacht werden. Damit lässt sich sicherstellen, dass keine zu einem früheren Zeitpunkt implementierten Funktionen nach wie vor aktiviert sind, wenn sie nicht mehr benötigt werden.

2. Erst Rechnen, dann Ordern

Eine bestimmte Applikation in einer Cloud zu betreiben, ist oft kostengünstiger als im unternehmenseigenen Rechenzentrum. Klare Kosten-Nutzen-Metriken, die Werte für den On-Premise-, den Private- und den Public-Cloud-Betrieb miteinander vergleichen, sorgen hier für Transparenz. Eine wichtige Rolle spielt dabei, dass im Bedarfsfall eine Applikation von einem zum anderen Provider migriert werden kann.

3. Flexible Entwicklungsumgebung

Unternehmen sollten sich für eine modulare PaaS-Entwicklungsumgebung entscheiden. Sie erlaubt es, die benötigten Funktionalitäten beliebig zu kombinieren und eine verbrauchsabhängige Abrechnung zu implementieren.

4. Offene Standards bevorzugen

Open-Source-Lösungen bieten vielfach interessante Optionen. Sie ermöglichen einen direkten Zugang zum Source Code. Das lohnt sich vor allem für Unternehmen, die intern über das entsprechende Know-how verfügen, den Programmcode für ihre Zwecke anzupassen.

5. Erstmal hybrid

Eine PaaS-Umgebung ist eine gute Ausgangsbasis auf dem weiteren Weg in Richtung hybrider Cloud-Lösungen unterschiedlicher Art, das heißt eine Kombination aus verschiedenen Cloud-Modellen.

Karen Tegan Padir, Chief Technology Officer bei Progress Software.
Karen Tegan Padir, Chief Technology Officer bei Progress Software.
(Bild: Progress Software)
Karen Tegan Padir, Chief Technology Officer bei Progress Software, rät IT-Abteilungen, die für ein Unternehmen eine Cloud-Architektur erstellen oder eine solche in einer Public Cloud aufbauen wollen, Einbahnstraßen zu vermeiden, um nicht von einem einzelnen Cloud-Provider abhängig zu werden: „Auch wenn eine Public Cloud allgemein akzeptierte Standards berücksichtigt, hat nahezu jeder Infrastructure-as-a-Service-Anbieter seine eigenen Vorstellungen, wie sie umgesetzt werden. Hier kann sehr schnell ein unerwünschtes Lock-in entstehen. Alle die damit zusammenhängenden Fragen sollten Unternehmen vor der Migration in eine Cloud ausführlich klären, sonst kann es ein böses Erwachen geben“, betont Padir.

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