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Studie von BARC ECM-as-a-Service mit großem Potenzial

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Florian Karlstetter

Das Analystenhaus BARC hat eine umfragebasierte Studie zum Markt für „ECM SaaS“ veröffentlicht. Ergebnis: Der Markt ist stark fragmentiert, Enterprise Content Management Systeme werden in den unterschiedlichsten Formen angeboten und bezogen.

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Das Analystenhaus BARC hat eine umfragebasierte Studie zum Markt für „ECM SaaS“ veröffentlicht.
Das Analystenhaus BARC hat eine umfragebasierte Studie zum Markt für „ECM SaaS“ veröffentlicht.
(Bild: gemeinfrei, mohamed_hassan / Pixabay)

Dr. Martin Böhn, Vice President Enterprise Applications & related Services, Sabine Kraus, Head of Research Enterprise Applications & related Services, und Michael Schiklang, Senior Analyst ECM & IM, befragten repräsentativ ECM-Anbieter mit entsprechenden Cloud-Angeboten. Das Ergebnis: „Software-as-a-Service bedeutet bei unterschiedlichen Anbietern im ECM-Markt leider nicht das gleiche. Unterschiedliche Module und Funktionalität, aber vor allem sehr verschiedene Preismodelle erschweren die Vergleichbarkeit. Gleichzeitig wird es für die Kunden teilweise sehr schwer, die zukünftigen Kosten abzuschätzen, da oft eine stärkere Nutzung des Systems mit steigenden Kosten verbunden ist“, verdeutlicht Dr. Böhn. Auch Kraus stellt klar: „Es hat uns überrascht, wie stark sich die Lizenzmodelle und Vorgehensweisen noch immer unterscheiden.“

Weitere Ergebnisse der Studie:

  • Software-as-a-Service, Mietmodelle und flexible Softwarebaukästen sind auch im ECM-Markt wichtige Themen.
  • Häufig werden bei Cloud und Software-as-a-Service nur die Veränderungen für Anwender angesprochen. Aber auch auf Anbieterseite müssen umfassende Hausaufgaben erledigt werden.
  • Der ECM-SaaS-Markt ist noch sehr heterogen – aber es gibt gute Lösungen.

Aktuell finden sich mehr als 650 verschiedene Systeme im Angebot – gerade einmal zehn Prozent davon bringen es auf einen Marktanteil von über einem Prozent. In anderen Worten: Neben den Marktführern WordPress, Joomla, Drupal und TYPO3 gibt es noch jede Menge anderer Systeme, oft hochspezialisiert. Sie stellen unterschiedliche Funktionen zumeist für Web-Projekte zur Verfügung.

Wie berichtet hört eine der neusten und aufsehenerregendsten Entwicklungen beim CMS-as-a-Service das Headless CMS. Ein entsprechendes System kann Inhalte über verschiedene Hardwareplattformen hinweg organisieren und anzeigen. Im Gegensatz zu herkömmlichen CMS, bei denen das Back-End-CMS (= der Körper) direkt mit dem Front-End-Frame (= der Kopf) verbunden ist, agiert Headless CMS-Systeme buchstäblich „kopflos“ – Content aus dem Back-End-CMS wird über APIs anstelle eines separaten Heads auf Hardwaregeräten angezeigt. Moderne CMS sind zudem „Digital Nativ“ und berechnen den Einsatz mehrerer Clouds mit ein. Sie nutzen Microservices, Container und Serverless Computing, Künstliche Intelligenz (KI), Automatisierung und Customer Centricity (CS).

Bei Einführung eines neuen CMS müssen - passend zum jeweiligen Business Case – die verschiedensten Faktoren berücksichtigt werden, etwa die Usability, Skalierbarkeit, Erweiterbarkeit, Sicherheit, Content Delivery oder auch Collaboration. Und die Kosten natürlich, für die Anschaffung, den Betrieb, die Wartung und Pflege, Schulung, etc. Neben einem praxisnahen Überblick zu den Themen Cloud und Software-as-a-Service für ECM verdeutlicht die Studie auch die Unterschiede zu klassischen bzw. lokalen On-Premises-Systemen und zeigt den aktuellen Stand bei SaaS-Modellen im ECM-Markt. Die Marktrecherche wurde unter anderem auch um frei verfügbare Informationen zu weiteren Systemen und Anbietern ergänzt.

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Über den Autor

Dr. Dietmar Müller

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Journalist