Die Zukunft des CMS ist kopflos

Der Content kommt jetzt aus der Cloud

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Elke Witmer-Goßner

Vier Milliarden Internet-Nutzern weltweit bewegen ungeheure Mengen an Content, da sind tragfähige Content Management Systeme gefragt.
Vier Milliarden Internet-Nutzern weltweit bewegen ungeheure Mengen an Content, da sind tragfähige Content Management Systeme gefragt. (Bild: gemeinfrei, pixelcreatures / Pixabay)

Cloud Computing ist der wichtigste digitale Wegbereiter unserer Tage – bald werden die meisten Unternehmen gleich mehrere Cloud-Services und -Plattformen nutzen. Nicht zuletzt dienen Sie dazu, Inhalte verschiedenster Art – amtliche Dokumente genauso wie Filme, Spiele, Artikel oder auch Anwendungen – zu horten und zu verteilen. Bei rund vier Milliarden Internet-Nutzern weltweit sind das ungeheure Mengen an Content, der da bewegt wird.

Dafür braucht es tragfähige Content Management Systeme (CMS). Aktuell stehen mehr als 650 (!) verschiedene Systeme zur Auswahl – sie haben sich von dürren kleinen Applikationen in den 90er Jahren mittlerweile zu riesigen Netzwerken weiterentwickelt. Und das mussten sie auch: Benötigt eine Internet-Site mehr als 2,4 Sekunden zum Laden, vergrault sie sämtliche Anwender. Also muss die Strecke vom Nutzer bis zum Server, auf dem die Site liegt, möglichst kurzgehalten werden. Content Delivery Networks (CDN) sind die Antwort und sorgen für schnelles Laden und zufriedene Kunden.

Bei CDN handelt sich um teils riesige Verbünde aus Edge-Servern, die für die kundenahe Bereitstellung von Inhalten in Web- und Streaming-Anwendungen verantwortlich sind. Mit Diensten wie dem Amazon CloudFront CDN lässt sich weltweit eine optimale und ausfallsichere Web-Performance selbst bei Lastspitzen erzielen.

Kopfloses CMS

CDN sind aber bei weitem nicht die einzigen Neuerungen in Sachen CMS – Next Generation Content Management Systeme, auch Headless CMS genannt, sind eine weitere. Sie können Inhalte über verschiedene Hardwareplattformen hinweg mit höchster Effizienz organisieren und anzeigen. Im Gegensatz zu herkömmlichen CMS, bei denen das Back-End-CMS (= der Körper) direkt mit dem Front-End-Frame (= der Kopf) verbunden ist, agiert Headless CMS-Systeme jedoch buchstäblich "kopflos" – Content aus dem Back-End-CMS wird über APIs anstelle eines separaten Heads auf Hardwaregeräten angezeigt.

Die Cloud hat alles verändert

Ohne Cloud wären moderne CMS und viele digitale Geschäftsmodelle nicht denkbar. „Digital Nativ“ und der Einsatz mehrerer Clouds sind daher nicht zu vernachlässigende Themen, genau wie Microservices, Container und Serverless Computing unabdingbare Werkzeuge sind. Durch den Einsatz dieser neuen Technologien müssen sich IT-Teams bekanntermaßen nicht länger um die Provisionierung und den Betrieb von Servern für das Ausbringen von Content kümmern. Generell werden lokale Serverräume und kleine Rechenzentren verschwinden – die Angebote aus der Cloud werden viele von ihnen obsolet machen.

Künstliche Intelligenz, Virtual Reality und Customer Centricity

Zu den weiteren Strategien und Trends bezüglich Content aus und in der Cloud zählen darüber hinaus und allen voran Künstliche Intelligenz (KI), Automatisierung und Customer Centricity (CS). KI und Automatisierung sorgen dafür, dass Prozesse und Arbeitsabläufe durchdacht und selbstständig ohne Zutun von IT-Personal ablaufen. Das ermöglicht einen reibungslosen Geschäftsbetrieb, in dem sich IT-Teams auf das Wesentliche konzentrieren können: den Kunden. Im Zuge der CS werden dessen Erwartungen, Bedürfnisse und Wünsche erfüllt und so eine langjährige Geschäftsbeziehung aufgebaut – zum Nutzen beider Seiten.

All diese Entwicklungen werden ausführlich auf der Digital:Relaunch-Konferenz am 17. und 18. Februar 2020 in Berlin thematisiert werden. Die Konferenz gibt einen generellen Überblick über alle Themen, die im Mittelstand rund um Digitalisierung und CMS wichtig sind. Damit muss sich jeder Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens beschäftigen, will er sein Schiff auf Kurs halten.

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