Offenes Datenmodell von Microsoft, Adobe und SAP

Die Open Data Initiative im Überblick

| Autor / Redakteur: Updater / Florian Karlstetter

Ziele, Aufgaben und Auifbau der von Microsoft, Adobe und SAP geründeten Open Data Initiative.
Ziele, Aufgaben und Auifbau der von Microsoft, Adobe und SAP geründeten Open Data Initiative. (Bild: gemeinfrei (© Gerd Altmann / pixabay) / Pixabay)

Microsoft, SAP und Adobe haben im Oktober 2018 eine gemeinsame Open Data Initiative aus der Taufe gehoben. Dadurch soll erreicht werden, dass Datenbestände auf Basis eines offenen Datenmodells in Zukunft problemlos ausgetauscht und anhand definierter Standards verarbeitet werden können. Die Ziele, Aufgaben und Vorteile der Initiative im Überblick.

Daten repräsentieren werthaltiges Material, welches im Wirtschaftsleben der Weitergabe und Verarbeitung von Informationen dient. Die Herausforderung besteht nun darin, dass trotz aller Bemühungen, homogene Datenstrukturen, Schnittstellen und IT-Environments zu schaffen, noch immer zahlreiche in Unternehmen verstreute Datensammlungen existieren.

Diese sogenannten Anwendungs- oder Datensilos sind überwiegend als Datenbasis für bereichsorganisatorisch isolierte, dezentrale Software-Anwendungen - sogenannte „Insel-Lösungen“ - meist über längere Zeiträume hinweg entstanden. Die dadurch bedingten Redundanzen in Datenhaltung und -verarbeitung verzögern betriebliche Abläufe sowie Wertschöpfungs- und Prozessketten, was durch den damit einhergehenden Produktivitätsverlust in eine erhebliche Kostenbelastung mündet. Da überdies so gut wie jede dieser Standalone-Applikationen nach eigenen Standards arbeitet, wird ein friktionsfreier Datenaustausch mangels Datenkompatibilität bzw. vorhandener digitaler Schnittstellen massiv erschwert.

Um diesbezüglich Abhilfe zu schaffen, haben drei Big Player des globalen Softwaremarkts – Microsoft, Adobe und SAP – die sogenannte „Open Data Initiative“ (ODI) ins Leben gerufen. Mit dieser Allianz wollen die drei Softwaregiganten die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Unternehmen ihre Daten künftig über zentrale Datenpools problemlos zusammenführen, verarbeiten und auf diese Weise ihre Produktivität spürbar erhöhen können.

Die bereits auf ODI-Basis entwickelten Anwendungen, welche im Prinzip auf wechselseitiger Datenkompatibilität durch universell verwendbare Schnittstellenformate beruhen, sind bereits in zahlreichen Unternehmen erfolgreich im Einsatz. Die derzeit allgemein herrschenden Digitalisierungs- und Vernetzungsbestrebungen (Stichwort: Internet of Things) sowie Mechanismen der künstlichen Intelligenz (KI) erleichtern dabei die Grundlagen- und Anwendungsforschung für die Weiterentwicklung derartiger offener Systeme und Datenpools.

Die Ziele der Open Data Initiative

Primäre Zielsetzung der ODI ist die Schaffung eines einheitlichen Datenmodells, welches sich im Idealfall in der IT als Standard durchsetzen kann. Als Basis dafür dient ein zentraler „Datensee“ in einer Microsoft-Azure-Cloud. Dadurch soll ein problemloser Datentransfer zwischen einzelnen Anwendungen von Microsoft, Adobe und SAP ermöglicht werden. Unternehmen können ihre Kunden- und Transaktionsdaten auf diese Weise einfach und rasch via Datenpool in der Cloud austauschen und dadurch benötigte Informationen zeitnah und sicher erhalten. Auch kann die ODI in ihrer finalen Ausbauphase eine plattform- und bereichsübergreifende Verfügbarkeit sämtlicher Daten auf Grundlage identischer Erfassungs- und Verarbeitungs-Standards sicherstellen.

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Aufbau der Open Data Initiative

Die Open Data Initiative beruht auf drei Grundelementen:

  • Völlige Hoheit des Unternehmens über seine Transaktions-, Kunden-, Unternehmens- und IoT-Daten
  • Innovatives Business-Intelligence Management für unternehmensinterne Stamm- und Bewegungsdaten durch KI-Prozesse
  • Offene, einheitliche und skalierbare Datenmodellierung auf der Grundlage eines breiten Systems gleichberechtigter Partner

Vorteile der ODI-Methodik

  • Beseitigung von Datensilos und Software-Insellösungen
  • Zentraler Fokus auf Kundenverhalten und Kundenwert
  • Sichere, einfache und effektive Verwaltung und Archivierung von Daten
  • Umfangreiche Auswertungsmöglichkeiten bestehender Kundenprofile
  • Vereinfachter externer und interner Austausch von Daten durch einheitliche digitale Schnittstellen
  • Erhöhung von Datenschutz und Datensicherheit durch kurzen, sicheren und transparenten Datentransfer

Fazit

Die Open Data Initiative von Microsoft, SAP und Adobe unterstützt Unternehmen dabei, Datensilos und nicht vernetzte Softwarelösungen zu reduzieren sowie unternehmensinterne Daten effektiv zu verwalten und auszutauschen. Auch bei der Analyse verfügbarer Daten mittels geeigneter KI-Modelle kann der ODI-Ansatz neue Perspektiven für Aufbau und Pflege von Kundenbeziehungen vermitteln. Die ODI begünstigt des weiteren die Entwicklung von Anwendungen der künstlichen Intelligenz, um kunden- und unternehmensrelevante Metadaten in mehrdimensionaler Form zueinander in Beziehung setzen zu können und auf diese Weise wichtige Erkenntnisse für Produktion, Marketing und Vertrieb zu gewinnen.

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