Neues rund um Kubernetes

Die Cloud-nativen Highlights des ersten Quartals

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Ulrike Ostler

Vier Cloud-native Technologien haben sich während der ersten drei Monate des Jahres vom Nischenphänomen zur festen Größe in den Rechenzentren von Enterprises entwickelt.
Vier Cloud-native Technologien haben sich während der ersten drei Monate des Jahres vom Nischenphänomen zur festen Größe in den Rechenzentren von Enterprises entwickelt. (Bild: gemeinfrei, geralt / Pixabay)

Wen Tech-Innovationen interessieren, der muss die Cloud Native Community im Auge behalten, deren wesentlicher Akteur die Cloud Native Computing Foundation (CNCF) mit mittlerweile über 375 Mitgliedern ist. Erfreulich, dass hier zahlreiche Companies und Startups auch aus dem deutschsprachigen Raum dabei sind und die Community vorantreiben.

Der Analyst Maximillian Hille von Crisp Research hat sich die heißesten Projekte im ersten Quartal dieses Jahres genau angesehen. Sein Fazit: Kubernetes ist und bleibt das Flaggschiff Projekt der CNCF. Als wichtigster Standard der Container- und Cloud-nativen Technologien spielt es eine zentrale Rolle für die CNCF und die komplementären Projekte.

Vier weitere Cloud-native Technologien haben sich während der ersten drei Monate des Jahres vom Nischen- und Entwicklerphänomen zur festen Größe in den Rechenzentren von Enterprises und zu „echten Gamechanger im IT-Betrieb“ entwickelt: „CoreDNS“, „Containerd“, „Envoy“ und das Service-Mesh-Tool „Istio“.

Ein wichtiger Faktor für die Reife und Enterprise-Tauglichkeit einer Technologie ist der Graduation Prozess, den alle CNCF-Projekte durchlaufen müssen. Ein Service innerhalb der Cloud Native Computing Foundation kann drei Zustände besitzen: Inception/Sandbox, Incubation und Gradution. Mit Erreichen der dritten Stufe gilt ein Dienst als allgemein einsatzfähig.

CoreDNS

„Der erste Service, der in Q1/2019 die Graduated Stage erreicht hat, ist der in Go geschriebene DNS-Server CoreDNS. Er ist unter der Apache-Lizenzversion 2 lizenziert und ist vollständig Open Source“, so Hille. „CoreDNS kann aufgrund seiner Flexibilität in einer Vielzahl von Umgebungen und Anwendungsfällen verwendet werden. Beispielsweise ist er verwendbar für die Erkennung von Kubernetes-Diensten, autorisierende DNS-Server, lokale Caches für DNS-starke Anwendungen etc. Jedes Plugin ist miteinander verkettet, wodurch zusätzliche Funktionen wie „Prometheus“-Metriken oder das sofortige Überschreiben von Abfragen möglich sind.“

Containerd

Der zweite Service im Graduation Stadium ist Containerd. Der Daemon für Linux und Windows erweitert im Wesentlichen das Feature-Spektrum von Docker-Kubernetes-Clustern und verwaltet den gesamten Container Lebenszyklus seines Host-Systems. Containerd bringt Push- und Pull-Funktionen sowie ein Image-Management, eine Containerlebenszyklus-APIs zum Erstellen, Ausführen und Verwalten der Container, sowie eine vollständige API für das Snapshot-Management.

Istio und envoy

„Noch nicht im Graduated-Stadium, aber auf einem guten Weg dorthin ist der Service Istio. Nachdem im vergangenen Jahr bereits envoy - mittlerweile eine Komponente von Istio - graduiert wurde, könnte Istio trotz noch relativ kurzer Entwicklungszeit seit Ende 2017 bald folgen“, meint Hille. Envoy ist ein Proxy Service, der insbesondere das Last-Management auf Container-Clustern regelt. Mit Istio kommt ein Service für das so genannte Service Mesh hinzu.

Testbed

Im ersten Quartal 2019 hat die CNCF darüber hinaus einen neuen Service angekündigt - das Cloud Native Network Functions (CNF) Testbed. Damit können Unternehmen Netzwerkfunktionen oder ihre IaaS-Plattformen überprüfen und die Leistung und Ausfallsicherheit zwischen Kubernetes und OpenStack auf einer gemeinsamen Hardware vergleichen. Dies ist insbesondere für K8s-Cluster auf Bare-Metal-Servern interessant.

„Spannend ist sicherlich auch die Entwicklung der zentralen Herausforderungen rund um die Nutzung und das Deployment der Container. Während technische Barrieren wie Netzwerke und Storage immer weiter abnehmen, sind die Komplexität, kulturelle Themen, aber auch das Thema Security beständig hoch oder steigen sogar“, so Hille. „Es zeigt sich somit klar, dass die Container-Entwicklung noch stark technologie- und expertengetrieben ist."

Das sei einerseits gut, da viele Schwachstellen schnell gelöst werden können und die Enterprise Readiness hoch ist. Der Skill für den Einsatz und Betrieb sei aber zunehmend ein kritischer Faktor, den Unternehmen über die Hinzunahme von Service Providern und Beratern in Zaum halten wollten und müssten.

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